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Bild der Woche

4. Juni 2012

Elektronische Datenverarbeitung bei der ESO im Wandel der Zeiten – der erstaunliche Fortschritt von Technologie

Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben.

Unser Fotovergleich zeigt diesen Monat wie die Computerleistung bei der ESO über die Jahre dramatisch angestiegen ist. Beide Fotos zeigen den österreichischen Astronomen Rudi Albrecht vor Computersystemen der ESO, aber zu Zeitpunkten, die Jahrzehnte auseinanderliegen

Im historischen Bild, aufgenommen im Jahr 1974 im ESO-Gebäude in Santiago de Chile, können wir Albrecht mit einem Stift in der Hand und beim Studium von Code vor einem Fernschreiber sehen. Er arbeitete damals an einer Software für den Spektralscanner am 1-Meter-Teleskop der ESO [1] am La Silla-Observatorium. Die Daten wurden in Santiago auf einem Hewlett Packard 2116 Minicomputer verarbeitet, der hinter dem Drucker zu sehen ist. Der massige Computer mit einem Einzelprozessor und atemberaubenden 16 Kilobyte an Magnetkernspeicher(!) speichert das Resultat zur Weiterverarbeitung für die Gast-Astronomen an ihren Heimatinstituten auf Magnetband. Um Dateigrößen auf dem Magnetband zu handhaben, die größer als der verfügbare Speicher waren, entwickelte Albrecht ein virtuelles Speichersystem, das er dem Hewlett Packard Software Center spendete.

Das heutige Foto zeigt Albrecht im Datenzentrum des ESO-Hauptsitzes in Garching bei München, das die Daten von ESO-Teleskopen archiviert und verteilt. Er steht vor einem Computer-Rack mit einem System von 40 Prozessorkernen, 138 Terabyte Speicherkapazität und 83 Gigabytes Hauptspeicher – über 5 Millionenmal mehr als in der Maschine, die er 1974 benutzt hatte. Sogar das Tablet, das er in der Hand hält, übertrifft die alte Maschine und bietet eine moderne Alternative für Papier und Bleistift.

Über die Jahre haben sich die Computersysteme der ESO weiterentwickelt, um die Flut von wissenschaftlichen Daten von den Observatoriumsteleskopen zu bewältigen. Fortschritte bei den Teleskopen, den Detektoren und der Computertechnologie bedeuten, dass Observatorien nun massenhaft Bilder, Spektren und Katalogdaten produzieren. Zum Beispiel produzieren die beiden Durchmusterungsteleskope am Paranal, das VST und VISTA, gemeinsam über 100 Terabytes an Daten pro Jahr. Das ist ein weiter Weg von den Tagen mit Magnetbändern und 16 Kilobyte Speicher!

Endnote

[1] Das 1-Meter-Teleskop wurde 1994 stillgelegt.


28. Mai 2012

Die südliche Milchstraße über ALMA

ESO-Fotobotschafter Babak Tafreshi hat dieses bemerkenswerte Bild der Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) vor der Kulisse der prächtigen Milchstraße aufgenommen. Die Detailfülle in diesem Foto bestätigt die unübertroffenen Beobachtungsbedingungen für die Astronomie auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau in Chiles Atacama-Region.

Die Aufnahme zeigt die Sternbilder Carina (der Schiffskiel) und Vela (das Segel). Die dunklen, schmalen Staubwolken der Milchstraße erstrecken sich von der Mitte links oben zur Mitte rechts unten. Der helle, orangefarbene Stern links oben ist Suhail im Sternbild Vela, der ähnlich orange gefärbte Stern in der oberen Bildmitte ist Avior im Sternbild Carina. Nahe dieser Sterne formen drei blaue Sterne ein „L“: die zwei linken davon gehören zum Segel, der rechte zum Schiffskiel. Genau in der Bildmitte zwischen diesen Sternen leuchtet der rosafarbene Carinanebel (eso1208).

Als europäischer Partner von ALMA steuert die ESO 25 der 66 Antennen bei, aus denen das Teleskop bestehen wird, wenn es fertiggestellt ist. Die zwei Antennen, die am dichtesten zur Kamera stehen - der aufmerksame Betrachter kann darauf die Bezeichnungen „DA-43“ und „DA-41“ erkennen - sind Beispiele für die europäischen Antennen. Der Aufbau der kompletten ALMA- Antennenanlage wird 2013 abgeschlossen sein, aber das Teleskop arbeitet bereits jetzt mit einem Teil des Anennenfeldes.

Babak Tafreshi ist Initiator des Projekts The World at Night, einem Programm zur Gestaltung und Ausstellung atemberaubender Fotografien und Zeitrafferaufnahmen der weltweit schönsten und historischen Stätten vor nächtlicher Kulisse von Sternen, Planeten und Himmelsereignissen.  

ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.


21. Mai 2012

Eisige Zacken im Mondlicht auf Chajnantor

Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, hat ein ausgefallenes Phänomen auf dem Chajnantor-Plateau aufgenommen, dem Standort für das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA).

Diese bizarren Eis- und Schneeformationen nennt man auch Büßereis (spanisch penitentes). Sie werden durch das Licht des Mondes beleuchtet, der rechts im Bild zu sehen ist. Auf der linken Seite und höher am Himmel können die Kleine und Große Magellansche Wolke gerade eben noch erkannt werden, während weiter links nahe am Horizont das rötliche Leuchten des Carinanebels auftaucht.

Die Zacken sind natürliche Wunderwerke in großen Höhen, so wie hier in den Chilenischen Anden, wo man sie typischerweise in Höhen ab 4000 Meter über dem Meeresspiegel findet. Es handelt sich um spitze Nadeln und Plättchen aus verhärtetem Schnee, die sich oft in Haufen ansammeln und mit den flächigen Seiten zur Sonne zeigen. Sie erreichen Höhen von einigen Zentimetern (nicht unähnlich Grasflächen) – bis hin zu 5 Metern – und erzeugen damit den Eindruck eines verschneiten Waldes mitten in der Wüste.

Die genauen Details zur Formbildung der Nadeln sind teilweise immer noch unverstanden. Für viele Jahre glaubten die Menschen der Anden, dass das Büßereis das Resultat der häufigen starken Winde in den Bergketten der Anden sind. Allerdings geht man heute davon aus, dass sie ein Produkt einer Kombination von verschiedenen physikalischen Phänomenen sind.

Der Entstehugnsprozess beginnt mit Sonnenlicht, das auf die Oberfläche des Schnees fällt. Wegen der Trockenheit in der Wüste sublimiert das Eis und schmilzt nicht – es geht vom festen Zustand ohne zu schmelzen und damit den flüssigen Zustand direkt in die gasförmige Phase über. Oberflächenmulden im Schnee reflektieren Licht und führen zu erhöhter Sublimation und tieferen Senken. Innerhalb der Senken sorgen erhöhte Temperatur und Feuchtigkeit für das Aufschmelzen. Diese positive Rückkopplung beschleunigt das Wachstum der charakteristischen Strukturen des Büßereises.

Die eisigen Kreaturen sind nach den stacheligen Kopfbedeckungen der Nazarenos benannt, Mitgliedern einer Bruderschaft, die an Osterprozessionen rund um die Welt teilnahmen. Es fällt nicht schwer sie als eisige Gruppe von Mönchen zu erkennen, die sich im Mondlicht versammeln.

Das Bild wurde am Rand der Straße zu ALMA aufgenommen. Das Observatorium, dass seine wissenschaftlichen Beobachtungen am 30 September 2011 begonnen hat, wird letztendlich aus 66 Präzisionsantennen bestehen, die wie ein einzelnes, großes Teleskop zusammenarbeiten.

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14. Mai 2012

Das VLT macht sich bereit für noch schärfere Bilder

Dieses Bild zeigt eines der Hauptteleskope (engl. Unit Telescope, UT) des Very Large Telescope wie es kürzlich im wahrsten Sinne des Wortes von Technikern der ESO „gefangengehalten” wurde. Es wurde temporär von einem Gerüst eingehüllt wie in einem Käfig, um die neue Adaptive Optics Facility (AOF) einzubauen. Dieses Projekt wird UT4 in ein Teleskop mit vollständig adaptiver Optik verwandeln. Die AOF wird den bildverschmierenden Einfluss der Erdatmosphäre korrigieren und den Instrumente HAWK-I und MUSE noch viel schärfere Bilder ermöglichen.

Viele neue Komponenten werden als Teilkomponenten der AOF eingebaut. Darunter ist auch der deformierbare Sekundärspiegel (DSM): ein hauchdünner Spiegel mit 1,1 Metern Durchmesser bei einer Dicke vor nur 2 Millimetern. Dieser Spiegel ist dünn genug, um durch mehr als eintausend Aktuatoren verformt zu werden und den Einfluss der atmosphärischen Verzerrungen auszugleichen. Der DSM ist bislang der größte jemals hergestellte deformierbare Spiegel (ann12015). Ein weiteres bedeutendes Bauteil sind das neue Laserleitsternsystem (die Four Laser Guide Star Facility, abgekürzt 4LGSF) – vier spezielle Teleskope senden dabei Laserstrahlen in die Hochatmosphäre um künstliche Sterne zu erzeugen [1] (ann12012). Schlussendlich sind die Optikmodule GRAAL und GALACSI für die Analyse des zurückkommenden Lichts des Laserleitsternsystems verantwortlich.

Das Bild zeigt einen ESO-Techniker bei der Funktionskontrolle an UT4. Um den vollen Zugriff zum Teleskop zu haben, wurde zeitweise die primäre Spiegelträgerzelle entfernt. Kabel und Leitungen wurden entfernt und durch neue Komponenten ersetzt. Befestigungsbügel wurden für die Installation des Gehäuses der 4LGSF-Elektronik und der Lichtkanonen hinzugefügt.

Endnote

[1] Das Laserleitsternsystem regt in 90 Kilometer Höhe eine Natriumschicht in der Atmosphäre zum Leuchten an und erzeugt so künstliche Sterne.


7. Mai 2012

Drei völlig verschiedene Teleskope auf La Silla

Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben.

Diese zwei Aufnahmen wurden auf dem höchsten Punkt von La Silla aufgenommen, einem Berg mit einer Höhe von 2400 Metern am Rande der chilenischen Atacama-Wüste. La Silla war die erste Observatoriumsanlage der ESO. Das historische Foto aus dem Jahr 1975 zeigt einige Lastwagen und andere Ausrüstungsgegenstände, die zum Bau der Kuppel des 3,6-Meter-Teleskopes der ESO benötigt wurden, das hinter dem Fotografen am Entstehen ist. Auf der linken Seite liegen die Wassertanks für die Anlage.

