Bild der Woche

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potw1450-de — Bild der Woche
Regenbogenaufgang
15. Dezember 2014: Regenbögen werden wegen des freundlichen Farbenschimmers bewundert, den sie an sonst dunklen und düsteren Tagen bringen, und dieser hier ist keine Ausnahme. Dieser seltene Regenbogen erschien über der Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) Operations Support Facility (OSF), die etwa 2900 Meter über dem Meeresspiegel bei San Pedro de Atacama liegt. Die OSF ist die Betriebsbasis für die ALMA-Anlage, die nochmal deutlich höher auf über 5000 Metern auf dem Chajnanor-Plateau liegt. Die OSF ist nicht nur der Ort für den Betrieb des riesigen ALMA-Observatoriums, hier werden auch neue Technologien zusammengebaut, integriert und verifiziert, bevor sie an ihren endgültigen Einsatzort auf Chajnantor gebracht werden. Die Bestandteile werden auf der OSF montiert und getestet, da die Luft hier noch viel dichter als auf dem Plateau ist und Arbeiter ihre Tätigkeiten ohne die in großer Höhe vorhandenen nachteiligen Gesundheitsrisiken durchführen können. Der Regenbogen wurde von ESO-Mitarbeiter Armin Silber aufgenommen.
potw1449-de — Bild der Woche
Über den Wolken...
8. Dezember 2014: La Silla liegt von allen Observatorien der ESO in Chile auf der niedrigsten Höhe über dem Meeresspiegel, noch etwa 200 Meter unterhalb des Paranals und etwa auf der halben Höhe von ALMA, das am oberen Ende des Chajnantor-Plateaus auf der Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Obwohl es das niedrigste Observatorium in Bezug auf die Höhe ist, werden Wissenschaftler an die extreme Höhe erinnert, wenn sie hinausgehen und ein Spektakel wie dieses beobachten können – Wolken unterhalb ihrer Füße! Da La Silla in den südlichen Ausläufern der Atacamawüste an einem der trockensten Plätze der Welt liegt, mag es überraschend wirken in dieser Region Wolken anzutreffen, aber das trockene Klima ist das Resultat des peruanischen Humboldtstroms. Er wird durch Aufwärtsströmungen von kaltem Wasser aus den Tiefen des nahen Pazifischen Ozeans verursacht und fließt dann weiter nördlich entlang der Westküste von Südamerika. Er ist aktuell für die Trockenheit der Atacamawüste ...
potw1448-de — Bild der Woche
Überraschung in einer Wolke
1. Dezember 2014: Dieses Bild zeigt eine Region in der Milchstraße, die im Sternbild Skorpion liegt, nahe der zentralen Ebene der Milchstraße. Die Region beherbergt eine dichte Wolke aus Gas und Staub, die zur Molekülwolke IRAS 16562-3959 gehört und hier als orangefarbener Fleck in der reichen Ansammlung von Sternen im Zentrum des Bildes erkennbar ist. Wolken wie diese sind Brutgebiete für neue Sterne. Im Zentrum dieser Wolke ist das helle Objekt G345.4938+01.4677 durch den Schleier von Gas und Staub gerade noch sichtbar. Dabei handelt es sich um einen sehr jungen Stern, der noch in der Entstehung begriffen ist, während die Wolke unter ihrer eigenen Schwerkraft in sich zusammenfällt. Der junge Stern ist sehr hell und massereich – er hat ungefähr die 15-fache Masse der Sonne – und machte mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) vor Kurzem Schlagzeilen. Ein Team von Astronomen machte überraschende Entdeckungen innerhalb von G345.4938+01.4677 – sowohl eine große Scheibe aus ...
potw1447-de — Bild der Woche
Blick in das Herz von Mira A und ihrem Begleiter
24. November 2014: P { margin-bottom: 0.21cm; direction: ltr; color: rgb(0, 0, 0); line-height: 0.5cm; widows: 2; orphans: 2; }P.western { font-family: "Arial",serif; font-size: 9pt; }P.cjk { font-size: 9pt; }P.ctl { font-family: "Arial"; font-size: 9pt; }A:link { } Das Studium roter Riesensterne verrät den Astronomen etwas über die Zukunft der Sonne – und wie vorangegangene Generationen von Sternen die für das Leben notwendigen Elemente über das Universum verteilt haben. Einer der bekanntesten Roten Riesen am Himmel ist Mira A, Teil des Doppelsternsystems Mira, das ungefähr 400 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. In diesem Bild enthüllt ALMA das verborgene Leben von Mira. Mira A ist ein alter Stern, der bereits begonnen hat die Produkte seiner Lebensarbeit in den Raum zurückzuführen. Mira As Begleitstern mit dem Namen Mira B umkreist ihn etwa in der doppelten Entfernung von der Sonne zu Neptun. Mira A erzeugt einen schwachen Sternwind, der das umliegende Material behutsam umformt. ALMA ...
