Bild der Woche

26. Mai 2014

Ein Strom von Sternen über dem Paranal

Der Himmel über dem Paranal-Observatorium im Norden Chiles ist ein wahrer Genuss für die ESO-Fotobotschafter, die ständig mit neuen Techniken experimentieren um noch eindringlichere Ansichten der einzigartigen, trockenen Landschaft und der hochmodernen Anlagen vor Ort zu gewinnen.

Aus diesem Anlass hat Gianluca Lombardi viele langbelichtete Aufnahmen kombiniert, um dieses atemberaubende Ergebnis zu erhalten – das Very Large Telescope (VLT) mit seinen Hilfsteleskopen, ihre Bewegung erscheint als verwaschenes Flimmern unterhalb eines Stromes von Sternen während die scheinbare Bewegung der Sterne über den Himmel ausgedehnte Strichspuren auf der Kamera hinterlässt, weil die Erde rotiert.

Das VLT ist das Aushängeschild der ESO. Es ist das weltweit produktivste Observatorium und das fortschrittlichste optische Instrument, das je gebaut wurde.


19. Mai 2014

Groß und größer

Eine kleine Menschenmenge trifft sich bei den Teleskopen am Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Für die meisten von uns markiert der Sonnenuntergang das Ende des Arbeitstags – eine Zeit zum Ausruhen. Aber nicht hier: Zur Nachtzeit wird hier die wirkliche Arbeit mit einem klaren Nachthimmel als Arbeitsplatz geleistet.

Die Menge wirkt durch die Teleskope links von ihnen winzig klein. Die Schutzbauten beherbergen die vier 1.8-Meter Hilfsteleskope, die Teil des Very Large Telescope (VLT) sind. Aber der wahre Riese auf dem Bild ist ganz links zu sehen. Während die Hilfsteleskope die Menschen klein wirken lässt, wirken sie selber wiederum neben dem VLT-Hauptsteleskop wie Ameisen. Das VLT besteht aus vier 8.2-Meter Teleskopen wie diesem, einem der größten Teleskope der Welt.

Wenn Sie glauben das ist groß, warten Sie auf das European Extremely Large Telescope (E-ELT), geplant ist das First Light für Anfang der 2020er Jahre. Sein Hauptspiegel wird einen Durchmesser von 39 Meter besitzen! Wenn wir in die Zukunft blicken, wird die ESO dieser Welt bessere und größere Augen zum Himmel bringen.


12. Mai 2014

Strichspuren über den Kakteen der Atacamawüste

Dieses prachtvolle in der Atacamawüste in Chile gewonnene Bild zeigt Strichspuren von Sternen, die den himmlischen Südpol umgeben, über einer von Kakteen dominierten Landschaft. Die Strichspuren zeigen den scheinbaren Weg der Sterne am Himmel, wenn die Erde langsam rotiert. Sie wurden durch langbelichtete Aufnahmen gewonnen.

Eine abschließende längere Belichtung wurde den prächtigen Spuren überlagert und zeigt viele weitere, schwächere Sterne und die gerade über dem Horizont aufgehende Milchstraße mit ihren Bereichen aus dunklem Staub und dem wohlbekannten rötlich leuchtenden Carinanebel. Weiter rechts sind die Satellitengalaxien der Milchstraße sichtbar, die Große (Mitte oben) und Kleine (rechts unten) Magellansche Wolke.


5. Mai 2014

Aufgereihte Planeten über La Silla

Die Sonne geht unter auf La Silla, einer der Beobachtungsanlagen der ESO in Chile, und erzeugt dabei ein glühend orangenes Leuchten entlang des Horizonts.

Dieses Bild, aufgenommen von David Jones im Juni 2013, zeigt zusätzlich eine Kette von drei Planeten über den Kuppeln der ESO-Teleskope. Das Trio links der Bildmitte besteht aus Jupiter (unten links, fast unsichtbar in den Dämmerungsfarben), Venus (Mitte) und Merkur (weiter rechts oben) – siehe auch das beschriftete Bild.

Aufreihungen wie diese gibt es nur alle paar Jahre und sie sind für Fotografen und Astronomen ein besonderer Genuss. Wenn drei (oder mehr) himmlische Objekte wie hier am Himmel aufgereiht sind, bezeichnet man das als Syzygium. Wefen Sie auch einen Blick auf dieses Syzygiumbild, es zeigt fast dieselbe Szene (aus dem Mai 2013).

