Vorbereitung für eine Revolution

Wir befinden uns in einem goldenen Zeitalter der Astronomie. Allein die letzten Jahrzehnte haben Entdeckungen mit sich gebracht, deren Faszination weit über den Kreis der Fachwissenschaftler hinausreicht, von den ersten Planeten, die um ferne Sterne kreisen, bis zum beschleunigt expandierenden Kosmos, der von Dunkler Materie und Dunkler Energie beherrscht wird.

Künstlerische Darstellung des E&ndashELTEuropa spielt in allen Bereichen der modernen Astronomie eine wichtige Rolle. Dazu tragen die bodengebundenen Teleskope, die von der ESO betrieben werden, maßgeblich bei. Damit Europa in der Spitzenforschung auch weiterhin an vorderster Front aktiv sein kann, hat die ESO einen revolutionären Entwurf für ein Großteleskop der Extraklasse vorgelegt, das European Extremely Large Telescope E-ELT, das um Größenordnungen leistungsfähiger sein wird als existierende Teleskope. Das E-ELT könnte unsere Weltsicht in ähnlicher Weise revolutionieren wie das Teleskop Galileo Galileis vor vierhundert Jahren.

Die Arbeit an dem Teleskop mit 39 Metern Durchmeser befindet sich derzeit in einem Stadium detaillierter Entwicklungsarbeit. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Ende 2014 vorgesehen, Mitte des nächsten Jahrzehnts soll das Teleskop in Betrieb gehen.

Das "Auge" dieses Teleskops wird fast halb so lang sein wie ein Fußballplatz, und wird 15 Mal mehr Licht sammeln als die größten optischen Teleskope, die derzeit in Betrieb sind. Die Optik des E-ELT beruht auf einem revolutionären neuen Design, bei dem das Licht an insgesamt fünf Spiegeln reflektiert wird. Mit sogenannter Adaptiver Optik werden dabei die Verzerrungen, die das Licht beim Durchgang durch die Erdatmosphäre erleidet weitgehend ausgeglichen. Derart gerüstet wird das E-ELT eine herausragende Bildqualität haben. Der Hauptspiegel des E-ELT wird aus fast 800 sechseckigen Einzelsegmenten bestehen.

 

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