potw1446-de — Bild der Woche
Heavy Metal
17. November 2014: Haben Sie sich je gefragt, wie es im Inneren der Kuppeln des Very Large Telescope aussieht? Hier ist die Antwort. Dieses Bild der Woche zeigt den Aufbau eines der VLT-Hauptteleskope (engl. Unit Telescopes, kurz UTs) – in diesem fall von von UT3, das auch den Namen Melipal trägt. Wie hier vom Mondschein beleuchtet zu sehen, trägt eine zentrale Stahlstruktur des Teleskops die optischen Komponenten. Dem Hauptspiegel mit 8,2 Metern Durchmesser und einem Gewicht von 23 Tonnen ermöglicht ein stabiler Rahmen die Rotation innerhalb der Struktur, während die hohe optische Auflösung erhalten bleibt. Der bewegliche Rahmen selbst wiegt über 430 Tonnen, ungefähr das Gleiche wie ein voll beladener Jumbojet! Der Rahmen, die Optik und die Elektronik sind von einem weiteren Stahlbau umschlossen, der den Schutz vor den harten Umgebungsbedingungen der Atacamawüste gewährleistet. Melipal ist in der Mapuche-Sprache das Sternbild des Kreuz des Südens. Alle vier VLT Hauptteleskope tragen die Mapuche-Namen von ...
potw1445-de — Bild der Woche
Platz schaffen für die ESO Supernova
10. November 2014: Diese Woche begann der Abbau der provisorischen Bürogebäude am ESO-Hauptsitz in Garching. Dieses Bild zeigt ihre Demontage und hält damit den Beginn und das Ende einer Ära fest. Diejenigen ESO-Mitarbeiter, die in diesen Büros arbeitet haben – wie auf diesem früher im Jahr aufgenommenen Luftbild zu sehen – sind zu Jahresbeginn in die neue Hauptsitzerweiterung eingezogen. Der Abbau der Container markiert das Ende dieser Übergangsphase. Gleichzeitig ist dies der Startschuss für den Baubeginn des ESO Supernova Planetariums und Besucherzentrums. In einigen Monaten wird an der bisher durch die vorläufigen Bürogebäude belegten Fläche der Bau des neuesten ESO Gebäudes beginnen. Die Eröffnung ist für die Mitte des Jahres 2017 geplant und es wird den Besuchern eine moderne, interaktive astronomische Ausstellung und eines der fortschrittlichsten Planetarien der Welt bieten. Der Abbau der provisorischen Bürogebäude wurde auch auf einer über der Baustelle fliegenden Drohne auf einem Video aufgenommen. Links Video: Platz schaffen für ...
potw1444-de — Bild der Woche
Scharlachrot und Rauch
3. November 2014: Diese rauchige schwarze Silhouette ist Teil einer großen, dünnen Wolke von teilweise ionisiertem Wasserstoff – einer HII-Region – mit dem Namen Gum 15. In Weitwinkelaufnahmen erscheint dieser Nebel als auffallend rötlich-violetter Klumpen, gesprenkelt mit Sternen und durchzogen von lichtundurchlässigen, eingewebten Staubspuren. Dieses Bild zeigt eine der Staubspuren im zentralen Teil des Nebels. Diese dunklen Himmelsareale enthalten scheinbar nur wenige Sterne, da die Streifen aus staubigem Material das Licht des dahinterliegenden leuchtenden Gases verschlucken. Die einzelnen Sterne, die in den Flecken sichtbar sind, stehen tatsächlich zwischen uns und Gum 15 und erzeugen die Illusion, dass wir durch ein Fenster hinaus in den dahinterliegenden entfernten Himmel blicken. Gum 15 wird durch aggressive Winde geformt, die von Sternen aus und um den Nebel stammen. Die Wolke liegt nahe bei einigen großen Zusammenschlüssen von Sternen inklusive des Sternhaufens ESO 313-13. Vom hellsten Mitglied dieses Haufens mit dem Namen HD 74804 glaubt man, dass er ...