Das Bild wurde während einer fünftägigen Beobachtungskampagne mit dem 3.6-Meter New Technology Teleskope auf La Silla aufgenommen, und so war ich sehr glücklich gerade zum richtigen Zeitpunkt Beobachtungszeit bekommen zu haben, um dieses Bild aufzunehmen”, erklärt Fotograf Dave Jones. „Diese Anordnung der drei Planeten dauerte nur etwa eine Woche und wird so das nächste Mal erst im Jahr 2026 stattfinden. Damit ist dies ein sehr glücklicher Schnappschuss!

An einem der trockensten Orte der Erde in den Ausläufern der Atacamawüste in Chile sind die atmosphärischen Bedingungen hier auf La Silla so stabil, dass sie kristallklare Ansichten unseres Nachthimmels ermöglichen. Dieses Bild ist eine Überlagerung zweier Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und erzeugt eine detaillierte Ansicht der Beobachtungsanlage während des Sonnenuntergangs.

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28. April 2014

Lamas bei La Silla

Dieses Bild zeigt einen altertümlichen, sonnenverbrannten Felsbrocken nahe dem La Silla-Observatorium der ESO in Chile in den Ausläufern der Atacama-Wüste auf einer Höhe von 2400 Metern über dem Meeresspiegel.

Auf dem Steinbrocken sind unterschiedliche Petroglyphen - also Felszeichnungen – sichtbar, die Menschen und Lamas darstellen. Lamas waren sehr wichtig für die frühen südamerikanischen Kulturen, waren sie doch Lieferanten von Nahrung und Wolle und wurden als Lastentiere zum Transport von Waren über das Land eingesetzt. Die Bedeutung der Lamas spiegelt sich auch im Glauben der präkolumbianschen Menschen wider, die die Region besiedelten – die Inkahirten beteten ein göttliches, vielfarbiges Lama mit dem Namen Uruchillay an, von dem gesagt wurde dass es über die Tiere wacht. Der Name Uruchillay wurde von den antiken Inka-Astronomen auch für das Sternbild der Leier verwendet.

Das Lama wurde auch in weiteren Sternkonstellationen der Inkas verehrt. Diese Sternbilder wurden von dunklen Flecken auf der hellen Ebene der Milchstraße gebildet, im Gegensatz zu den hellen hervorstechenden Sternen in der westlichen Tradition. Eine dieser Konstellationen war unter dem Namen Yacana (Das Lama) bekannt und erstreckt sich vom galaktischen Zentrum in Richtung des Kreuz des Südens, sein Auge ist unser kosmischer Nachbar Alpha Centauri.

Das Bild wurde von dem versierten professionellen Astronomen Håkon Dahle aufgenommen. Er hat das Bild in der Your ESO Pictures-Flickrgruppe veröffentlicht. Die Flickrgruppe wird regelmäßig durchgesehen und die besten Bilder werden ausgewählt, um in der populären Bild-der-Woche-Serie oder in unseren Bildergalerien veröffentlicht zu werden.

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21. April 2014

Lastentiere

„Viele Hände machen der Arbeit bald ein Ende“ sagt ein altes Sprichwort, vielleicht wäre in diesem Fall die Phrase „viele Reifen machen der Arbeit bald ein Ende“ passender. Hier ist Otto abgebildet, einer der zwei ALMA-Transporter zusammen mit seiner Gefährtin Lore. Otto und Lore sind für den Transport der ALMA-Antennenschüsseln auf das Chajnantor-Plateau zuständig, einer Observatoriumsanlage auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel im Norden Chiles. Seit dem Aufstellen der Antennen vor Ort haben die Trucks die zusätzliche Aufgabe, sie nach den Bedürfnissen der Wissenschaftler umzupositionieren. Otto kann in diesem Video in Aktion betrachtet werden.

Die zwei leistungsstarken Giganten sind die ultimativen maßgeschneiderten Vehikel. Sie wurden speziell für die ESO vom deutschen Fahrzeugbauer Scheuerle entwickelt, die eine beeindruckende Liste schwerer Transportfahrzeuge wie für die Antares-Rakete und eine Ölbohrplattform mit einem atemberaubenden Gewicht von 15.000 Tonnen vorweisen können!

