Die Durchmusterungsteleskope der ESO

Den Himmel bis ins feinste Detail kartieren

Zwei weitere leistungsfähige Teleskope werden ebenfalls am dem Paranal-Observatorium der ESO betrieben: Das Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy (VISTA), ein Durchmusterungsteleskop für den sichtbaren und infraroten Spektralbereich, und das VLT Survey Telescope (VST). Sie sind vermutlich die weltweit leistungsfähigsten Durchmusterungsteleskope, und ergänzen das wissenschaftliche Entdeckungspotenzial des Paranal erheblich.

Das Paranal-Observatorium virtuell besichtigen

Virtuelle Tour zum Very Large Telescope

Klicken Sie auf das Bild um eine Virtuelle Tour zum und durch das VLT zu unternehmen.

Webcam des VLT LIVE.

 

Das Paranal-Observatorium besuchen

Wissenschaft mit den Durchmusterungsteleskopen der ESO

Viele der interessantesten astronomischen Objekte – von den astronomisch gesehen winzigen, aber potenziell gefährlichen erdnahen Asteroiden bis zu den entferntesten Quasaren – sind im Weltall sehr selten: Die Suche nach ihnen ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die größten Teleskope, wie das Very Large Telescope der ESO und das Hubble-Weltraumteleskop von NASA und ESA haben zu jeder Zeit nur einen winzigen Ausschnitt des Nachthimmels im Blick. VISTA und das VST sind für die schnelle und lichtstarke Fotografie großer Himmelsareale optimiert. Innerhalb von fünf Jahren werden die beiden Teleskope insgesamt neun sorgfältig geplante Durchmusterungen durchführen, und dabei umfassende Archive von Bildern und Objektkatalogen aufbauen, deren Auswertung die Astronomen noch für die kommenden Jahrzehnte beschäftigen sollte. Die Durchmusterungsteleskope werden für die Arbeit zukünftiger Einrichtungen wie des Europäischen Extremely Large Telescope (E-ELT) und James Webb Space Telescope (JWST) eine entscheidende Rolle spielen.

Die wissenschaftlichen Ziele der Himmelsdurchmusterungen beinhalten viele der spannendsten Problemstellungen der heutigen Astrophysik, von der Bedrohung durch erdnahe Asteroiden bis hin zur Natur der Dunklen Energie. Die Durchmusterungen werden von großen Wissenschaftlerteams aus ganz Europa durchgeführt. Während einige dieser Projekte den gesamten Südhimmel abdecken, konzentrieren sich andere auf ausgewählte Bereiche des Himmels.

Sind sie einmal von den Durchmusterungsteleskopen entdeckt, können interessante Objekte anschließend Gegenstand detailierter Studien am benachbarten VLT und anderen Teleskopen am Boden und im Weltraum werden. Beide Durchmusterungsteleskope sind in Kuppeln nahe beim VLT untergebracht, und haben Teil an denselben optimalen Beobachtungsbedingungen.

VISTA und das VST produzieren gewaltige Datenmengen, mehr als alle anderen Instrumente am Very Large Telescope zusammen. Eine VISTA-Aufnahme hat 67 Megapixel, Bilder vom VST haben 268 Megapixel. Insgesamt fallen mehr als 100 Terabyte pro Jahr an.

Weitere Informationen über die Durchmusterungsteleskope der ESO

 

Schon gewusst?
Der Nachthimmel über den ESO-Standorten in Chile ist so dunkel, dass man in einer klaren, mondlosen Nacht den eigenen Schatten sieht, der vom Licht der Milchstraße geworfen wird.
Schon gewusst?
Das Paranal-Observatorium ist so abgelegen, dass alles, was vor Ort benötigt wird, gesondert angeliefert werden muss. Täglich bringen zum Beispiel Tanklastzüge aus Antofagasta 60.000 Liter Wasser.