potw1443-de — Bild der Woche
Geleitet von einem Stern
27. Oktober 2014: Ein einzeler heller Laserstrahl schneidet durch den Nachthimmel. Er strahlt vom Hauptteleskop 4 des Very Large Telescope der ESO, das am Paranal-Observatorium in Chile beheimatet ist, nach oben. Die zwei Magellanschen Wolken sind links neben dem Strahl als schwache, verschwommene Flecken gegen den sternbedeckten Hintergrund zu sehen. Der besonders helle Stern rechts des Strahls ist Canopus, der zweithellste Stern am Nachthimmel nach Sirius. Wenn bodengebundene Teleskope Sterne beobachten, muss das Licht, das sie sammeln, durch die Schichten unserer Atmosphäre reisen. Alles was dort ist – Wasserdampf, Verschmutzungen und Turbulenzen, die den Stern funkeln lassen, resultieren auch in verschwommenen Bildern. Deshalb kommt eine Technik ins Spiel, die man Adaptive Optik nennt. Adaptive optische Systeme verwenden ausgeklügelte verformbare Spiegel, um den negativen Effekten unserer Atmosphäre entgegenzuwirken. Der Laserstrahl leuchtet hoch in den Himmel und projiziert einen künstlichen Stern in ungefähr 90 km Höhe. Astronomen können dann messen, wie dieser unechte Stern mit ...
potw1442-de — Bild der Woche
Tag der offenen Tür 2014
20. Oktober 2014: Dieses Foto vom Tag der offenen Tür 2014 zeigt Kinder und Erwachsene, wie sie den Abenteuern des kosmischen Gesteinsbrockens Pedro zuhören. Dies war eine der sechzehn Aktivitäten, als am ESO-Hauptsitz in Garching am 11. Oktober 2014 die Türen für die Öffentlichkeit geöffnet wurden. Zusammen mit den weiteren Einrichtungen des Fiorschungscampus in Garching lud die ESO Besucher ein, aus erster Hand die Arbeit der weltweit führenden bodengebundenen Astronomieorganisation kennenzulernen. Bevor die Türen sich ab 11:00 Uhr öffneten, warteten die Besucher außerhalb, um wissbegierig das neue Hauptsitzgebäude und die wichtigsten Aktivitäten kennenzulernen. Insgesamt nahmen 3300 Besucher die Chance wahr, ihre Fragen durch erfahrene Astronomen beantworten zu lassen, an Live-Experimenten teilzunehmen, an geführten Rundgängen durch das neue Bürogebäude und die technischen Einrichtungen teilzunehmen, Vorträgen über aktuelle astronomische Forschung zuzuhören und sogar an Live-Interviews mit Astronomen in der chilenischen Atacama Wüste teilzunehmen. Weiterhin waren in den Aktivitäten des diesjährigen Tags der offenen Tür Vorstellungen ...
potw1441-de — Bild der Woche
Galaktische Chromodynamik
13. Oktober 2014: Dieses farbenfrohe Bild erinnert an ein abstraktes Gemälde oder vielleicht einem zeitgenössischen Buntglas-Fenster. Es handelt sich jedoch um einen ungewöhnlichen Blick auf eine Galaxie, der mit dem neuen MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde. Farben sind in astronomischen Bildern häufig mit der realen Farbe eines Objekts verknüpft. In diesem Bild stellen die Farben jedoch die Bewegung der Sterne der gigantischen elliptischen Galaxie Messier 87 dar — eine der hellsten Galaxien im Virgohaufen, der etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Rot symbolisiert in diesem Bild einen Bildbereich, in dem sich die Sterne im Durchschnitt von uns entfernen während blau für näher kommende Bereiche steht; gelb und grün liegen dazwischen. Diese neue MUSE-Karte von Messier 87 zeigt diese Trends deutlicher als jemals zuvor. Man sieht eine langsame Rotation des massereichen Objekts — der obere linke Teil (in blau) kommt auf uns zu und der untere rechte Abschnitt (in rot) entfernt sich. Außerdem sind ...
