Bild der Woche 2010

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potw1044-de-ch — Bild der Woche
Das Very Large Telescope der ESO blickt tief in einen fernen Nebel
1. November 2010: Mit dem Very Large Telescope (VLT), das die ESO am Paranal-Observatorium in Chile betreibt, haben Astronomen ein beeindruckendes Bild von Messier 17aufgenommen, der uch Omega- oder Schwanennebel genannt wird. Das beinahe an ein Gemälde erinnernde Bild zeigt riesige Wolken aus Gas und Staub, die von der intensiven Strahlung junger Sterne beleuchtet werden. Abgebildet ist hier die etwa 15 Lichtjahre durchmessende Zentralregion des Nebels. Insgesamt erstreckt sich Messier 17, der etwa 6000 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Sagittarius (der Schütze) liegt, über etwa 40 Lichtjahre. Der Nebel ist ein beliebtes Beobachtungsobjekt für Amateurastronomen, die bereits mit kleinen Teleskopen sehr schöne Bilder von Messier 17 aufnehmen können. Die hier gezeigten tiefen VLT-Beobachtungen wurden im nahen Infrarotlicht mit dem ISAAC-Instrument durchgeführt. Verwendet wurden dazu die Filter J (1,25 µm, blau dargestellt), H (1,6 µm, grün), und K (2,2 µm, rot). In der Bildmitte befindet sich ein Haufen massereicher junger Sterne, deren Strahlung ...
potw1043-de-ch — Bild der Woche
Der Sternhimmel über La Silla
25. Oktober 2010: Die Sterne rotieren während einer Nacht um den südlichen Himmelspol am La Silla-Observatorium der ESO im Norden Chiles. Die diffusen Bereiche auf der rechten Seite des Bildes die Magellanschen Wolken, zwei kleinen Begleitgalaxien unserer Milchstraße. Die im Vordergrund sichtbare Kuppel beherbergt das 3,6-Meter-Teleskop mit dem HARPS-Instrument, dass dem zur Zeit erfolgreichsten Exoplanetenjäger der Welt. Das kastenförmige Gebäude unten rechts beherbergt das 0,25-Meter-TAROT-Teleskop, das so konstruiert ist, dass es besonders schnell auf Gammastrahlenausbrüche reagieren kann. Weitere Teleskope auf La Silla sind das 2,2-Meter-MPG/ESO Teleskop und das 3,6-Meter-New Technology Telescope, das erste Teleskop an dem aktive Optik zum Einsatz kam und somit Vorläufer aller modernen Großteleskope. La Silla war das erste Observatorium der ESO und ist nach wie vor eines der führenden Observatorien auf der Südhalbkugel.
potw1038-de-ch — Bild der Woche
Die Sterne leuchten hell über dem Paranal
20. September 2010: Nach Sonnenuntergang senkt sich die Dunkelheit über dem Paranal-Observatorium der ESO herab. Die Schwärze der Nacht ist jedoch durchsetzt mit unzähligen, glitzernden Sternen. Diese 15 Sekunden lang belichtete Aufnahme zeigt, wie eindrucksvoll der Nachthimmel über dem Paranal ist. Hoch in der chilenischen Atacamawüste, fern von aller Lichtverschmutzung, ist es sogar möglich, in einer mondlosen Nacht den eigenen Schatten zu sehen, der nur vom schwachen Schein der Milchstraße geworfen wird. ESO-Fotobotschafter José Francisco Salgado berichtet: „Der Paranal gehört zu den Orten mit dem dunkelsten und beständigsten Nachthimmel, unter dem ich bisher fotografieren konnte. Ich liebe es, Sternwarten zu abzubilden, und es ist sehr faszinierend wie man auf dem Paranal alleine durch die Sterne und das Zodiakallicht noch seine Umgebung sehen kann!” Im Bild scheinen die Sterne der Milchstraße geradezu aus der offenen Teleskopkuppel zu strömen. Der helle Fleck nahe am Teleskop ist der Carinanebel (NGC 3372), in dem sich einige der ...