Die Transporter sind bis auf die Farbe der Sicherheitsgeländer auf dem Fahrzeug identisch. Otto hat wie auf dem Bild zu sehen rote Geländer und Lore kann man an grünen Geländern identifizieren. Jedes Fahrzeug wird von zwei Dieselagaggregaten mit jeweils 700 PS also in Summe 1400 PS angetrieben. Beide Fahrzeuge können auch ferngesteuert werden und erlauben den Operateuren die Positionierung der Antennen mit Millimetergenauigkeit.

Die ALMA-Transporter sind ein integraler Bestandteil der ALMA-Anlage, so dass sie als Teil des Teleskops betrachtet werden können. Ohne die beiden Vehikel wäre der Bau, der Betrieb und die Aufrechterhaltung des Antennenfelds nicht möglich.

Das Bild wurde von José Velásquez aufgenommen.


14. April 2014

La Silla possiert für eine Ultra HD-Aufnahme

Ein Vorhang von Sternen umgibt das 3,58-Meter New Technology Telescope (NTT) in dieser neuen Ultra High Definition-Aufnahme der ESO Ultra HD-Expedition [1]. Es wurde während der ersten Aufnahmenacht am La Silla-Observatorium der ESO aufgenommen, das auf 2400 Metern über dem Meeresspiegel in den Ausläufern der chilenischen Atacama Wüste liegt.

Die majestätische Teleskopkuppel ist perfekt auf die Zentralregion der Milchstraße ausgerichtet – der hellsten Region und dem Bereich, der das galaktische Zentrum verhüllt. Der unverwechselbare achteckige Schutzbau, der das NTT beherbergt, steht groß im Bild – die Silhouette hebt sich gegen den glitzernden Kosmos darüber ab und fast scheint es die Milchstraße aufessen zu wollen. Der Teleskopschutzbau war seinerzeit ein technologischer Durchbruch und wurde im Jahr 1989 fertiggestellt.

Links der Milchstraße ist der hellorange Stern Antares im Herzen des Skorpions sichtbar. Saturn ist als hellster Punkt links oberhalb von Antares sichtbar und Alpha und Beta Centauri leuchten oben rechts im Bild. Das Kreuz des Südens und der Kohlensack-Dunkelnebel zeichnen sich oberhalb von Alpha und Beta Centauri ab.

La Silla war das erste Observatorium der ESO und wurde im Jahr 1969 eingeweiht. Das auf dem Bild sichtbare NTT war das weltweit erste Teleskop mit einem computergesteuerten Hauptspiegel und ebnete den Weg für neue Teleskopentwicklungen und das Very Large Telescope der ESO.

Endnote

[1] Das Expeditionsteam besteht aus dem ESO Videofotografen Herbert Zodet und den drei ESO-Fotobotschaftern Yuri Beletsky, Christoph Malin und Babak Tafreshi. Informationen über die Technologiepartner der Expedition finden Sie hier und ihren Blog hier.


7. April 2014

Kosmischer Feuerball über ALMA

Dieses wunderbare neue Bild, das während einer Zeitrafferaufnahmeserie am Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) aufgenommen wurde, ist ein weiteres dramatisches Ultra High Definition-Foto von der ESO Ultra HD-Expedition. ALMA liegt auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel auf dem abgelegenen und leeren Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden und ist für die vier ESO-Fotobotschafter [1] das zweite Ziel auf ihrer 17-tägigen Reise. Die Fotobotschafter sind mit hochmodernen Ultra HD-Geräten ausgestattet, die ihnen helfen, die wahre Schönheit von Ansichten wie diesem Bild einzufangen [2] [3].

Einige der 66 Präzisionsantennen von ALMA sind hier sichtbar, die Antennenschüsseln zeigen hoch nach oben und untersuchen kühle Wolken im interstellaren Raum blicken tief in die Vergangenheit unserer geheimnisvollen kosmischen Ursprünge.

