Geschäftliche Beziehungen zur ESO

Zusammenarbeit mit der Industrie

Die ESO arbeitet bei der Realisierung von Projekten und dem Bau von Instrumenten und Teleskopen mit der Industrie zusammen. Das gilt natürlich auch für das E-ELT, das größte Teleskop der Welt, das derzeit in der Planung ist und in den nächsten Jahren fertiggestellt werden wird.

Die Zusammenarbeit zwischen der ESO und der Industrie hat zum Ziel, das bestmögliche Ergebnis bei gleichzeitiger Einhaltung des Kostenrahmens zu erreichen. Für die Auswahl der für ihre Projekte am besten geeigneten Lieferanten hat die ESO einen Rahmen von Einkaufsregeln und Regularien etabliert, die auf den Prinzipien der öffentlichen Vergabeordnung, Gleichbehandlung, Transparenz, Haftung, Fairness und Effizienz basieren.

Die Finanzregelungen der ESO sind ebenfalls Teil dieses Prozesses und stellen sicher, dass der Vergabeprozess möglichste im freien Wettbewerb und innerhalb der ESO-Mitgliedsländer abläuft. Nur in Ausnahmefällen werden Ausschreibungen, Preisanfragen und Anfragen zu Informationsangeboten an Firmen außerhalb der ESO-Mitgliedsländer gerichtet.

Der Teilnehmerkreis im Vergabeprozess wird üblicherweise auf Basis der ESO-Lieferantenliste sowie den Vorschlägen der Mitarbeiter und den Informationen seitens der Industriebeauftragten ausgewählt. Jedoch können auch Firmen selbst ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit der ESO bekunden.

Am Ende des Beschaffungsvorgangs wird der Auftrag stets an den kostengünstigsten Anbieter vergeben, der alle technischen und betrieblichen Anforderungen erfüllt.

Zusammenarbeit mit Instituten

Manchmal, insbesondere bei Projekten mit starkem wissenschaftlichen Hintergrund, sucht die ESO die Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Instituten aus den Mitgliedsländern (nur ausnahmsweise außerhalb der Mitgliedsländer). Mit wissenschaftlichen Instituten sind hier Forschungsinstitute, Universitäten, Observatorien, etc. gemeint, also im Grunde öffentliche, nicht gewerbsmäßige Organisationen. Das Grundkonzept einer solchen Zusammenarbeit ist, dass das teilnehmende Institut (oder Konsortium von Instituten) kein Entgelt für die erbrachten Leistungen von der ESO erhält.

Stattdessen wird einem solchen Institut ein Kontingent an Beobachtungszeit an ESO-Instrumenten eingeräumt. Dieses ist proportional zur erbrachten Leistung. Solche Projekte erfordern auch oft die Anschaffung von Hardware. Derartige Ausgaben können entweder von der ESO getragen oder mit dem Institut geteilt werden.

Die Auswahl eines Partnerinstitutes wird normalerweise durch eine Ausschreibung (häufig vorangegangen von einem Ideenwettbewerb) vorgenommen, welche an die Runde der Institute verschickt wird, die aller Voraussicht nach an der Teilnahme interessiert und dazu in der Lage sind.

Diese Institute werden normalerweise von ESO-Mitarbeitern auf der Basis ihrer eigenen Erfahrungen und den Hinweisen der wissenschaftlichen Abgeordneten des Councils ausgewählt.

Allerdings beginnt ein solcher Auswahlprozess stets mit der Veröffentlichung des anstehenden Ideenwettbewerbs und der Ausschreibung (einschließlich einer Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs) auf der ESO-Website. Das soll interessierten Instituten die Möglichkeit geben, die ESO zu kontaktieren und sich für die Einbeziehung in den Auswahlprozess zu melden.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte cp@eso.org oder cp-chile@eso.org für Chile.