Auf der heutigen Aufnahme sind drei neue Teleskope hinzugekommen, die alle sehr unterschiedlich aussehen. Rechts von den Wassertanks steht das New Technology Telescope (NTT), das am 23. März 1989 sein „First Light“ hatte. Dieses 3,58-Meter-Instrument hatte als erstes Teleskop einen computergesteuerten Hauptspiegel, der zur Optimierung der Bildqualität verformt werden konnte. Sein achteckiger Schutzbau stellt einen weiteren technologischen Durchbruch dar: Die Belüftung wird durch ein System von Klappen geregelt, wodurch die durchströmende Luft gleichmäßig über den Spiegel streicht und damit Turbulenzen vermieden werden, was wiederum zu schärferen Bildern führt.

Rechts vom NTT steht das schweizerische 1,2-Meter-Leonhard-Euler-Teleskop, das einen traditionelleren Schutzbau hat. Es wird vom Observatoire de Genève der Universität Genf in der Schweiz betrieben und sah sein erstes Licht am 12. April 1998. Es wird zur Suche von Exoplanten am südlichen Himmel genutzt, mit der Erstentdeckung eines Planeten um den Stern Gliese 86 (siehe auch eso9855). Mit dem Teleskop werden auch veränderliche Sterne, Gammastrahlenausbrüche und Aktive Galaktische Kerne untersucht.

Im Vordergrund auf der rechten Seite steht ein Gebäude mit dem Spitznamen „der Sarkophag“. Es beherbergt TAROT (Télescope à Action Rapide pour les Objects Transitoires, ein Teleskop mit schneller Reaktionszeit für kurzlebige Objekte), das seine Arbeit auf La Silla am 15 September 2006 aufgenommen hat. Dieses schnell bewegliche, relativ kleine 25-Zentimeter-Teleskop reagiert extrem schnell auf Satellitenmeldungen von Gammmastrahlenausbrüchen, um die genauen Positionen dieser dramatischen aber flüchtigen Vorgänge zu erfassen. Die Beobachtung dieser kosmischen Explosionen ermöglicht den Astronomen die Erforschung der Bildung Schwarzer Löcher und der Entwicklung von Sternen im frühen Universum. TAROT wird durch ein Konsortium betrieben, das von Michel Boër am Observatoire de Haute Provence in Frankreich geleitet wird.

Das NTT wird von der ESO betrieben, während das Leonhard-Euler-Teleskop und TAROT zu den nationalen und Projekt-Teleskopen auf La Silla gehören. Selbst heute, über 40 Jahre nach seiner Einweihung, steht La Silla in der Astronomie nach wie vor ganz vorn.

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30. April 2012

Sonne, Mond und Teleskope über der Wüste

Die fremdartige Schönheit von Chiles Atacama-Wüste, der Heimat des Very Large Telescopes (VLT) der ESO, erstreckt sich in diesem Panorama bis zum Horizont. Auf dem Cerro Paranal, dem höchsten Gipfel im Zentrum des Bildes, erkennt man die vier gewaltigen Hauptteleskope des VLTs, jedes mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 8,2 Metern. Auf dem Gipfel links vom Cerro Paranal steht das VISTA-Durchmusterungsteleskop. Dieses 4,1-Meter-Teleskop durchkämmt in breiten Streifen den Himmel und sucht interessante Ziele, die das VLT und andere Teleskope am Boden und im Weltraum im Detail beobachten können.

Diese Region bietet mit die besten Bedingungen zur Beobachtung des Nachthimmels auf unserem Planeten. Auf der rechten Seite dieses 360°-Panoramas geht die Sonne über dem Pazifischen Ozean unter und wirft lange Schatten über die Gebirgsszenerie. Auf der linken Seite leuchtet der Mond am Himmel. Bald werden die nächtlichen Beobachtungen beginnen.

Dieses wundervolle Panorama wurde vom ESO-Fotobotschafter Serge Brunier aufgenommen. Es ist eines der vielen Ehrfurcht erweckenden Bilder, in denen er die Observatorien der ESO, ihre wunderschönen Standorte und die Pracht des Himmels über ihnen zeigt.

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23. April 2012

Der Mond und das Band der Milchstrasse

Der ESO Fotobotschafter Stéphane Guisard nahm dieses erstaunliche Panorama bei ALMA-Anlage, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, in den chilenischen Anden auf. Das 5000 Meter hoch gelegene und extrem trockene Chajnantor-Plateau bietet den perfekten Ort für dieses hochmoderne Teleskop, das unser Universum bei Millimeter- und Submillimeterwellenlängen studieren wird.

Zahlreiche große Antennen dominieren das Zentrum des Bildes. Wenn ALMA fertiggestellt sein wird, wird es über 54 dieser Antennen mit 12 Metern Durchmesser verfügen. Über dem Antennenfeld spannt sich das Band der Milchstraße als strahlende Kulisse. Als das Bild aufgenommen wurde stand der Mond nahe dem Zentrum der Milchstraße am Himmel, dessen Licht die Antennen in ein unheimliches nächtliches Leuchten taucht. Die Große und die Kleine Magellansche Wolken, die größten Begleitgalaxien der Milchstraße, erscheinen links als zwei helle Flecken am Himmel. Ein besonders heller Streifen, verursacht von einem Meteor, leuchtet nahe der Kleinen Magellanschen Wolke.

Rechterhand sind einige der kleineren 7-Meter-Antennen von ALMA zu sehen, zwölf davon bilden das Atacama Compact Array. Noch weiter rechts scheint das Licht vom Array Operations Technical Building. Und letztlich schimmert hinter dem Gebäude im Dunkeln der Gipfel des Cerro Chajnantor.

ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

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16. April 2012

APEX steht Wache auf Chajnantor

Das Atacama Pathfinder Experiment (APEX) blickt während einer klaren, mondlosen Nacht von Chajnantor aus in den Himmel, einem der höchstgelegenen und trockensten Observatoriumsstandorte der Welt. Astronomische Schätze füllen den Himmel über dem Teleskop, ein Testament der exzellenten Beobachtungsbedingungen an dieser Anlage in Chiles Atacama-Region.

Links im Bild leuchten die Sterne des hinteren Teils vom Sternbild Scorpius (der Skorpion). Der „Stachel“ des Skorpions wird durch die zwei hellen, nah beieinander stehenden Sterne dargestellt. Die Ebene der Milchstraße überspannt den Himmel mit einem Band schwach leuchtender Wolken.

Zwischen dem Skorpion und dem benachbarten Sternbild Sagittarius (der Schütze) auf der rechten Seite ist aufragend über der APEX-Antennenschüssel deutlich ein prächtiger Sternhaufen zu erkennen. Dies ist der offene Sternhaufen Messier 7, der auch unter dem Namen Ptolemäus-Sternhaufen bekannt ist. Unterhalb und leicht rechts von Messier 7 liegt Messier 6, der Schmetterlingshaufen. Weiter rechts, gerade oberhalb der Kante der Antennenschüssel, liegt eine helle Wolke, die wie ein heller Schmutzfleck aussieht. Dies ist der berühmte Lagunennebel (siehe eso0936 für eine Großaufnahme).

Mit einem Antennendurchmesser von 12 Metern ist APEX das größte Submillimeterteleskop auf der südlichen Hemisphäre mit einer einzelnen Teleskopschüssel. Wie der Name andeutet, dient es als Vorreiter für das größte Millimeter/submillimeter-Antennenfeld der Welt, das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), das im Jahr 2013 fertiggestellt wird (eso1137). APEX wird seinem Standort mit den 66 Antennen von ALMA auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau teilen. Das APEX-Teleskop basiert auf einer Prototypenantenne für das ALMA-Projekt und wird viele Ziele für ALMA, die dort mit größerem Detail untersucht werden, aufspüren.

Babak Tafreshi, einer der ESO-Fotobotschafter, nahm das Foto mit einem Teleobjektiv auf. Tafreshi ist der Gründer von The World at Night (TWAN), einem Programm, das sich der Aufnahme und Ausstellung überwältigender Fotografien und Zeitrafferaufnahmen der schönsten oder historischen Stätten weltweit als Kulisse für Sterne, Planeten und astronomische Ereignisse widmet.

Weitere Informationen

APEX ist ein Gemeinschaftsprojekt des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR), des Weltraumobservatoriums Onsala (Onsala Space Observatory OSO) und der ESO, die das teleskop betreibt.

ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

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9. April 2012

Chajnantor “rundherum” – ein 360°-Panorama

Obwohl der Cerro Chico die beachtliche Höhe von 5300 Meter über N.N. erreicht, ist er nur ein kleiner Berg in der majestätischen Landschaft des Andenplateaus. Gleichwohl steht der Name auf Spanisch für „kleiner Berg“. Dennoch bietet der Gipfel des Cerro Chico wegen seiner Lage auf dem Chajnantorplateau einen großartigen und relativ leicht erreichbaren Aussichtspunkt, von dem die überwältigende Ansicht genossen werden kann.

Das 360°-Panorama weist in der Mitte nach Nordosten, wo die höchsten Vulkane –die meisten mit Höhen über 5500 Metern – zu sehen sind. In der Mitte liegt der Cerro Chajnantor. Zur Rechten erkennt man das Atacama Pathfinder Experiment Telescope (APEX) mit dem dahinterliegenden Cerro Chascon. Weiter nach rechts in Richtung Südost ist das Chajnantorplateau vollständig sichtbar. Zusätzlich zum APEX Teleskop erkennt man ganz rechts drei Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA). Seit dieser Aufnahme sind viele weitere Antennen hinzugekommen.

Links vom Cerro Chajnantor steht der Cerro Toco. Weiter links im Nordwesten sieht man den markant konisch geformten Gipfel des Licancabur Vulkans.

Auf dem Chajnantorplateau auf 5000 Metern Höhe ist die Luft so dünn und trocken, dass sie scheinbar nie die Lungen zu füllen vermag. Dank dieser extremen Bedingungen kann die Millimeter- und Submillimeterstrahlung aus dem Rest unseres Universums durch die geringe verbleibende Atmosphärenschicht oberhalb der Instrumente passieren und mit den empfindlichen Teleskopen wie ALMA und APEX empfangen werden.

APEX ist ein Gemeinschaftsprojekt des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR), des Weltraumobservatoriums Onsala (Onsala Space Observatory OSO) und der ESO, die das Teleskop betreibt.

ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

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2. April 2012

La Silla, der erste Standort für die Teleskope der ESO – damals und heute

Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben.