Die spektakuläre Lichtspur über ALMA ist eine Sternschnuppe, die das Bild mit einem hellen Farbstreifen zerteilt. Smaragdgrüne, goldene und leicht karmesinrote Farben loderten hell, als der Meteor in der Erdatmosphäre verglüht ist und seine feurige Reise über den Himmel gemacht hat. Wenn der Hochgeschwindigkeits-Feuerball – der in Wahrheit ein kleines Steinfragment aus dem interplanetaren Raum ist – auf die Atmosphäre der Erde trifft, heizt er sich auf, das Oberflächenmaterial des Meteors verdampft und bleibt in der leuchtenden Spur zurück. Diese Leuchtspuren verschwinden innerhalb weniger Sekunden, wurden aber hier durch einen Druck auf den Auslöseknopf eingefangen.

In der Bildmitte leuchten hell der hellste Stern im Sternbild Jungfrau, bekannt unter dem Namen Spica, und unser Nachbarplanet Mars – kosmische Zuschauer dieses feurigen Abstiegs, während sie über dem Horizont aufgehen.

Die Ultra HD-Expedition startete am 25. März 2014 in Santiago de Chile. Dieses Foto wurde in der achten Nacht der Reise auf den Chajnantor-Plateau aufgenommen. Aktuell ist das Team am La Silla-Observatorium, der ersten Anlage der ESO in Chile, und übermorgen werden sie nach ihrer letzten Nacht die Rückreise antreten. Frei zugängliche Ultra HD-Inhalte, die auf der Expedition erzeugt wurden, werden demnächst online von der ESO als kristallklares, atemberaubendes Ultra HD-Material angeboten – und werden das Universum näher als jemals zuvor zeigen. Dieses Bild wurde vom ESO-Fotobotschafter und Videofilmer Christoph Malin aufgenommen.

Endnoten

[1] Das Team besteht aus dem ESO-Videofilmer Herbert Zodet und den drei Fotobotschaftern Yuri Beletsky, Christoph Malin und Babak Tafreshi. Informationen zu den Technologiepartnern der Expedition findet man hier und ihren Blog gibt es hier.

[2] Die Ausrüstung beinhaltet: Vixen Optics Polarie Star Tracker, Canon® EOS-1D C Kamera, Stage One Dolly und eMotimo TB3 3-axis motion control camera robot, Angelbird SSD2go, LRTimelapse software. Peli™ Cases, 4K PC workstations von Magic Multimedia, Novoflex QuadroPod system, Intecro batteries und Granite Bay Software.

[3] Technologiepartner sind: Canon, Kids of All Ages, Novoflex, Angelbird, Sharp, Vixen, eMotimo, Peli, Magic Multi Media, LRTimelapse, Intecro und Granite Bay Software.


31. März 2014

Aufnahme des Universums in Ultra High Definition

Dieses Foto, das am Paranal-Observatorium der ESO aufgenommen wurde, ist die erste Fotografie der Ultra HD-Expediton der ESO – einer Pionierreise, die gerade von vier angesehenen Videofilmern und ESO-Fotobotschaftern unternommen wird [1]. Ausgestattet mit den modernsten Ultra HD-Tools [2][3] nimmt das Team drei einzigartige Beobachtungsstandorte der ESO in Chile in all ihrer Pracht auf. Gleichzeitig dokumentieren die Teammitglieder die Reise und das Drumherum in einem Blog.

Die vier Hauptteleskope - Antu, Kueyen, Melipal and Yepun – eines der Hilfsteleskope des Very Large Telescope (VLT) und das VLT Survey Telescope (VST) sind in diesem Bild aus einer ungewohnten Perspektive fest gehalten. Das Fischaugenobjektiv ermöglicht eine 360°-Aufnahme, wodurch eine eindringliche Paranal-Welt mit der Milchstraße im Zentrum entsteht.

Entfernte kosmische Juwelen sind über dem VLT verstreut zu sehen – sie durchziehen den saphirfarbenen Nachthimmel. Am oberen Bildrand stehen Mond und Venus nebeneinander und strahlen wunderschön an der Eklitpik ausgerichtet mit Saturn (direkt über der Kuppel im unteren Teil des Bildes) um die Wette. Antares, Vega und Altair – einige der helleren Sterne des Himmels – sind ebenso zu erkennen [4]. Zwei irreguläre Zwerggalaxien, Begleiter der Milchstraße und als Kleine und Große Magellansche Wolke bekannt, sind links neben dem Hilfsteleskop mit ihrem schwachen Leuchten zu erkennen. Das Ganzkuppel-Bildmaterial, das mit dem Fischaugenobjektiv während der Expedition erstellt wurde, wird demnächst kostenlos für Planetariumsshows zur Verfügung gestellt werden (wie zum Beispiel jene in der ESO Supernova-Einrichtung ab 2017).