potw1036-de-ch — Bild der Woche
Ein Laserstrahl zum Zentrum der Milchstraße
6. September 2010: Mitte August 2010 konnte ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky dieses beeindruckende Foto des Paranal-Observatoriums der ESO aufnehmen. Eine Gruppe von Astronomen beobachtete zu diesem Zeitpunkt das Zentrum der Milchstrasse mit Unterstützung der Laserleitsternsystems von Yepun, einem der vier Hauptteleskope am Very Large Telescope (VLT). Yepuns Laserstrahl durchquert den majestätischen Nachthimmel und erzeugt in 90 km Höhe einen künstlichen Stern in der Mesosphäre der Erde. Das Laserleitsternsystem (engl. Laser Guide Star  oder kurz LGS) ist Teil des Systems adaptiver Optik am VLT und wird als Refezen verwendet um den Einfluß der Erdatmosphäre auf die Bildqualität zu korrigieren. Die Farbe des lasers ist exakt so eingestellt, dass damit Natriumatome in einer der der hochgelegenen Schichten der Atmosphäre zum leuchten angeregt werden können - das Laserlicht hat dieselbe Farbe wie Straßenlaternen, die mit Natriumdampflampen betrieben werden. Man geht davon aus, dass die Natriumschicht ein Überbleibsel von Meteoriten ist, die in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. ...
potw1031-de-ch — Bild der Woche
Exoplanetenjäger auf La Silla
2. August 2010: Nur wenige Teleskope sind so erfolgreich bei der Suche nach fernen Welten wie das 3,6-Meter-Teleskop der ESO und das Schweizer 1,2-Meter-Leonhard-Euler-Teleskop, die beide auf diesem Bild zu sehen sind. Das 3,6-Meter-Teleskop beherbergt HARPS (High Accuracy Radial velocity Planet Searcher), einen Spektrografen mit unerreichter Genauigkeit, der mehrere Rekorde im Bereich der Exoplanetenforschung hält, unter anderem die Entdeckung des masseärmsten und des kleinsten jemals vermessenen Exoplaneten. Zusammen mit HARPS hat es das Leonhard-Euler-Teleskop Astronomen ermöglicht herauszufinden, dass sechs aus einer Stichprobe von 27 Exoplaneten sich auf ihren Umlaufbahnen entgegen der Rotationsrichtung ihrer Muttersterne bewegen, was eine unerwartete und ernste Herausforderug für die gegenwärtigen Theorien der Planetenentstehung darstellt. La Silla ist das erste Observatorium der ESO und liegt auf 2400 Metern über dem Meeresspiegel im südlichen Teil der chilenischen Atacamawüste. Es beherbergt nicht nur das 3,6-Meter-Teleskop, sondern auch das New Technology Telescope (NTT) und das MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop sowie mehrere kleinere oder nationale Teleskope.
potw1023-de-ch — Bild der Woche
Spektakulärer Monduntergang hinter dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope
7. Juni 2010: Wenn der  Mond untergeht, macht sich die Sonne bereit dazu, am gegenüberliegenden  Horizont aufzugehen. Das Very Large Telescope hat seine “Augen” nach einer langen Beobachtungsnacht schon geschlossen. Teleskop-Personal und Astronomen schlafen bereits, während Techniker, Ingenieure und Tagastronomen für den neuen Arbeitstag erwachen. Der Betrieb endet nie am produktivsten bodengebundenen Observatorium der Welt.  ESO-Mitarbeiter Gordon Gillet heißt den Tag mit diesem atemberaubenden Foto aus 14 Kilometern Entfernung willkommen, es wurde von der Straße zum Cerro Armazones aus  aufgenommen, der von der ESO als Standort für das geplante 40-Meter Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt wurde.   Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, das Bild ist keine Fotomontage. Der Mond erscheint sehr groß, weil er nahe am Horizont steht und unsere Wahrnehmung darauf ausgerichtet ist, Objekte in Relation zu Referenzobjekten am Erdboden zu vergleichen. Um ein so spektakulär „nahes“ Bild aufzunehmen, bedarf es eines 500mm-Objektivs. Die lange Brennweite reduziert die Tiefe ...