Das historische Bild wurde 1970 von den La Silla-Unterkünften aus aufgenommen, die sich unterhalb der Teleskopkuppeln auf dem Berg befanden. Das Foto zeigt den Blick auf den höchsten Punkt des Berges auf der linken Seite. Die metallene Struktur nahe des Gipfels ist kein Teleskop, sondern ein Wassertank für die Anlage. Die weiße Kuppel in der Bildmitte gehört zum 1-Meter Schmidt-Teleskop der ESO, das seine Arbeit im Februar 1972 aufgenommen hat. Ganz rechts ist das ESO 1-Meter-Teleskop gerade noch über dem Felsgrat zu erkennen, links davon erkennt man das Grand Prism Objectif.

In der aktuellen Ansicht erkennt man noch immer die Unterkünfte, allerdings wurden in Laufe der Jahrzehnte weitere Gebäude hinzugebaut. Die deutlichste Veränderung ist am La Silla-Gipfel auf der linken Bildseite zu erkennen. Am höchsten Punkt steht das 3,6-Meter-Teleskop, das im November 1976 den Beobachtungsbetrieb aufgenommen hat und bis heute im Einsatz ist. Das 3,6-Meter-Teleskop ist mit HARPS, dem erfolgreichsten Instrument zur Exoplanetenjagd (sieheeso1134 und eso1214 für aktuelle Resultate) ausgerüstet. Der Bau des 3,6-Meter-Teleskops war bereits bei der Gründung der ESO vorgesehen. Es sollte die Krönung des La Silla-Observatoriums und sein größtes Teleskop werden, damals war es eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Die kleinere Kuppel vor dem 3,6-Meter-Teleskop ist das 1.4-Meter Coude Auxiliary Telescope, dase seinen größeren Nachbarn ergänzt.

Rechts vom 3,6-Meter-Teleskop steht das New Technology Telescope (NTT), erkennbar durch die eckige, metallene Kuppel. Das NTT, das im März 1989 mit dem Beobachtungsbetrieb aufnahm, war das weltweit erste Teleskop mit einem computergesteuerten Spiegel. Als Vorläufer für das Verry Large Telescope genutzt, um viele neue Technologien zu testen, die bei seinem Nachfolger zum Einsatz kamen.

Weitere neue Objekte in der aktuellen Auf sind der Aufnahme sind der Seminarraum unterhalb der Wassertanks und der Differential Image Motion Monitor (DIMM), der zur Messung des atmosphärischen Seeings benutzt wird und auf Stelzen zwischen dem Seminarraum und dem 1-Meter-Teleskop platziert ist.

Auch heute bleibt La Silla ein sehr aktives Observatorium, an dem viele Entdeckungen gemacht werden. Sowohl das NTT als auch das 3,6-Meter-Teleskop haben wichtige Daten, die zur Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums führten, zur Verfügung gestellt – einer Entdeckung, für die im Jahr 2011 der Nobelpreis der Physik vergeben wurde.

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26. März 2012

Wären Sie gerne hier?

Der französische Fotograf Serge Brunier – einer der Foto-Botschafter der ESO – hat dieses unvergleichliche 360°-Panorama der Chajnantor-Hochebene in der Atacama-Wüste aufgenommen, dort wo das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array gebaut wird.

Die Panorama-Projektion erzeugt eine leichte Verzerrung der ALMA-Antennen, gibt aber immer noch den Eindruck der Umgebung wieder, wenn man in der Mitte dieses eindrucksvollen Observatoriums stehen würde. Die 360°-Ansicht zeigt auch die völlige Isolation der Chajnantor-Hochebene; auf einer Höhe von 5000 Metern ist die Kulisse bis auf ein paar Berggipfel und Hügel karg.

Obwohl die Konstruktion eines so anspruchsvollen Teleskopes in einer derart abgelegenen und rauhen Umgebung eine Herausforderung darstellt, ist die extreme Höhenlage der perfekt für Submillimeter-Astronomie. Wasserdampf in der Erdatmosphäre absorbiert diese Strahlung, aber die Luft ist in großen Höhen wie auf der Chajnantor-Hochebene extrem trocken.

ALMA hat die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen am 30. September 2011 mit einem Teil des Antennenfeldes begonnen. Nach der Fertigstellung des Observatoriums werden die beeindruckenden fünfzig 12-Meter Antennen – wie auch das kleinere Feld von vier 12-Meter Antennen und zwölf 7-Meter Antennen, bezeichnet als Atacama Compact Array (ACA) – die abgelegene Landschaft etwas weniger karg erscheinen lassen. Zwischenzeitlich dokumentieren Fotografien wie diese den Entwicklungsfortschritt einer neuen Weltklasse von Teleskop-Anlagen.

ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

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19. März 2012

Das VLT auf „Löwenjagd“

Das Very Large Telescope hat ein weiteres Mitglied der Galaxiengruppe Leo I im Sternbild des Löwen „erbeutet“. Die Galaxie Messier 95 steht beeindruckend in fast senkrechter Ansicht und bietet einen idealen Blick auf ihre Spiralstruktur. Die Spiralarme formen einen fast perfekten Kreis um das galaktische Zentrum und sprießen dann wie eine Löwenmähne nach außen, ein Effekt auf den jeder Löwe stolz sein könnte.

Ein weiteres Charakteristikum von Messier 95, vielleicht sogar noch auffälliger, ist das leuchtend goldene Zentrum. Es enthält einen durch Kernprozesse geformten Ring von Sternen mit fast 2000 Lichtjahren Durchmesser, in dem große Anteile der galaktischen Sternbildung ablaufen. Dieses Phänomen tritt meistens in Balkenspiralgalaxien wie in Messier 95 oder unserer Heimatgalaxie, der Milchstrasse, auf.

In der Leo I-Gruppe wird Messier 95 durch ihre Schwestergalaxie Messier 96 überstrahlt. Messier 96 ist tatsächlich das hellste Mitglied der Gruppe und gibt – als „Führer des Rudels“ – mit Leo I den alternativen Namen für die M96 Gruppe. Gleichwohl zeigt auch Messier 95 ein spektakuläres Bild.


12. März 2012

Ein zarter Schleier von Schnee in der Atacama-Wüste

Die Kuppeln vom Very Large Telescope der ESO auf der Spitze des Cerro Paranal nehmen ein Bad im Sonnenlicht eines weiteren herrlichen wolkenlosen Tages. Aber etwas ist anders auf diesem Bild: Eine dünne Schneeschicht hat sich über die Wüstenlandschaft gelegt. Soetwas sieht man hier nicht jeden Tag. Eigentlich ist das genaue Gegenteil üblich, da die Atacama Wüste nahezu keinen Niederschlag kennt.

Mehrere Faktoren sind für die trockenen Bedingungen in der Atacama verantwortlich. Die Bergkette der Anden verhindert Regenfälle aus dem Osten und die chilenische Küstenregion aus dem Westen. Der kalte Humboldt-Strom im Pazifik erzeugt eine Inversionsschicht von kalter Luft, womit Regenwolken nicht entstehen können. Ein Hochdruckgebiet im südöstlichen Pazifik erzeugt rotierende Windfelder, die einen Antizyklon bilden. Auch dieser Mechanismus hilft dabei, die Atacama trocken zu halten. Dank all dieser Faktoren gilt die Region als der trockenste Ort auf dieser Erde!

Auf dem Paranal sind wenige Millimeter Niederschlagsmenge pro Jahr üblich, mit einer Luftfeuchtigkeit unter 10% und Temperaturen im Bereich von -8 bis 25°C. Die trockenen Bedingungen in der Atacama-Wüste waren für die ESO einer der hauptsächlichen Gründe auf dem Paranal das Very Large Telescope zu stationieren. Gelegentlich werden die trockenen Bedingungen von Schneefällen unterbrochen und produzieren ungewöhnliche Bilder von seltener Schönheit.

Das Bild wurde am 1. August 2011 von ESO-Foto-Botschafter Stéphane Guisard aufgenommen.

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5. März 2012

Ein Blick in die Vergangenheit – La Sillas Verwandlung im Laufe der Zeit

Die ESO wird in diesem Jahr 50 Jahre alt, und um dieses wichtige Jubiläum zu feiern, werfen wir einen Blick in unsere Vergangenheit. Während des gesamten Jahres wird einmal pro Monat ein spezielles „Damals und Heute“-Bild der Woche illustrieren, wie sich die Dinge auf La Silla, am Paranal-Observatorium, in den ESO-Büros in Santiago de Chile und am Hauptsitz der ESO in Garching bei München über die Jahrzehnte verändert haben.

Hier sieht man zwei Aufnahmen von La Silla vom Juni 1968 und aus der heutigen Zeit, die in der Nähe der beiden Wassertanks des Observatoriums aufgenommen wurden und den Rest der Anlage zeigen. Die Veränderungen kann man leicht sichtbar machen, wenn man mit der Maus die Trennlinie im Bild verschiebt.

Im Vordergrund des historischen Bildes erkennt man die provisorische Wohnsiedlung, im Hintergrund folgen von links nach rechts drei Teleskope: das Grand Prism Objectif, das 1-Meter-Teleskop und 1,5-Meter-Teleskop der ESO. Alle hatten 1968 Ihr „erstes Licht“ oder First Light“. Diese drei Teleskope waren die ersten auf La Silla. Die weiße Kuppel, die am dichtesten am Betrachter liegt, gehört zum 1-Meter-Schmidteleskop der ESO, das 1971 seine ersten Beobachtungen durchgeführt hat.

Heute sind alle vier Kuppeln noch vorhanden, der Betrieb der ersten drei Teleskope wurde aber mittlerweile eingestellt. Das 1-Meter-Schmidteleskop ist noch in Betrieb, es wird mittlerweile ausschließlich für den QUEST Variable Survey (siehe Bild der Woche potw1201a) genutzt.

Auf dem aktuellen Bild sind zwei neue Teleskope sichtbar. Die silberne Kuppel gehört zumMPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop, das seit Anfang 1984 als Dauerleihgabe der Max-Planck-Gesellschaft an die ESO in Betrieb ist. Links im Hintergrund befindet sich das dänische 1,54-Meter-Teleskop, das seit 1979 in Betrieb ist, eines von mehreren nationalen Teleskopen auf La Silla.