Die Expedition begann in Santiago in Chile am 25. März 2014. Am folgenden Tag ist das Team zum ersten Zwischenstop losgezogen: dem Paranal-Observatorium der ESO, wo dieses Bild am 26. März 2014 entstanden ist. Hier werden sie die nächsten Tage damit verbringen, Zeitraffer-Standbildaufnahmen, Videos und Panoramaaufnahmen vom Paranal – der Heimat vom Very Large Telescope, dem Flagschiff der ESO – zu erstellen, bevor das Team weiterreist, um das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) und das La Silla-Observatorium ebenso im Bild festzuhalten. Am 8. April kehrt das Team nach Europa zurück.

Endnoten

[1] Das Team besteht aus dem ESO-Videofilmer Herbert Zodet sowie den drei ESO-Fotobotschaftern Yuri Beletsky, Christoph Malin und Babak Tafreshi. Informationen über die Technologiepartner der Expedition sind hier zu finden.

[2] Die Ausrüstung beinhaltet: Vixen Optics Polarie Star Tracker, Canon® EOS-1D C Kamera, Stage One Dolly und eMotimo TB3 3-Achsen motion control Kameraroboter, Angelbird SSD2go, LRTimelapse-Software. Peli™-Koffer, 4K PC-Arbeitsplätze von Magic Multimedia, Novoflex QuadroPod-System, Intecro-Batterien und Granite Bay-Software.

[3] Zu den Technologiepartner gehören: Canon, Kids of All Ages, Novoflex, Angelbird, Sharp, Vixen, eMotimo, Peli, Magic Multi Media, LRTimelapse, Intecro und Granite Bay Software.

[4] Die beschriftete Version dieses Bildes zeigt die Planeten und Sterne, die am Nachthimmel zu finden sind.

Link:

Blog der UHD-Expedition der ESO


17. März 2014

Der Milchstraßen-Bogen über dem Paranal

Eine weitere klare Nacht am Paranal-Observatorium der ESO in Chile – perfekt um sich zurückzulehnen und unsere Galaxis, die Milchstraße, zu betrachten. Viele von uns leben in einer dicht bevölkerten städtischen Gegend, wo die Lichtverschmutzung verhindert, dass unsere kosmische Heimat in solchem Detail beobachtbar ist.

Wir wissen heutzutage, dass dieser atemberaubende Blick zu unserer Heimatgalaxie gehört. Die alten Griechen dachten jedoch, dass es sich um ein Werk der Götter handelt. Ihre Mythen erzählen, dass der neblige Streifen am Himmel die Muttermilch von Hera sei, der Frau des Göttervaters Zeus. Wir verdanken den Namen „Milchstraße“ also den alten Griechen. Der hellenistische Ausdruck Γαλαξίας κύκλος, der galaxias kyklos ausgesprochen wird, bedeutet „milchiger Kreis“ und bildet den Ursprung für unseren modernen Namen.

Dieses Bild wurde von ESO-Fotobotschafter Gabriel Brammer aufgenommen. Auf der rechten Seite ist ein Astronom zu sehen, der am Paranal zu Besuch ist und den Blick in den Himmel genießt.


10. März 2014

Rosettas Komet wacht auf

Am 20. Januar 2014 wurde die Raumsonde Rosetta der ESA von einer langen Ruhephase in den Tiefen unserers Sonnensystems wiedererweckt, um sich ihrem Ziel – dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko (manchmal auch als 67P/CG abgekürzt) – zu nähern.