potw1440-de — Bild der Woche
Kinder bauen einen E-ELT-Spiegel
6. Oktober 2014: Dieses Luftbild zeigt ein Modell des Hauptspiegels des European Extremely Large Telescope im Maßstab 1:1, der nahe der Sternwarte Asiago in der Nähe von Asiago in Italien zusammengesetzt wurde. Das 1942 gegründete Observatorium erscheint zwergenhaft gegenüber dem gigantischen E-ELT Spiegel… und tatsächlich könnte man das gesamte Asiago-Gebäude in den Grundriss des E-ELT-Spiegels einpassen und hätte trotzdem keine Raumnot. Entlang des Randes des nachgebauten Modell-Spiegels stehen Kinder, die freiwillig an der Aufgabe teilnahmen, die 800 Karton-Sechsecke von 1.4 Metern Durchmesser zusammenzusetzen, die für den Nachbau des 39 Meter durchmessenden E-ELT-Spiegels gebraucht wurden.
potw1439-de — Bild der Woche
Ein Emu am Himmel über dem Paranal
29. September 2014: Auf der Spitze des Cerro Paranal hoch über der Atacama Wüste in Chile sitzend, aalen sich zwei der Einheiten des Very Large Telescope im Sternenlicht und beobachten dabei die Milchstrasse, die sich wie eine Brücke über das Paranal-Observatorium der ESO hinzieht. Auf diesem Bild kann man einige interessante Objekte sehen: Zu den auffälligsten überhaupt gehören die beiden Magellanschen Wolken — die kleine (engl. Small Magellanic Cloud, kurz SMC) und eine grosse ( Large Magellanic Cloud, kurz LMC) – die hell zwischen den beiden Teleskopen erscheinen. Im Kontrast dazu kann man den dunklen Kohlensack-Nebel als ein die Milchstrasse verfinsternder Fleck sehen. Er gleicht einem gigantischen kosmischen Fingerabdruck über dem Teleskop auf der linken Seite. Die Magellanschen Wolken liegen beide innerhalb der Lokalen Gruppe von Galaxien, die unsere Galaxis, die Milchstrasse, einschliessen. Die Grosse Magellanische Wolke liegt in einer Entfernung von 163.000 Lichtjahren und die kleine Magellanische Wolke in 200.000 Lichtjahren. Im ...
potw1438-de — Bild der Woche
Schwindelerregende Sternspuren über SEST
22. September 2014: Das 15 Meter im Durchmesser große Swedish–ESO Submillimetre Telescope (SEST) wurde 1987 gebaut und blieb am La Silla-Observatorium der ESO in Chile im Dienst, bis es 2003 ausser Betrieb genommen wurde. Zum Zeitpunkt der Konstruktion war SEST das einzige Radioteleskop auf der Südhalbkugel, das gebaut worden war um das Submillimeter-Universum zu beobachten, und es ebnete den Weg für spätere Teleskope wie das Atacama Pathfinder Experiment (APEX), und das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), die beide auf der Chajnantor-Ebene stehen. Auf diesem Bild sehen wir einen Nachthimmel voller Strichspuren als Resultat der Langzeitbelichtung der Kamera. Das Sternlicht wird von der riesigen Parabolantenne in zahlreichen verschiedenen Winkeln zur Kamera reflektiert. Im Hintergrund steht das 3,6-Meter Teleskop der ESO in seiner Kuppel, und beobachtet schweigend den Kosmos. Dieses schwindelerregende Bild von SESTauf La Silla wurde von ESO-Fotobotschafter José Joaquín Pérez aufgenommen.  Links Bilder, die mit dem Swedish–ESO Submillimetre Telescope aufgenommen wurden Bilder, die ...