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27. Februar 2012

Ein Teleskop nimmt Fahrt auf

Die dynamische Bewegung vom Very Large Telescope der  ESO ist in dieser ungewöhnlichen Aufnahme wiedergegeben, die kurz nach Sonnenuntergang beim „Arbeitsbegin“ des Hauptteleskopes 1 belichtet wurde. Mit einer Belichtungszeit von 26 Sekunden konnte ESO-Fotobotschafter Gerhard Hüdepohl die Bewegung des Schutzbaus durch die freie Öffnung nach außen blickend einfangen, während das System in Aktion ist. Der rotierende Schutzbau ähnelt einem himmlischen Wirbel, der durch die Rotation immer neue Ansichten auf die Atacamawüste freigibt. Die anbrechende Dämmerung trägt einem Spritzer Blau bei.

Das im Zentrum sichtbare Teleskop hat einen Spiegel mit 8,2 Metern Durchmesser, der entwickelt wurde, um Licht aus den fernsten Regionen unseres Universums zu sammeln. Der Schutzbau ist ein weiteres technisches Wunderwerk, seine Bewegung findet mit extremer Präzision statt. Seine  Aufgabe ist auch die präzise Kontrolle der Temperatur, damit warme Luft nicht zu Beobachtungunterbrechungen führt.

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13. Februar 2012

Zum Valentinstag: Das Herz der Milchstraße

Viele Menschen lieben die Astronomie – und angesichts des bevorstehenden Valentinstags zeigt uns Julien Girard mit dieser Aufnahme, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes von Herzen kommt. Ein helles, pinkes Symbol der Liebe scheint darauf vor dem Hintergrund des Nachthimmels am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles. Girard zeichnete das Herz während der 25-sekündigen Belichtung, während der die Kamera auf einem Stativ befestigt war, mit einer kleinen Taschenlampe in die Luft, die er an seinem Schlüsselband hatte.

Die Milchstraße erstreckt sich über das gesamte Bild, und im Inneren des Herzens steht das Zentrum der Galaxis. Die Sterne des Sternbilds Corona Australis (die südliche Krone) bilden einen Bogen aus funkelnden Juwelen über dem linken Teil des Herzes. Das diffuse Leuchten links von der Spitze des Herzes ist das Zodiakallicht, das durch Sonnenlicht verursacht wird, das von Staubteilchen in der Ebene unseres Sonnensystems gestreut wird.

Rechts unten am Horizont sieht man die Silhouetten der 8,2-Meter-Teleskope des Very Large Telescope (VLT) der ESOauf dem Gipfel des Cerro Paranal. Die Lichter eines Autos, das von der Observatoriumsplattform zurückfährt, sind links neben den Teleskopen zu sehen.

Julien Girard ist Astronom bei der ESO in Chile und arbeitet am VLT. Er ist verantwortlich für das  NACO-Instrument mit adaptiver Optik an Hauptteleskop Nr. 4. Dieses Foto hat er bei der "Your ESO Pictures"-Flickrgruppe eingereicht, wo es für das Bild der Woche ausgewählt wurde.

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30. Januar 2012

Ein Schatten bei Sonnenaufgang

Auf dieser Aufnahme vom 13. Juli 2011 von ESO-Fotobotschafter Gianluca Lombardi geht die Sonne gerade auf und lässt die chilenische Atacamawüste in einem vertrauten, warmen Rotton aufleuchten. Das Bild zeigt zusätzlich aber noch etwas Ungewöhnliches: ein dunkler Schatten scheint am Horizont zu lauern.

Lombardi nahm das Bild vom Cerro Armazones aus mit Blick in Richtung Westen auf. Der Armazones wird die Heimat des zukünftigen größten Teleskops der Welt für das sichtbare Licht sein: dem European Extremely Large Telescope (E-ELT). Die Sonne ging genau in Lombardis Rücken auf, so dass der 3060 Meter hohe Berg einen Schatten auf die Erdatmosphäre in der Ferne wirft. Dieser Schatten reicht bis weit über die die weite Wüstenlandschaft und den Horizont auf der linken Seite des Bildes hinaus.

Der helle Gipfel aus der rechten Seite des Bildes ist der Cerro Paranal mit einer Höhe von 2600 Metern. Er ist nur 20 Kilometer Luftlinie vom Cerro Armazones entfernt und beherbergt das Very Large Telescope der ESO. Beide Standorte haben außergewöhnlich gute Beobachtungsbedingungen. Rechts vom Paranal auf dem benachbarten Berggipfel befindet sich das VISTA-Durchmusterungsteleskop. Links vom paranal am Horizont liegt das Basislager des Observatoriums und die Residencia.

Die helle Straße, die man in der unteren linken Bildecke erkennen kann, führt zum Gipfel des Cerro Armazones.

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23. Januar 2012

Eine Balkenspirale wirbelt am Nachthimmel

Dieses Bild zeigt das quirlige Aussehen der Galaxie NGC 2217, die sich im Sternbild Canis Major (der Große Hund) befindet. In der Mitte dieser Galaxie befindet sich ein ausgeprägter Balken aus Sternen, umgeben von einem ovalen Ring. Weiter außen bilden mehrere eng gewundene Spiralarme einen nahezu kreisförmigen Ring um die Galaxie. NGC 2217 ist daher als Balkenspirale klassifiziert. Ihre kreisförmige Erscheinung deutet darauf hin, dass wir praktisch von oben auf sie schauen.

Die äußeren Spiralarme haben eine bläuliche Farbe, ein Zeichen für die Existenz heißer, leuchtkräftiger junger Sterne, die in Wolken insterstellaren Gases geboren werden. Die zentrale Verdickung und der Balken erscheinen durch das Vorhandensein von älteren Sternen gelblicher. Dunkle Streifen hier und da die Spiralarme und die zentrale Verdickung, dabei handelt es sich um Filamente aus kosmischem Staub, die einen Teil des Lichts der Sterne abdunkeln.

Man geht davon aus, dass die meisten Spiralgalaxien in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft – inklusive unserer Milchstraße selber – einen irgendwie gearteten Balken aufweisen, und dass diese Strukturen eine wichtige Rolle in der Entwicklung einer Galaxie spielen. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass Gas in Richtung auf das Zentrum der Galaxie gelenkt wird und helfen so dabei, ein eventuell vorhandenes zentrales Schwarzes Loch zu füttern oder neue Sterne zu bilden.


16. Januar 2012

ALMAs gigantische Antennenschüsseln

Dieses Bild zeigt drei der Antennenschüsseln für das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) zusammen mit Arbeitern vor Ort. So erhält man einen Eindruck von der Größe der gigantischen Antennen, deren Schüsseln mit einem Durchmesser von 12 Metern etwa sieben mal so groß sind wie der Durchschnittsmensch. Wenn ALMA fertiggestellt ist, wird die Anlage aus 66 Präzisionsantennen bestehen, von denen 54 die Größe der hier gezeigten Exemplare haben werden. Zwölf weitere werden etwas kompakter sein und einen Durchmesser von sieben Metern haben. Das gelbe 28-rädrige Transportfahrzeug, das die 100 Tonnen schweren Antennen problemlos tragen kann, ist ebenfalls entsprechend groß ausgeführt.

Dieses Foto wurde im Juli 2011 an der 2900 Meter hoch gelegenen ALMA Operations Support Facility am Fuße der chilenischen Anden aufgenommen, wo die Antennen zusammengebaut und getestet werden. Auf der linken Seite sieht man eine der europäischen ALMA-Antennenschüsseln, sie ist auf den Boden gerichtet. Weiter hinten sieht man eine der Antennenschüsseln, die Japan beigetragen hat, während sich auf dem Transportfahrzeug rechts eine weitere europäische Antenne befindet, die nach oben gerichtet ist. dabei handelt es sich um die erste europäische Antenne, die die Reise zur hochgelegenen Array Operations Site auf dem Chajnantor-Plateau angetreten hat (siehe eso1127). Seit dem Aufnahmedatum des Bildes haben diese und weitere Antennen, die sich bereits auf Chajnantor in Betrieb befinden, bereits mit den ersten wissenschaftlichen Beobachtungen begonnen (siehe eso1137). ALMA wird das kühle Universum untersuchen — von den Überbleibseln der Strahlung des Urknalls bis hin zu dem molekularen Gas und Staub, aus dem sich Sterne, Planeten und Galaxien gebildet haben.

ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory (JAO) übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

Die 25 europäischen ALMA-Antennen werden von der ESO über einen Vertrag mit dem europäischen AEM-Konsortium bereitgestellt. Weitere 25 ALMA-Antennen werden von Nordamerika gestellt, 16 stammen aus Ostasien.


9. Januar 2012

Die Kartierung Dunkler Materie in Galaxien

Der Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla Observatorium in Chile hat in dieser Aufnahme eine Vielzahl schwacher Galaxien eingefangen - kleine, helle Flecken, die über den dunklen Himmel verteilt sind. Bilder wie dieses sind wichtige Helfer für das Verständnis der Frage, wie die geheimnisvolle Dunkle Materie in Galaxien verteilt ist.

Das Bild ist Teil der COMBO-17-Himmelsdurchmusterung (Classifying Objects by Medium-Band Observations in 17 Filters), einem Projekt, im Rahmen dessen detaillierte Aufnahmen von kleinen Himmelsbereichen mit 17 verschiedenen Farbfiltern entstehen. Die Fläche dieses Bildes entspricht nur etwa der Größe des Vollmonds, dennoch kann man aber mehrere Tausend Galaxien darin ausmachen.

Die Belichtungszeit für das Bild betrug insgesamt knapp 7 Stunden, genug um neben näher gelegenen Galaxien auch das Licht besonders schwacher und weit entfernter Himmelsobjekte einzufangen.  Galaxien mit deutlichen Strukturen wie die Spiralgalaxie, die man in der oberen linken Bildecke nahezu von der Seite sieht, sind nur wenige Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Die schwächeren, undeutlicheren Objekte sind dagegen so weit weg, dass ihr Licht neun oder zehn Milliarden Jahre gebracuht hat, um uns zu erreichen.

Die COMBO-17-Durchmusterung ist ein wichtiges Werkzeug bei der Untersuchung der verteilung Dunkler Materie in Galaxien. Die Dunkle Materie ist eine geheimnisvolle Substanz, die Licht weder emittiert noch absorbiert, und die nur über die Wirkung ihrer Schwerkraft auf andere Objekte nachgewiesen werden kann. Einige der näher liegenden Galaxien auf dem Bild fungieren als Linsen, die das Licht der dahinterliegenden Galaxien ablenken. Über die Messung der dadurch entstehenden Verzerrung des Bildes, einen Effekt den man den Gravitationslinseneffekt nennt, können Astronomen die Verteilung der Dunklen Materie in den Linsengalaxien berechnen.