Von der Erde aus gesehen ist der Komet 67P gerade wieder hinter der Sonne hervorgekommen. Am 28. Februar 2014, sobald der Komet vom Paranal-Observatorium der ESO in Chile sichtbar war, wurde das Very Large Telescope (VLT) der ESO auf den Kometen ausgerichtet. Die ESO arbeitet mit der ESA zusammen, um den Kometen von der Erde aus zu beobachten, während Rosetta sich ihm in den nächsten Monaten nähert. Diese Beobachtungen dienen der Vorbereitung für die wichtige Begegnung der Raumsonde mit dem Kometen, die für August diesen Jahres geplant ist (potw1403a).

Diese neue Bild, und viele noch folgende, werden von der ESA verwendet, um die Navigation von Rosetta zu verfeinern und zu überprüfen wie viel Staub von dem Kometen abgegeben wird. Das linke Bild wurde erstellt, indem einzelne Aufnahmen übereinandergelegt wurden, um die Sterne im Hintergrund sichtbar zu machen – anschließend wurden die Aufnahmen entsprechend verschoben, um die Bewegung des Kometen zu kompensieren. Der Komet ist als kleiner Punkt über einer der Sternspuren (in der Mitte des Kreises) sichtbar. Das rechte Bild zeigt den Kometen, nachdem die Sterne abgezogen wurden.

Dieses neue Bild zeigt ein Hellerwerden des Kometen, was dafür spricht, dass das Eis in seinem Inneren zu verdampfen beginnt, während der Komet sich der Sonne nähert. Genau wie die Raumsonde Rosetta erwacht der Komet selbst aus seiner Ruhephase.

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3. März 2014

ALMA-Arbeiter retten verlassenes Vikunja-Kitz

Hoch auf dem Chajnantor-Plateau in den chilenischen Anden liegt das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), ein Observatorium umgeben von der Weite einer hochgradig trockenen Landschaft. Etwas überraschend erscheint es deshalb, dass die Region die Heimat einiger Wildtierarten ist, von denen einige hin und wieder in der Nähe des Observatoriums auftauchen. Das weiter südliche gelegene La Silla-Observatorium der ESO hatte erst kürzlich Besuch von einem amerikanischen Graufuchs (potw1406a) und Wildpferden (potw1344a).

Der letzte dieser ALMA-Besucher ist dieses niedliche Vikunja-Kitz, das am 16. Februar 2014 von ALMA-Arbeitern gefunden wurde. Das Kitz war nur wenige Wochen alt und geschwächt, da es von Füchsen gejagt wurde und dabei seine Herde verloren hat.

Nach einer Reihe wenig erfolgreicher Versuche, das Kitz zu seiner Herde zurückzubringen, haben die Arbeiter es in das Wildlife Rescue and Rehabilitation Center der Universität Antofagasta gebracht, wo es behandelt wurde, so dass es schließlich in etwa einem Jahr wieder auf dem Anden-Plateau freigelassen werden kann.


24. Februar 2014

Die Kurven des ESO-Hauptsitzes

Dieses Infrarotbild wurde seiner Farben beraubt, wodurch die schwungvollen Kurven vom Hauptquartier der ESO auf die frostige, natürliche Schönheit der umgebenden Bäume treffen. Die extreme Krümmung, die in diesem Bild zu sehen ist, wird durch die Verwendung einer Fischaugenlinse hervorgerufen, die den Blickwinkel verzerrt. Dadurch umschließt das Gebäude die blassen Blätter und umrahmt den Himmel darüber. Das Blattwerk erscheint sehr hell, da es das infrarote Licht reflektiert, wohingegen der blasse, weiße Farbton dadurch verursacht wird, dass der Fotograf einen Weißabgleich an den Blättern der Bäume durchgeführt hat.

Die präzisen Kurven des Betons, Glases und Stahls geben einen Hinweis darauf, dass der Hauptsitz eine bestimmte Struktur aufweist: Im Jahr 1981 wurde in einem Artikel, der im ESO-Messenger erschien, als „ein Labyrinth, um die Intelligenz von Ratten zu testen“ beschrieben. Allerdings hat der Autor, zum Glück für die ESO, darauf hingewiesen, dass „menschliche Wesen im Durchschnitt klüger als Ratten sind und sie das Problem somit sehr schnell gelöst ist“.

Dieses Bild wurde vom ESO-Computerspezialisten Dirk Essl aufgenommen.