potw1437-de — Bild der Woche
Morgenlicht über La Silla
15. September 2014: Hier sehen wir das La Silla-Observatorium der ESO mit der Milchstrasse im Hintergrund. Das in den 1960ern gegründete La Silla war das erste Observatorium der ESO, das in Chile gebaut wurde. Auf dem Hügel im Zentrum des Bildes ist das rechteckige New Technology Telescope (NTT) auf der linken Seite zu sehen und das 3,6-Meter-Teleskop der ESO mit Kuppel zur Rechten. Das NTT mit seinen 3,58 Metern Durchmesser wurde im Jahre 1989 eingeweiht und hatte als erstes Teleskop der Welt einen computergesteuerten Hauptspiegel. Der Spiegel ist flexibel und seine Form wird aktiv nachjustiert, um optimale Bildqualität während der Beobachtungen zu bewahren. Diese Technologie, die Aktive Optik genannt wird, wird heute bei allen größeren modernen Teleskopen angewandt – darin eingeschlossen sind das Very Large Telescope auf dem Cerro Paranal und das zukünftige European Extremely Large Telescope. La Silla beherbergt noch einige andere Teleskope, einschließlich des Swedish ESO Submillimetre Telescope (SEST) und des ...
potw1436-de — Bild der Woche
Das VLT verfolgt Rosettas Komet
8. September 2014: Der helle, neblige Fleck im Zentrum dieses Bildes ist der Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko, oder kurz 67P/C-G. Dies ist nicht nur irgendein Komet: Er ist das Ziel für die Raumsonde Rosetta der ESA, die sich gegenwärtig tief innerhalb der Koma des Kometen und weniger als 100 km von seinem Kern befindet [1]. Weil Rosetta so nahe am Kometen ist, bietet die Beobachtung vom Boden die einzige Möglichkeit, die Gesamtheit von 67 P/C-G zu beobachten. Dieses Bild wurde am 11. August 2014 mit einem der 8-Meter-Teleskope des Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile aufgenommen. 40 Einzelbelichtungen, von denen jede 50 Sekunden lang dauerte, wurden dazu überlagert und die Hintergrundsterne wurden entfernt, um die optimale Sicht auf den Kometen zu erreichen. Rosetta selbst ist innerhalb des zentralen Pixels dieses Bildes enthalten und ist viel zu klein, um aufgelöst zu werden. Das VLT setzt sich aus vier Hauptteleskopen zusammen, die zusammenarbeiten können oder ...
potw1435-de — Bild der Woche
Psychedelische Himmelserscheinungen
1. September 2014: Dieses abgedreht und bewußtseinserweiternd wirkende Foto zeigt eine Beobachtungsnacht des nördlichen Himmelspols an der Allgäuer Volkssternwarte in Ottobeuren. Hier ist der 0,6-Meter Cassegrain-Reflektor abgebildet, der 1996 eingebaut wurde. Der helle gelbe Laserstrahl, der sich in dieser Langzeitbelichtung über dem Himmel aufzufächern scheint, ist der Wendelstein-Laserleitstern der ESO, der an diesem Ort im Allgäu getestet wurde. Es handelt sich dabei um eine kleinere Version des Laserleitsterns der auf dem Paranal in Chile am Very Large Telescope installiert worden ist. Laserleitsterne werden verwendet, um einen hellen Fleck am Himmel zu erzeugen, der als künstlicher Referenzstern genutzt werden kann, welcher es den Astronomen erlaubt, zu messen, wie die wirklichen Sterne verschwimmen oder flimmern, so wie man es normalerweise vom Erdboden aus sieht. Die Messungen werden dann verwendet, um dieses Verschwimmen zu korrigieren und ermöglichen die Aufnahme schärferer Bilder in einem Prozess der Adaptive Optik genannt wird. Links Allgäuer Volkssternwarte in Ottobeuren Cassegrain-Reflektor
potw1434-de — Bild der Woche
Sternenschauer in der Wüste
25. August 2014: In der chilenischen Atacamawüste regnet es nur selten. Lediglich einmal alle paar Jahre regnet oder schneit es am La Silla-Observatorium der ESO, was im Allgemeinen von abnormal warmem Wetter wie beispielsweise bei einem El Niño-Ereignis begleitet wird. Die Wüste ist eine der trockensten Orte der Erde, wodurch sie für die Beobachtung des Nachthimmels besonders geeignet ist. Obwohl es dort nur sehr wenig realen Regen gibt, können fotografische Tricks die Sterne als Regen auf die umgebenden Berge darstellen. Dies ist auch in diesem Bild der Fall, das am 21. Mai 2013 von Diana Juncher, einer Astronomiedoktorandin am Niels Bohr-Institut in Dänemark aufgenommen wurde. Juncher war im Mai 2013 für zwei Wochen am La Silla-Observatorium und hat im Rahmen ihrer Forschungsarbeit Exoplaneten in Richtung des Zentrums unserer Galaxis beobachtet. Während ihres Aufenthalts hat sie dieses Strichsspurfoto nur 20 Meter entfernt vom dänischen 1,54-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO aufgenommen. Solche Strichspuraufnahmen werden mit einer Langzeitaufnahme erstellt, um die ...