Die Verzerrung ist sehr schwach und daher für das bloße Auge nahezu unmerklich. Da eine Himmelsdurchmusterung in 17 Farbbändern aber besonders präzise Entfernungsmessungen ermöglicht, kann man auch ermitteln, ob zwei Galaxien, die am Himmel nahe beieinanderstehen, nicht deutlich voneinander abweichende Entfernungen von der Erde haben. Nahcdem man solche Linsensysteme identifiziert hat, lässt sich die Verzerrung bestimmen, indem man über mehrere Tausend Galaxien mittelt. Im Rahmen der COMBO-17-Durchmusterung konnten mehr als 4000 solche Gravitatinslinsensysteme identifiziert werden - eine hervorragende Methode um die Dunkle materie besser zu verstehen.

Dieses Bild  wurde aus den Aufnahmen von dreien der 17 Filter des Projektes zusammengesetzt: B (blau), V (grün) und R (rot). Daten, die mit zusätzlichen Nahinfrarotfiltern aufgenommen wurden, sind ebenfalls Bestandteil.

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12. Dezember 2011

ALMAs Welt bei Nacht

Diese Panoramaaufnahme des Chajnantor-Plateaus spannt sich über ein Gesichtsfeld von etwa 180° von Norden (linker Bildrand) bis nach Süden (rechter Bildrand) und zeigt die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) verteilt entlang einer unwirklichen Landschaft. Einige bekannte Himmelsobjekte sind hinter ihnen am Himmel zu sehen. Der hier gezeigte kristallklare Nachthimmel macht deutlich, warum Chile nicht nur die Heimat von ALMA, sondern auch vieler weiterer astronomischer Einrichtungen ist. Das Bild ist nur ein Teil eines nochmal größeren Panoramas von Chajnantor.

Im Vordergrund des Bildes sieht man die 12 Meter durchmessenden ALMA-Antennen, die wie ein einziges großes Teleskop zusammenarbeiten, während der ersten Phase wissenschaftlicher Beobachtungen in Aktion. Ganz links wird die Gruppe der kleineren 7-Meter-Antennen angeleuchtet. Obwohl sie im Bild nicht sichtbar ist, lässt die Mondsichel alle Antennen Schatten werfen.

Der hellste "Stern" am Himmel über den Antennen ist in Wirklichkeit gar keiner - sondern der Planet Jupiter. Der große Gasriese ist nach Mond und Venus das dritthellste natürliche Himmelsobjekt am Nachthimmel. Rechts im Bild erkennt man die Große und die Kleine Magellanschen Wolke. Die Große Magellansche Wolke direkt über der Antenne ganz rechts erinnert an Rachschwaden. Die Kleine Magellansche Wolke steht etwas höher am Himmel in Richtung der oberen rechten Bildecke. Beide "Wolken" sind in Wirklichkeit irregulär geformte Zwerggalaxien, die die Milchstraße in Entfernungen von jeweils 160.000 und 200.000 Lichtjahren umkreisen.

Am linken Bildrand, knapp links von den Vordergrundantennen, sieht man den langezogenen Fleck der Andromedagalaxie. Sie ist zehn mal so weit entfernt wie die Magellanschen Wolken und die nnächstgelegene größere Nacbargalaxie. Die Andromedagalaxie ist außerdem die größte Galaxie in der sogenannten Lokalen Gruppe - einer Ansammlung von ca. 30 Galaxien inklusive unserer Milchstraße - und enthält eine Billion Sterne, also doppelt so viele wie unsere Heimatgalaxie. Sie ist die einzige große Galaxie, die problemlos mit bloßem Auge zu erkennen ist. In diesem Bild ist nur ihr Kernbereich zu sehen, insgesamt zieht sie sich allerdings über eine Länge von sechs Vollmonddurchmessern am Himmel.

Die Aufnahme stammt von Babak Tafreshi, dem neuesten Mitglied der ESO-Fotobotschafter. Babak ist außerdem Gründer von The World at Night, einem Programm zur Gestaltung und Ausstellung atemberaubender Fotografien und Zeitrafferaufnahmen der weltweit schönsten und historischen Stätten vor nächtlicher Kulisse von Sternen, Planeten und Himmelsereignissen.

ALMA wird zur Zeit auf dem Chajnantor-Plateau in einer Höhe von 5000 Metern über dem Meeresspiegel gebaut. Das Observatorium hat am 30. September 2011 mit den ersten wissenschaftlichen Beobachtungen begonnen und wird nach Fertigstellung aus insgesamt 66 Antennenschüsseln bestehen, die zu einem einzigen großen Teleskop zusammengeschaltet werden. ALMA ist eine internationale Einrichtung, die gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit der Republik Chile getragen wird. Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb des Observatoriums ist die ESO zuständig für den europäischen Beitrag, das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für Ostasien und das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) für den nordamerikanischen Beitrag. Das Joint ALMA Observatory (JAO) übernimmt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.

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5. September 2011

Laser trifft Blitz

Am Donnerstag, dem 18. August 2011, bot der Himmel über der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren einen spektakulären Anblick: zwei gleichermaßen beeindruckende und doch sehr verschiedene Phänomene erhellten die Nacht. Eines davon war ein Beispiel für modernste Technologie, das andere für die ehrfurchtgebietende Kraft der Natur.

Während die ESO dort das neue Wendelstein-Laserleitsternsystem getestet hat, näherte sich eines der für diese Region typischen heftigen Sommergewitter der Sternwarte und demonstrierte eindrucksvoll, warum die Teleskope der ESO eigentlich in Chile und nicht in Deutschland stehen. Aus den dicken grauen Wolken zucken Blitze, während Martin Kornmesser – bei der ESO-Öffentlichkeitsarbeit zuständig für künstlerische Darstellungen – Zeitrafferaufnahmen des Lasertests für ESOcast 34 anfertigte. Das hier gezeigte Foto wurde zufällig genau in dem Moment aufgenommen, als ein Blitz die Szenerie erhellte. Obwohl das Gewitter noch weit entfernt war, scheint der Blitz fast wie in einem Science Fiction-Film mit dem Laserstrahl zu kollidieren.

Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die in einer Höhe von 90 Kilometern in der Erdatmosphäre mit Hilfe starker Laserstrahlen erzeugt werden. Sie werden bei der sogenannten adaptiven Optik als Referenzobjekt verwendet, um die störenden Einflüsse der Erdatmosphäre bei astronomischen Beobachtungen zu korrigieren. Das Wendelstein-Laserleitsternsystem ist eine neuartige Konstruktion, bei der der Laser mit einem kleinen Teleskop zu einer modularen Anlage kombiniert wird, um den Laserstrahl in die Hochatmosphäre zu senden. Dieses System kann so auf größere Teleskope quasi aufgesattelt werden.

Der auf dem Foto sichtbare Laserstrahl ist mit einer Ausgangsleistung von 20 Watt bereits relativ stark, wobei die Energie gebündelt in Form von sehr kurzen Pulsen abgegeben wird. Für winzige Bruchteile einer Sekunde erreichen die Laserblitze so eine maximale Leistung von einer Billion Watt! Kurz nachdem das Bild aufgenommen wurde, erreichte das Gewitter das Observatorium und beendete so die Lasertests in dieser Nacht. Obwohl wir heute in der Lage sind, so fortschrittliche Technologien wie die Laserleitsterne zu entwickeln, müssen wir uns manchmal dennoch Naturgewalten wie dem Wetter beugen.

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8. August 2011

Dunkler Himmel und weiße Wüste — Schnee als seltener Gast am Paranal-Observatorium der ESO

Der Nachthimmel über dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope (VLT) der ESO, ist dunkel und gesprenkelt mit den hellen Sternen der Milchstraße und auch weiter entfernten Galaxien. Dennoch sieht man den Erdboden selten in so starkem Kontrast zum Nachthimmel wie in dieser Aufnahme, die eine dünne, weiße Schneedecke zusammen mit dunkleren Flecken in der Wüstenlandschaft zeigt.

Dieses Bild entstand in der letzten Woche kurz vor Sonnenaufgang und wurde von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen, der als Astronom am La Silla-Paranal-Observatorium arbeitet. Er fing damit nicht nur die ungewöhnlich verschneite Landschaft der Atacama und die Kuppeln auf dem Gipfel des Berges ein, sondern auch einen atemberaubend schönen Nachthimmel. Links vom VLT erkennt man eine Satellitenspur, auf der rechten Seite eine helle Sternschnuppe.

Der Cerro Paranal ist ein 2600 Meter hoher Berg in der chilenischen Atacamawüste. Dort ist es außergewöhnlich trocken, die Luftfeuchtigkeit liegt häufig unterhalb von 10%. Im Allgemeinen fällt weniger als 10 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Dennoch fällt gelegentlich Schnee in der Wüste und sorgt für ebenso vergängliche wie eindrucksvolle Ansichten, so wie diese hier.

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9. Mai 2011

Verfinsterter Mond, herrlicher Sternhimmel

Eine totale Mondfinsternis ist für sich alleine bereits ein eindrucksvolles Himmelsereignis. Sie ermöglicht zusätzlich aber noch den Blick auf den vollkommen dunklen, mit Sternen übersäten Nachthimmel - und das in einer Vollmondnacht. Auf dem Cerro Paranal in der chilenischen Atacamawüste, einem der abgelegendsten Orte dieser Welt, macht die große Entfernung zu den nächsten Ortschaften - allesamt Quellen der Lichtverschmutzung - den Anblick des Himmels während einer totalen Mondfinsternis noch eindrucksvoller.

Dieses Panorama, das von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen wurde, zeigt das Sternenmeer über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal während der totalen Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010. Den rötlich verfinsterten Mond sieht man rechts im Bild, während sich das Band der Milchstraße in voller Pracht über den gesamten Himmel zieht. Unten links steht zudem die Venus in hellem Glanz inmitten eines schwachen Leuchtens, das man als Zodiakallicht bezeichnet. Es entsteht durch Sonnenlicht, das an Staubteilchen in der Ebene der Umlaufbahnen der Planeten in unserem Sonnensystem reflektiert wird. Das Zodiakallicht ist so schwach, dass man es in einer Mondnacht oder unter lichtverschmutztem Himmel nicht mehr erkennen kann.

Während einer totalen Mondfinsternis steht die Erde zwischen Mond und Sonne, so dass die Sonne den Mond nicht mehr beleuchten kann. Dennoch ist er meist rötlich gefärbt zu erkennen. Das verbliebene Licht musste von der Sonne aus zunächst die Erdatmosphäre durchlaufen und wurde dort in Richtung des Mondes abgelenkt. Dabei wird blaues und grünes Licht stark gestreut, und nur rotes Licht bleibt übrig.