17. Februar 2014

VST-Schnappschuss von Gaia auf dem Weg zu einer Milliarde Sterne

Diese neuen Bilder vom Very Large Telescope Survey Telescope (VST) der ESO zeigen die ESA-Raumsonde Gaia etwa 1,5 Millionen Kilometer außerhalb der Erdumlaufbahn.

Am 19. Dezember 2013, einem Donnerstagmorgen, gestartet, hat der Satellit die Aufgabe in den nächsten fünf Jahren eine 3D-Karte unserer Galaxie zu erstellen. Den Himmel zu vermessen war seit Anbeginn der Zeit eine der zentralen Fragen der Menschheit. Gaia wird nun unser Verständnis von unserer stellaren Nachbarschaft auf ein ganz neues Niveau heben: Sie wird die Positionen und Bewegungen von etwa einer Milliarde Sternen in unserer Galaxie präzise ausmessen, um die Zusammensetzung der Milchstraße sowie ihre Entstehung und Entwicklung zu untersuchen.

Diese neuen Beobachtungen sind das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der ESA und der ESO, im Rahmen derer die Raumsonde von der Erde aus beobachtet wird. Gaia ist zwar das akkurateste astrometrische Gerät, das je gebaut wurde, um jedoch aus den Beobachtungen nützliche Informationen ziehen zu können, muss die Position der Sonde im Weltraum genau bekannt sein. Der einzige Weg, um die Geschwindigkeit und Position der Sonde mit sehr hoher Genauigkeit bestimmen zu können, besteht darin Gaia täglich von der Erde aus zu beobachten. Hierzu werden Teleskope, zu denen auch das VST der ESO zählt, in einer Kampagne, die als Ground-Based Optical Tracking (GBOT) bekannt ist, eingesetzt.

Das VST ist ein moderndes 2,6-Meter-Teleskop, das mit OmegaCAM ausgestattet ist, einer riesigen 268-Megapixel-CCD-Kamera mit einem Blickfeld, das viermal so groß ist wie die Fläche des Vollmonds. Das VST hat diese Bilder mit OmegaCAM am 23. Januar 2014 mit einem zeitlichen Abstand von 6,5 Minuten aufgenommen. Gaia ist deutlich als kleiner, rot markierter Punkt zu erkennen, der sich vor einem Hintergrund aus Sternen bewegt. In den Bildern ist die Raumsonde etwa eine Million mal schwächer als noch mit dem bloßen Auge erkennbar.

Gaia wurde bereits zuvor im Dezember 2013 mit dem VST beobachtet, sehr bald nach dem Start – und ist eines der nächsten Objekte, die jemals mit dem VST beobachtet wurden. Die Sonde erschien genau dort, wo sie vermutet wurde, was die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der bodengebundenen und der weltraumbasierten Astronomie hervorhebt.

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10. Februar 2014

Der fantastische Mr. Fox

Selbst gefährlich nah an der Grenze zur bewohnbaren Welt klammert sich das Leben fest. Am Rande der heißen und trockenen Atacamawüste ist dieser südamerikanische Graufuchs gerade aufgewacht und streckt sich gemütlich. Füchse sind generell nachtaktiv und nutzen den Temperaturabfall, der durch die Abwesenheit der heißen chilenischen Sonne verursacht wird.

Im Hintergrund sind andere Lebenszeichen zu erkennen: Die weiße Kuppel beherbergt das Schweizer 1,2-Meter-Leonhard-Euler-Teleskop, das vor den rauen Bedingungen durch die Verschalung geschützt ist. Wenn der Himmel über dem La Silla-Observatorium der ESO dunkler wird, erwacht eine weitere nachtaktive Spezies: Der Astronom reckt sich und macht sich fertig, um den Himmel mit seiner summenden und surrenden Technologie zu durchsuchen.

Dieses Bild wurde vom ESO-Fotobotschafter Malte Tewes aufgenommen und in der „Your ESO Pictures“-Flickrgruppe hochgeladen. Die Flickrgruppe wird regelmäßig durchgesehen und die besten Aufnahmen werden als Bild der Woche oder in unserer Bildergalerie veröffentlicht.