potw1017a-de-ch — Bild der Woche
Die Sculptorgalaxie mit starker Sternentstehung
26. April 2010: Die Galaxie NGC 253, die auch den Namen Sculptorgalaxie hat, ist die hellste Galaxie der Sculptorgruppe im Sternbild mit demselben Namen. Sie ist etwa 13 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und als sogenannte Starburstgalaxie bekannt für ihre derzeit starke Sternentstehung. Dies führt auch zu einem starken Superwind, einem Strom hochenergetischer Materie, die vom Zentrum der Galaxie ausgeht und ins Weltall geblasen wird. Die violetten Farbtöne im Bild stammen von den Unmengen neu entstandener Sterne, die maximal 30 Millionen Jahre alt sind. Die gelblichen Farbtöne dagegen werden von staub erzeugt, der von den jungen, massereichen Sternen bestrahlt wird. Das Bild wurde aus Einzelbeobachtungen erstellt, die mit drei verschiedenen Farbfiltern (B, V, R) am dänischen 1,5-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile aufgenommen wurden.
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Die stellaren Titanen von Pismis 24
12. April 2010: Der offene Sternhaufen Pismis 24 beherbergt einige der massereichsten bekannten Sterne. Er befindet sich im Zentrum des Gasnebels NGC 6357 im Sternbild Scorpius (der Skorpion). Mehrere Sterne in diesem Sternhaufen sind mit über 100 Sonnenmassen echte Schwergewichte. Die seltsamen Formen des Nebels werden durch die intensive Strahlung dieser massereichen und heißen Sterne verursacht. Gas und Staub tragen aber nicht nur zum nebligen Eindruck des Bildes bei, sondern verbergen auch sehr junge, massereiche Sterne vor Beobachtungen im sichtbaren Licht. Das Bild wurde aus Daten erstellt, die mit dem dänischen 1,5-Meter Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile durch drei verschiedene Filter (B, V und R) im sichtbaren Spektralbereich aufgenommen wurden.
potw1006-de-ch — Bild der Woche
Das Very Large Telescope aus der Vogelperspektive
8. Februar 2010: Ein Vogel, der hoch in der Luft über der abgelegenen, dünn besiedelten Atacamawüste im Norden Chiles segelt - vermutlich die trockenste Wüste der Erde - wäre vermutlich überrascht angesichts der hoch technisierten Oase des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Paranal. das weltweit fortschrittlichste bodengebundene astronomische Observatorium der Welt wird hier betrieben, mit vier 8,2-Meter-hauptteleskopen, vier 1,8-Meter-Hilfsteleskopen, dem VLT Survey Telescope (VST) und dem 4,1-Meter Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA), das man im Hintergrund über der Beobachtungsplattform auf dem benachbarten Berggipfel sehen kann. Diese Luftbildaufnahme zeigt auch noch weitere Gebäude wie das Kontrollzentrum am vorderen Rand der Plattform.
potw1003-de-ch — Bild der Woche
Das zukünftige European Extremely Large Telescope
18. Januar 2010: Diese konzeptionelle Darstellung zeigt das geplante European Extremely Large Telescope (E-ELT) der ESO, das einmal das größte Teleskop der Welt für das sichtbare Licht sein wird, beim Blick an den Himmel. Wenn es Anfang des nächsten Jahrzehnts den Betrieb aufnimmt, soll sich das E-ELT einigen der größten wissenschaftlichen Herausforderungen stellen. Dazu gehört unter anderem der Nachweis eines erdähnlichen Planeten in der "bewohnbaren Zone" eines Sterns – der Nachweis eines solchen Planeten, auf dem sich Leben bilden können sollte, ist eines der ehrgeizigsten Ziele der beobachtenden Astronomie. Darüber hinaus soll das E-ELT grundlegende Beiträge zur Kosmologie leisten, indem es die Eigenschaften der ersten Sterne und Galaxien, der Dunklen Materie und der Dunklen Energie erforscht. Die Astronomen machen sich darüber hinaus auf Überraschungen gefasst – ganz sicher werden sich aus den mit dem E-ELT gemachten Entdeckungen neue, unvorhergesehene Fragen ergeben. Mit einem Hauptspiegeldurchmesser von unglaublichen 39 Metern wird das E-ELT 25 mal ...
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