Passenderweise wurde der Mond, der im Bild über dem zweiten Hauptteleskop (Unit Telescope oder UT2) des VLTs steht, in dieser Nacht von UT1 beobachtet. UT1 und UT2 tragen die Namen Antu und Kueyen (Sonne und Mond in der Spache der Mapuche, die in Chile beheimatet sind).

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11. April 2011

Der ESO-Hauptsitz bei Sonnenuntergang

Diese Panoramaaufnahme zeigt den Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München. Das Bild zeigt den Blick vom Dach des Hauptgebäudes kurz nach Sonnenuntergang. Der Hauptsitz ist das wissenschaftliche, technische und administrative Zentrum für die Arbeitsabläufe der ESO und die Basis für viele Astronomen, die hier ihre Forschungsarbeiten durchführen. Die Wissenschaftler, Techniker und das Mitglieder des Verwaltungspersonals, die hier arbeiten, haben sehr unterschiedliche Hintergründe, aber alle verbindet eine Gemeinsamkeit: ihre Passion für die Astronomie.

Die ESO ist die führende zwischenstaatliche astronomische Organisation in Europa und das weltweit produktivste astronomische Observatorium. Die ESO betreibt drei Observatoriumsanlagen in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Zusätzlich wurde der Cerro Armazones in der Nähe des Paranal von der ESO als Standort für das European Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt.

Die ESO betreibt hochmoderne Wissenschaftsanlagen für Astronomen und wird von Österreich, Belgien, Brasilien, der Tschechischen Republik , Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich getragen. Der ESO-Hauptsitz verkörpert den multikulturellen Geist der Zusammenarbeit und ist der Arbeitsplatz für Astronomen aus der ganzen Welt.

Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.


21. Februar 2011

ALMA-Antennen unter der Milchstraße

Vier Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) blicken zum mit Sternen übersäten Nachthimmel auf, gerade so als wären sie voller Vorfreude auf die bald beginnenden Beobachtungen dieser Nacht. Der Mond rechts im Bild erhellt die Szenerie, ohne dass die sich nach links oben erstreckende Milchstraße verblassen würde.

ALMA wird zurzeit in einer Höhe von 5000 Metern auf der Chajnantor-Hochebene in der chilenischen Atacama-Wüste errichtet. Diese Gegend ist eine der trockensten der gesamten Erde, und genau diese Trockenheit sorgt zusammen mit der in so großer Höhe nur noch dünnen Luft für hervorragende Bedingungen für astronomische Beobachtungen im Millimeter- und Submillimeter-Bereich. Bei diesen Wellenlängen untersuchen die Astronomen zum Beispiel Molekülwolken, in denen durch den Kollaps dichter Regionen aus Gas und Staub neue Sterne geboren werden. Da das Universum bei diesen Wellenlängen noch weitgehend unerforscht ist, erhoffen sich die Wissenschaftler von ALMA viele neue Erkenntnisse zur Entstehung von Sternen, aber auch Planetensystemen und ganzen Galaxien.

Das ALMA-Projekt ist eine Partnerschaft zwischen Europa, Nordamerika und Ostasien in Kooperation mit der Republik Chile.

Das hier gezeigte Panorama wurde von ESO-Fotobotschafter José Francisco Salgado aufgenommen.

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3. Januar 2011

Ein weiterer perfekter Tag am Paranal

Wogende rote Hügel breiten sich unter dem außergewöhnlich klaren blauen Himmel aus, der typisch für das Paranal-Observatorium der ESO ist. Obwohl sich die Teleskopkuppeln in der Morgendämmerung schließen und sich nichts in dieser dürren Wüste bewegt, macht das Very Large Telescope (VLT) der ESO niemals Pause. Seit dem Morgen arbeiten Ingenieure und Techniker an der Vorbereitung des Teleskops und der Instrumente für eine weitere perfekte Nacht.

Der 2600 Meter hohe Cerro Paranal liegt in der Bildmitte dieses Panoramas mit Blick nach Süden. Der eingeebnete Gipfel ist die Heimat des VLT, der weltweit fortschrittlichsten bodengebundenen Observatoriumsanlage für Beobachtungem im sichtbaren- und Nahinfrarotbereich. Das VLT hat vier 8,2-Meter Hauptteleskope und zusätzlich vier 1,8-Meter Hilfsteleskope. Auf diesem Bild sind nur zwei Kuppeln der Hauptteleskope sichtbar, zusammen mit dem kleineren 2,6-Meter Survey Telescope (VST).

Rechts vom Cerro Paranal bedeckt im Hintergrund ein Wolkenmeer die Küste des Pazifiks – nur 12 km entfernt. Die kalte ozeanische Strömung hält die thermische Inversionsschicht der Atmosphäre unter einer Höhe von 1500 Metern. Das macht den diesen abgelegenen Ort in der chilenischen Atacama-Wüste in der II. Region Chiles zu einem der trockensten Orte der Erde und damit sozusagen zu einem perfekten Fenster ins Universum. Die Atmosphäre ist hier extrem trocken und klar und bietet mit den geringen Turbulenzen ausgezeichnete Bedingungen für optische- und Nahinfrarotbeobachtungen.

Aus diesem Grund wurde der Cerro Armazones, nur 20 Kilometer östlich des Paranal gelegen, als Standort für das European Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt. Mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 39,3 Metern wird das E-ELT das größte Teleskop der Welt werden.

Dieses Foto wurde von einem benachbarten Berg, der Heimat des 4,1-Meter Visible and Infrared Survey Telescopes for Astronomy (VISTA) aufgenommen. VISTA hat Ende 2009 seinen Betrieb aufgenommen und ist das neueste Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO. VISTA ist das größte Durchmusterungsteleskop der Welt.

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1. November 2010

Das Very Large Telescope der ESO blickt tief in einen fernen Nebel

Mit dem Very Large Telescope (VLT), das die ESO am Paranal-Observatorium in Chile betreibt, haben Astronomen ein beeindruckendes Bild von Messier 17aufgenommen, der uch Omega- oder Schwanennebel genannt wird. Das beinahe an ein Gemälde erinnernde Bild zeigt riesige Wolken aus Gas und Staub, die von der intensiven Strahlung junger Sterne beleuchtet werden.

Abgebildet ist hier die etwa 15 Lichtjahre durchmessende Zentralregion des Nebels. Insgesamt erstreckt sich Messier 17, der etwa 6000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Sagittarius (der Schütze) liegt, über etwa 40 Lichtjahre. Der Nebel ist ein beliebtes Beobachtungsobjekt für Amateurastronomen, die bereits mit kleinen Teleskopen sehr schöne Bilder von Messier 17 aufnehmen können.

Die hier gezeigten tiefen VLT-Beobachtungen wurden im nahen Infrarotlicht mit dem ISAAC-Instrument durchgeführt. Verwendet wurden dazu die Filter J (1,25 µm, blau dargestellt), H (1,6 µm, grün), und K (2,2 µm, rot). In der Bildmitte befindet sich ein Haufen massereicher junger Sterne, deren Strahlung den Wasserstoff in ihrer Umgebung zum Leuchten anregt. Rechts unterhalb des Sternhaufens liegt eine große Molekülwolke. Im sichtbaren Spektralbereich absorbieren die Staubkörner in der Wolke fast sämtliches Licht und versperren so unseren Blick. Im Infrarotbereich jedoch schimmert das Leuchten des hinter der Wolke liegenden Wasserstoffgases leicht durch. In dieser tiefrot erscheinenden Region versteckt entdeckten die Astronomen die dunkle Silhouette einer Gas- und Staubscheibe. Obwohl die Scheibe im hier gezeigten Bild sehr klein erscheint hat sie in Wahrheit einen Durchmesser von etwa 20.000 Astronomischen Einheiten, und ist damit viel größer als unser Sonnensystem (1 AE entspricht der Entfernung von der Erde zur Sonne). Die Wissenschaftler vermuten, dass die Scheibe rotiert und einen in ihrem Zentrum gelegenen Protostern mit Materie füttert – wir beobachten hier ein frühes Stadium der Geburt eines neuen Sterns.

Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.

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  • Die wissenschaftlichen Arbeiten, für die die hier gezeigten Aufnahmen ursprünglich gewonnen wurden, werden in der ESO-Pressemitteilung eso0416 beschrieben.

25. Oktober 2010

Der Sternhimmel über La Silla

Die Sterne rotieren während einer Nacht um den südlichen Himmelspol am La Silla-Observatorium der ESO im Norden Chiles. Die diffusen Bereiche auf der rechten Seite des Bildes die Magellanschen Wolken, zwei kleinen Begleitgalaxien unserer Milchstraße. Die im Vordergrund sichtbare Kuppel beherbergt das 3,6-Meter-Teleskop mit dem HARPS-Instrument, dass dem zur Zeit erfolgreichsten Exoplanetenjäger der Welt. Das kastenförmige Gebäude unten rechts beherbergt das 0,25-Meter-TAROT-Teleskop, das so konstruiert ist, dass es besonders schnell auf Gammastrahlenausbrüche reagieren kann. Weitere Teleskope auf La Silla sind das 2,2-Meter-MPG/ESO Teleskop und das 3,6-Meter-New Technology Telescope, das erste Teleskop an dem aktive Optik zum Einsatz kam und somit Vorläufer aller modernen Großteleskope. La Silla war das erste Observatorium der ESO und ist nach wie vor eines der führenden Observatorien auf der Südhalbkugel.


20. September 2010

Die Sterne leuchten hell über dem Paranal

Nach Sonnenuntergang senkt sich die Dunkelheit über dem Paranal-Observatorium der ESO herab. Die Schwärze der Nacht ist jedoch durchsetzt mit unzähligen, glitzernden Sternen. Diese 15 Sekunden lang belichtete Aufnahme zeigt, wie eindrucksvoll der Nachthimmel über dem Paranal ist. Hoch in der chilenischen Atacamawüste, fern von aller Lichtverschmutzung, ist es sogar möglich, in einer mondlosen Nacht den eigenen Schatten zu sehen, der nur vom schwachen Schein der Milchstraße geworfen wird.

ESO-Fotobotschafter José Francisco Salgado berichtet: „Der Paranal gehört zu den Orten mit dem dunkelsten und beständigsten Nachthimmel, unter dem ich bisher fotografieren konnte. Ich liebe es, Sternwarten zu abzubilden, und es ist sehr faszinierend wie man auf dem Paranal alleine durch die Sterne und das Zodiakallicht noch seine Umgebung sehen kann!”