potw1433-de — Bild der Woche
Ein Himmel wie gemalt über La Silla
18. August 2014: Ein dünner Schleier weißer Wolken erstreckt sich in diesem Foto, das am 11. Juni 2012 von Astronom Alan Fitzsimmons aufgenommen wurde, über dem Himmel am La Silla-Observatorium der ESO. Die trockene, öde Umgebung mit gelegentlich starken Windböen ist vielleicht nicht die geeignetste Stelle, um hier sesshaft zu werden, es ist jedoch der ideale Ort für Teleskope. Die trockenen, dürren Bedingungen helfen Astronomen dabei den üblichen Beobachtungsproblemen wie atmosphärische Störungen, Lichtverschmutzung, Feuchtigkeit und (am häufigsten!) Wolken zu entgehen, wodurch eine klarere Sicht auf den Kosmos möglich wird. Auch an einem solchen, seltenen Tag mit Wolken am Himmel wurde der Himmel bis zum Anbruch der Nacht klar und die Beobachtungen konnten wie gewohnt durchgeführt werden. Die Teleskope auf La Silla – hierzu gehören auch zwei große Teleskope, die von der ESO betrieben werden: das 3,6-Meter-Teleskop der ESO und das New Technology Telescope (NTT) – sind mit den modernsten Instrumenten ausgestattet, die dazu dienen das volle Potential der einzigartigen ...
potw1432-de — Bild der Woche
Neue Wege zum Armazones
11. August 2014: Derzeit sind drei Observatorien der ESO in der chilenischen Atacamawüste beheimatet: La Silla, Paranal und Chajnantor. Im Hintergrund dieses Bildes ist das Paranal-Observatorium, das Aushängeschild der ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) zu sehen. In den kommenden Jahren wird dieses Trio durch ein viertes Observatorium am Cerro Armazones erweitert, dem zukünftigen Standort des European Extremely Large Telescope (E-ELT). Mit einem Spiegeldurchmesser von 39 Metern Durchmesser wird es nach der Fertigstellung, die für 2024 geplant ist, das größte optische Teleskop der Welt sein. Der Cerro Armazones ist aktuell nur über eine unbefestigte Straße mit dem Paranal verbunden. Wie auf dem Bild zu sehen ist, wird hieran jedoch bereits gearbeitet. Die chilenische Firma ICAFAL Ingeniería y Construcción S.A. (ICAFAL) hat im März mit dem Bau einer neuen 7 Meter breiten Asphaltstraße begonnen (ann14019), was etwa 16 Monate dauern wird. Neben dem Bau der neuen Straße wird ICAFAL auch die Spitze des Cerro Armazones einebnen, um ...
potw1431-de — Bild der Woche
Auf der Suche nach den Ursprüngen des Universums
4. August 2014: Auf einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Chajnantor-Plateau in Chile sind die Antennenschüsseln des ALMA-Observatoriums in Richtung Himmel ausgerichtet und durchsuchen das Universum nach Hinweisen auf unsere kosmischen Ursprünge. Das Plateau beherbergt eines der höchstgelegenen Observatorien weltweit. Unter den tausenden von Sternen sind auf der rechten Seite des Bildes die kleine und große Magellansche Wolke als leuchtende Flecken am Himmel zu erkennen. Bei diesen wolkenartigen Objekten handelt es sich um Galaxien — zwei der zu unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, am nächsten gelegenen galaktischen Nachbarn. Das Hauptziel von ALMA ist es, die kältesten und ältesten Objekte des Kosmos zu beobachten, die man auch als „kaltes Universum“ bezeichnet. Die Anlage misst emittierte Strahlung mit Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich, die im elektromagnetischen Spektrum zwischen infrarotem Licht und Radiowellen angesiedelt ist. 66 mobile Antennenschüsseln können am Standort von ALMA so bewegt und konfiguriert werden, dass sie die Anforderungen der Wissenschaftler erfüllen, wodurch ...
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