Im Bild scheinen die Sterne der Milchstraße geradezu aus der offenen Teleskopkuppel zu strömen. Der helle Fleck nahe am Teleskop ist der Carinanebel (NGC 3372), in dem sich einige der massereichsten Sterne der Milchstraße befinden (siehe zum Beispiel eso0905 und eso1031). Am oberen Bildrand stehen die Sterne des Kreuzes des Südens. Genau wie das Sternbild Carina auch befindet sich das Kreuz des Südens so tief am Südhimmel, dass es von den meisten Orten auf der Nordhalbkugel der Erde aus nicht sichtbar ist.

Das Teleskop im Bild ist das vierte der 1,8-Meter-Hilfsteleskope, die zusammen mit den vier großen 8,2-Meter-Hauptteleskopen zum Very Large Telescope Interferometer (VLTI) gehören. Die Größe der Teleskope, ihre moderne Technologie, und nicht zuletzt die hervorragenden Beobachtungsbedingungen auf dem Paranal machen die Sternwarte zum weltweit fortschrittlichsten Standort der bodengebundenen Astronomie im sichtbaren Licht.


6. September 2010

Ein Laserstrahl zum Zentrum der Milchstraße

Mitte August 2010 konnte ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky dieses beeindruckende Foto des Paranal-Observatoriums der ESO aufnehmen. Eine Gruppe von Astronomen beobachtete zu diesem Zeitpunkt das Zentrum der Milchstrasse mit Unterstützung der Laserleitsternsystems von Yepun, einem der vier Hauptteleskope am Very Large Telescope (VLT).

Yepuns Laserstrahl durchquert den majestätischen Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem (engl. Laser Guide Star  oder kurz LGS) ist Teil des Systems adaptiver Optik am VLT und wird als Refezen verwendet um den Einfluß der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren. Die Farbe des lasers ist exakt so eingestellt, dass damit Natriumatome in einer der der hochgelegenen Schichten der Atmosphäre zum leuchten angeregt werden können - das Laserlicht hat dieselbe Farbe wie Straßenlaternen, die mit Natriumdampflampen betrieben werden. Man geht davon aus, dass die Natriumschicht ein Überbleibsel von Meteoriten ist, die in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Werden die Atome vom Laserlicht angeregt, beginnen sie zu glühen und erzeugen so einen kleinen, hell leuchtenden Punkt am Himmel, der als künstlicher Referenzstern für die adaptive Optik verwendet werden kann. Mit dieser Technik können die Astronomen die Bildqualität deutlich verbessern. Im Zentrum der Milchstraße beispielsweise lässt sich so das Schwarze Loch untersuchen, das Gas und Staub einsaugt und von Sternen ganz nah umkreist wird.

Diese Aufnahme wurde mit einem Fischaugenobjektiv erstellt und deckt die gesamten 180° des Himmels ab. Am 6. September 2010 war es Astronomy Picture of the Day und wurde später außerdem zum Wikimedia Bild des Jahres 2010 gewählt.

Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.


2. August 2010

Exoplanetenjäger auf La Silla

Nur wenige Teleskope sind so erfolgreich bei der Suche nach fernen Welten wie das 3,6-Meter-Teleskop der ESO und das Schweizer 1,2-Meter-Leonhard-Euler-Teleskop, die beide auf diesem Bild zu sehen sind.

Das 3,6-Meter-Teleskop beherbergt HARPS (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher), einen Spektrografen mit unerreichter Genauigkeit, der mehrere Rekorde im Bereich der Exoplanetenforschung hält, unter anderem die Entdeckung des masseärmsten und des kleinsten jemals vermessenen Exoplaneten. Zusammen mit HARPS hat es das Leonhard-Euler-Teleskop Astronomen ermöglicht herauszufinden, dass sechs aus einer Stichprobe von 27 Exoplaneten sich auf ihren Umlaufbahnen entgegen der Rotationsrichtung ihrer Muttersterne bewegen, was eine unerwartete und ernste Herausforderug für die gegenwärtigen Theorien der Planetenentstehung darstellt.

La Silla ist das erste Observatorium der ESO und liegt auf 2400 Metern über dem Meeresspiegel im südlichen Teil der chilenischen Atacamawüste. Es beherbergt nicht nur das 3,6-Meter-Teleskop, sondern auch das New Technology Telescope (NTT) und das MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop sowie mehrere kleinere oder nationale Teleskope.


7. Juni 2010

Spektakulärer Monduntergang hinter dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope

Wenn der  Mond untergeht, macht sich die Sonne bereit dazu, am gegenüberliegenden  Horizont aufzugehen. Das Very Large Telescope hat seine “Augen” nach einer langen Beobachtungsnacht schon geschlossen. Teleskop-Personal und Astronomen schlafen bereits, während Techniker, Ingenieure und Tagastronomen für den neuen Arbeitstag erwachen. Der Betrieb endet nie am produktivsten bodengebundenen Observatorium der Welt. 

ESO-Mitarbeiter Gordon Gillet heißt den Tag mit diesem atemberaubenden Foto aus 14 Kilometern Entfernung willkommen, es wurde von der Straße zum Cerro Armazones aus  aufgenommen, der von der ESO als Standort für das geplante 40-Meter Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt wurde.  

Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, das Bild ist keine Fotomontage. Der Mond erscheint sehr groß, weil er nahe am Horizont steht und unsere Wahrnehmung darauf ausgerichtet ist, Objekte in Relation zu Referenzobjekten am Erdboden zu vergleichen. Um ein so spektakulär „nahes“ Bild aufzunehmen, bedarf es eines 500mm-Objektivs. Die lange Brennweite reduziert die Tiefe des Bildes und sorgt für einen scheinbar gleichen Abstand der Objekte. Dieser Effekt, kombiniert mit der außergewöhnlichen Qualität des Bildes sorgt für den Eindruck, dass der Mond gerade hinter den Teleskopen liegt, wobei er in Wahrheit 30.000 mal weiter entfernt liegt.


12. April 2010

Die stellaren Titanen von Pismis 24

Der offene Sternhaufen Pismis 24 beherbergt einige der massereichsten bekannten Sterne. Er befindet sich im Zentrum des Gasnebels NGC 6357 im Sternbild Scorpius (der Skorpion). Mehrere Sterne in diesem Sternhaufen sind mit über 100 Sonnenmassen echte Schwergewichte. Die seltsamen Formen des Nebels werden durch die intensive Strahlung dieser massereichen und heißen Sterne verursacht. Gas und Staub tragen aber nicht nur zum nebligen Eindruck des Bildes bei, sondern verbergen auch sehr junge, massereiche Sterne vor Beobachtungen im sichtbaren Licht.

Das Bild wurde aus Daten erstellt, die mit dem dänischen 1,5-Meter Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile durch drei verschiedene Filter (B, V und R) im sichtbaren Spektralbereich aufgenommen wurden.


8. Februar 2010

Das Very Large Telescope aus der Vogelperspektive

Ein Vogel, der hoch in der Luft über der abgelegenen, dünn besiedelten Atacamawüste im Norden Chiles segelt - vermutlich die trockenste Wüste der Erde - wäre vermutlich überrascht angesichts der hoch technisierten Oase des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Paranal. das weltweit fortschrittlichste bodengebundene astronomische Observatorium der Welt wird hier betrieben, mit vier 8,2-Meter-hauptteleskopen, vier 1,8-Meter-Hilfsteleskopen, dem VLT Survey Telescope (VST) und dem 4,1-Meter Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA), das man im Hintergrund über der Beobachtungsplattform auf dem benachbarten Berggipfel sehen kann.

Diese Luftbildaufnahme zeigt auch noch weitere Gebäude wie das Kontrollzentrum am vorderen Rand der Plattform.


18. Januar 2010

Das zukünftige European Extremely Large Telescope

Diese konzeptionelle Darstellung zeigt das geplante European Extremely Large Telescope (E-ELT) der ESO, das einmal das größte Teleskop der Welt für das sichtbare Licht sein wird, beim Blick an den Himmel. Wenn es Anfang des nächsten Jahrzehnts den Betrieb aufnimmt, soll sich das E-ELT einigen der größten wissenschaftlichen Herausforderungen stellen. Dazu gehört unter anderem der Nachweis eines erdähnlichen Planeten in der "bewohnbaren Zone" eines Sterns – der Nachweis eines solchen Planeten, auf dem sich Leben bilden können sollte, ist eines der ehrgeizigsten Ziele der beobachtenden Astronomie. Darüber hinaus soll das E-ELT grundlegende Beiträge zur Kosmologie leisten, indem es die Eigenschaften der ersten Sterne und Galaxien, der Dunklen Materie und der Dunklen Energie erforscht.

Die Astronomen machen sich darüber hinaus auf Überraschungen gefasst – ganz sicher werden sich aus den mit dem E-ELT gemachten Entdeckungen neue, unvorhergesehene Fragen ergeben. Mit einem Hauptspiegeldurchmesser von unglaublichen 39 Metern wird das E-ELT 25 mal so viel Licht sammeln wie eines der 8,2-Meter-Teleskope vom Very Large Telescope der ESO in Chile, das zur Zeit das weltweit führende astronomische Observatorium im Hinblick auf Beobachtungskapazität ist.

Das hier gezeigte geplante Design für das E-ELT wurde 2011 veröffentlicht und ist zunächst nur vorläufig.


9. November 2009

Seltenes 360°-Panorama des Südsternhimmels

In diesem seltenen 360°-Panorama schlägt die Milchstraße einen Bogen einmal quer über den Nachthimmel über der Beobachtungsplattform des Paranal, der Heimat des Very Large Telescope der ESO. Das Bild besteht aus 37 Einzelaufnahmen mit einer Gesamtbelichtungszeit von etwa 30 Minuten und wurde in den frühen Morgenstunden aufgenommen. Der Mond geht gerade auf und über ihm leuchtet das Zodiakallicht, während die Milchstraße sich über den Himmel gegenüber dem Observatorium erstreckt.

Die geöffneten Schutzbauten der Teleskope des weltweit fortschrittlichsten bodengebundenen Observatoriums sind allesamt auf dem Bild zu sehen: die der vier kleineren 1,8-Meter-Hilfsteleskope, die im interferometrischen Modus zusammengeschaltet werden können, ebenso wie die der vier großen 8,2-Meter-Hauptteleskope. Auf der rechten Seite unterhalb des Milchstraßenbogens sieht man außerdem zwei unserer galaktischen Nachbarn, die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Hier geht es zu einer faszinierenden virtuellen Tour über den Paranal.


2. November 2009

Einen Stern erzeugen

Ein Laserstrahl ragt von Yepun, dem vierten Hauptteleskop des Very Large Telescope (VLT) der ESO, dem Flaggschiff der europäischen Astronomie, in den Himmel. Mit diesem Laserstrahl wird ein künstlicher Stern über dem Paranal erzeugt, der für die Instrumente der adaptiven Optik am VLT benötigt wird. Adaptive Optik ist eine Technik, die es möglich macht die durch die Erdatmosphäre verursachte Bildunschärfe zu korrigieren und so Bilder zu erhalten, die fast so scharf sind wie wenn das Teleskop in den Weltraum versetzt worden wäre.

Die adaptive Optik benötigt allerdings einen Referenzstern in unmittelbarer Nähe des zu untersuchenden Objekts, der zudem auch noch vergleichsweise hell sein muss. das engt den Bereich des Himmels, der auf diese Art und Weise zugänglich ist, deutlich ein. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, setzen die Astronomen auf dem Paranal einen starken Laser ein, der einen künstlichen Stern erzeugt, sobald sie ihn benötigen (vergleiche auch eso0607 und eso0727).

Die Verwendung eines leistungsstarken Lasers zusammen mit einem Teleskop ist modernste Technik, deren Aufbau und und Betrieb eine dauerhafte Herausforderung darstellt. Wie man auf der Aufnahme erkennt, ist es aber dennoch eine Technik, die man auf dem Paranal mittlerweile vollkommen beherrscht. Dieses Foto wurde innerhalb des Kuppelgebäudes des Teleskops aufgenommen und zeigt in eindrucksvoller Weise die Position des Lasers auf dem 1,2 Meter durchmessenden Sekundärspiegel des Teleskops.


12. Oktober 2009

Früh am Morgen auf dem Paranal

Dieses Panorama zeigt die Beobachtungsplattform vom Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal in Chile. Es wurde am frühen Morgen aufgenommen, zu einem Zeitpunkt als der Mond hoch am Himmel stand. Der ruhige und friedliche Anblick des Himmels steht in starkem Kontrast zu der geschäftigen Aktivität am Observatorium. Die vier großen 8,2-Meter-Hauptteleskope des VLT nehmen alle jeweils ein Himmelsobjekt ins Visier um den Astronomen bei ihrer täglichen Aufgabe die Rätsel des Universums zu lösen zu helfen. Von Hauptteleskop 4, das den Namen Yepun trägt, ragt ein Laserstrahl in den Himmel. Er gehört zum System adaptiver Optik des Teleskopes, das dem bildverschmierenden Effekt der Atmosphäre entgegenwirkt und so die Aufnahme scharfer Bilder ermöglicht. Gleichzeitig arbeiten drei der vier kleineren 1,8-Meter-Hilfsteleskope im interferometrischen Modus zusammen um ein noch detaillierteres Bild eines weiteren Himmelsobjektes zu erhalten.

Ein Quicktime-Video der Szene ist ebenfalls verfügbar.


17. August 2009

Die VLT-Plattform auf dem Gipfel des Paranal

Dieses Bild zeigt die Beobachtungsplattform auf dem Gipfel des Cerro Paranal im Norden Chiles, die das Very Large Telescope (VLT) der ESO beherbergt.

Das Bild zeigt drei der Schutzbauten der VLT-Hauptteleskope mit 8,2 Metern Durchmesser. Der Fotograf befand sich dabei auf dem Dach des vierten, etwa 35 Meter oberhalb der Plattform. Während der Nacht sind die großen Tore seitlich geöffnet. Die insgesamt 275 Tonnen schweren äußeren Teile des Gebäudes sind drehbar, so dass die Teleskope in der Lage sind, jeden Punkt am Himmel zu beobachten. Der Pick-up vor dem ersten Hauptteleskop hilft dabei, einen Eindruck von der Größe dieser 10 Stockwerke hohen Gebäude zu bekommen. Auf der linken Seite des Bildes sieht man die Schienen, auf denen die 1,8-Meter-Hilfsteleskope (ATs) zwischen verschiedenen Beobachtungsstationen hin und her bewegt werden können. Zwei der vier Hilfsteleskope sind ebenfalls erkennbar. Das niedrige Gebäude in der linken unteren Bildecke beherbergt das VLT Interferometer-Labor, wo das Licht von mehreren Teleskopen zusammengeschaltet werden kann, so dass man ein viel höheres Auflösungsvermögen als mit einem einzelnen Teleskop erreichen kann.

Hinter den Teleskopen erstrecken sich die Bergketten der Wüstenlandschaft um den Cerro Paranal, begrenzt nur durch den wolkenbedeckten pazifischen Ozean in 12 Kilometern Entfernung.


14. April 2009

Paranal-Observatorium mit Vulkan Llullaillaco

Diese beeindruckende Luftbildaufnahme vom Standort des Very Large Telescope (VLT) der ESO demonstriert die exzellente Qualität der Beobachtungsbedingungen in der Atacamawüste: Im Vordergrund des Bildes sieht man das Paranal-Observatorium, das sich in 2600 Metern über dem Meeresspiegel auf dem Cerro Paranal in Chile befindet, während im Hintergrund der schneebedeckte Gipfel des 6720 Meter hohen Vulkans Llullaillaco steht, der sich unglaubliche 190 km weiter östlich an der Grenze zu Argentinien befindet.

Innerhalb des Observatoriums kann man deutlich die einzelnen Schutzbauten der vier großen 8,2-Meter-Hautpteleskope des VLT und vorne das Gebäude des Kontrollzentrums ausmachen, von wo aus die Astronomen ihre Beobachtungen durchführen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme gab es die vier Hilfsteleskope und die Kuppel des VST-Durchmusterungsteleskops noch nicht.


25. November 2008

Panorama des Sonnenuntergangs am Paranal

Das Very Large Telescope (VLT) auf dem 2600 Meter hohen Cerro Paranal ist der wichtigste Standort der ESO für Beobachtungen im sichtbaren und infraroten Licht. Das Paranal Observatorium liegt in der chilenischen Atacamawüste. Die vier 8,2-Meter-Hauptteleskope des VLT können unabhängig voneinander mit einer Vielzahl von wissenschaftlichen Instrumenten betrieben werden, und haben bereits viele erstaunliche wissenschaftliche Entdeckungen ermöglicht.

Ebenso bietet das VLT aber auch die Möglichkeit, das Licht der vier Hauptteleskope kohärent zu vereinigen. Dieses sogenannte Very Large Telescope Interferometer (VLTI) ist mit einer eigenen Ausstattung an Instrumenten versehen und wird eingesetzt, um nur wenige Millibogensekunden große Bilddetails zu erfassen und um Astrometrie mit einer Genauigkeit von bis zu 10 Mikrobogensekunden zu betreiben. Zusätzlich zu den vier 8,2-Meter-Teleskopen kann das VLTI auch mit den vier Hilfsteleskopen (Auxiliary Telescopes oder kurz ATs), die einen Hauptspiegeldurchmesser von 1,8 Metern haben, betrieben werden. Die ATs dienen einerseits zur Verbesserung der Abbildungsleistung des VLTI, ermöglichen andererseits aber auch eine optimale Ausnutzung der Nachtstunden über das gesamte Jahr hinweg. 

Der Schutzbau des VLT Survey Telescope mit einem Spiegeldurchmesser 2,6 Metern ist in der Bildmitte zu sehen.


7. Juli 2008

APEX auf Chajnantor

Während sich ALMA noch im Bau befindet, führen die Astronomen auf dem Chajnantor-Plateau mit dem Atacama Pathfinder Experiment (APEX) bereits Millimeter- und Submillimeter-Beobachtungen durch. Dabei handelt es sich um ein 12-Meter-Teleskop neuerer Bauweise, das auf einem Prototypen einer ALMA-Antennenschüssel basiert und am ALMA-Standort betrieben wird. Seine Optik wirde modifiziert und die Oberflächengenauigkeit der Schüssel wurde verbessert. APEX wurde so konstruiert, das es die Vorteile der hervorragenden Durchsicht des Himmels im Wellenlängenbereich von 0,2 bis 1,4 Millimetern bestmöglich ausnutzen kann.

Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.


26. Mai 2008

Strichspuren über dem Paranal

Die Drehung des Himmels über dem Very Large Telescope der ESO auf dem Paranal. Diese Langzeitbelichtungsaufnahme zeigt, wie sich die Sterne um den südlichen (links) und nördlichen (rechts) Himmelspol drehen. Der Himmelsäquator, entlang dessen die Sterne sich auf einer geraden Linie bewegen, liegt in der Mitte des Bildes. Die Bewegung der Schutzbauten der VLT-Teleskope während der Aufnahme wird als Schatten ebenfalls sichtbar.


7. Januar 2008

Die weißen Büßer

Diese bizarren Formationen aus Schnee und Eis nennt man Büßereis, auf Spanisch "penitentes". Sie bilden sich in hochgelegenen Regionen wie dem Chajnantor-Plateau, wo sich das ALMA-Observatorium befindet.

Es handelt sich dabei um messerschneidenähnliche Gebilde, die sich durch das Zusammenspiel von Subliimation und Schmelzen des Schnees herausbilden. Auf Chajnantor steht die Sonne zur Zeiit der Sommersonnenwende in den Mittagsstunden nahe dem Zenit, so dass das Büßereis eine senkrechte Form bekommt. Die Aufnahme stammt aus dem Dezember 2005.

Dieses Bild ist aufgezogen im ESOshop erhältlich.


24. Dezember 2007

Das Feen-Galaxientrio

Ein internationales Astronomenteam hat mit dem Very Large Telescope der ESO ein ebenso seltenes wie eindrucksvolles Ereignis entdecken können: das Verschmelzen von drei Galaxien. Die Astronomen nannten das Trio den Vogel, es hat aber auch Ähnlichkeit mit einer kosmischen Fee. Es besteht aus zwei massereichen Spiralgalaxien und einer dritten irregulären Galaxie.

In dieser Falschfarbendarstellung wurden eine 30 lang belichtete Aufnahme im K-Band von dem NACO-Instrument mit Archivdaten vom Hubble-Weltraumteleskop mit der Kamera ACS in den Bändern B und I kombiniert. das Ergebnis ist ein Farbbild des vogelähnlichen Galaxiensystems. Mithilfe der NACO-Daten konnten die Astronomen nicht nur die beiden schon zuvor bekannten Spiralgalaxien beobachten, sondern auch die dritte, unabhänige Komponente identifizieren: eine irreguläre, aber vergleichsweise massereiche Galaxie, in der sich besonders viele Sterne bilden.


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