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3. Februar 2014

Antarktische Luft am Paranal

Dieses wunderschöne Panorama vom Paranal-Observatorium der ESO wurde am 5. Juli 2012 und damit an einem der trockensten Tage, die am Very Large Telescope-Komplex aufgezeichnet wurden, aufgenommen. Wie eine Insel liegt der Paranal in der Mitte des Bildes und thront über dem fernen Pazifischen Ozean und einer dichten Wolkenwand.

Während dieser Zeit wurde die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit am Paranal mit dem Wasserdampf-Radiometer LHATPRO aufgezeichnet, das zur Überwachung der Atmosphäre dient, um die Beobachtungen zu unterstützen, die am Observatorium durchgeführt werden [1]. Meteorologen von zwei chilenischen Universitäten haben als Ursache für diese ungewöhnlich trockenen Bedingungen die antarktische Höhenluft ausgemacht, die sich schnell in Richtung Norden ausgebreitet hat und über dem Paranal hinabgestiegen ist.

Diese Kaltfront am Paranal hat für über 12 Stunden angehalten und war für die rekordverdächtig niedrige Luftfeuchtigkeit über dem Observatorium [2] verantwortlich. Florian Kerber von der ESO und seine Kollegen haben dieses ungewöhnliche Wetter analysiert und ihre Ergebnisse in einem Artikel veröffentlich, der in der Faachzeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society am 29. Januar 2014 erschienen ist und hier abgerufen werden kann.

Was ist nun so besonders an einer trockenen Wüste? Eine derart ausgeprägte Trockenheit ist normalerweise nur in sehr viel höheren Lagen zu finden, zum Beispiel am ALMA-Observatorium auf dem Chajnantor-Plateau, das auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel angesiedelt ist. Mit einer Höhe von 2635 Metern ist der Paranal nur etwa halb so hoch gelegen. Beobachtungen im Infrarot-Bereich können am besten dann durchgeführt werden, wenn wenig Wasserdampf in der Luft ist. Aufgrund dieser Tatsache könnten routinemäßige Beobachtungen mit dem LHATPRO-Radiometer es Astronomen ermöglichen, zukünftige Trockenperioden am Paranal für hervorragende Beobachtungen des Kosmos im Infraroten zu nutzen.

Das Foto wurde von ESO-Fotobotschafter Gabriel Brammer aufgenommen, der auch den Sonnenaufgang, der unmittelbar auf diese Trockenperiode folgte, gesehen und als außergewöhnlich klar und schön beschrieben hat. Brammer arbeitet als ESO-Astronom am La Silla-Paranal-Observatorium. Wenn er nicht gerade den Betrieb des Observatoriums unterstützt, untersucht er die Bildung und Evolution von entfernten Galaxien, wobei er die fortschrittlichsten Teleskope und Instrumente der Welt verwendet, darunter das Very Large Telescope der ESO und das Hubble Space Telescope.

Endnoten

[1] Das Low Humidity and Temperature Profiling-Radiometer (LHATPRO), das von der Radiometer Physics GmbH in Deutschland hergestellt wurde, verwendet starke Spektrallinien von bestimmten Elementen, um den Wassergehalt der Atmosphäre zu messen.

[2] Die Feuchtigkeit wird in Form von ausfällbarem Niederschlagswasser gemessen — ein Maß für den atmosphärischen Wassergehalt. Darunter versteht man die Säulenhöhe, die resultieren würde, wenn das gesamte Wasser der Atmosphäre als Regen fallen würde. In diesem Fall wurden nur 0,1 mm an ausfällbarem Niederschlagswasser gemessen – sehr viel weniger als der gewöhnliche (aber trotzdem schon niedrige) Wert von 2 mm am Paranal.


27. Januar 2014

Schwimmbad-Interferometrie

Astronomen schwimmen zwar nicht andauernd im Schwimmbad der Residencia am Paranal-Observatorium, aber wenn sie es tun, dann demonstrieren sie gerne wie physikalische Prinzipien funktionieren. In diesem Bild zeigt der französische ESO-Astronom Jean-Baptiste Le Bouquin wie Wellen – nicht Lichtwellen sondern Wasserwellen – zusammenwirken beziehungsweise interferieren können, wobei größere Wellen entstehen können.

Die Kombination von Lichtwellen ist das wesentliche Prinzip, das sich hinter dem VLT-Interferometer verbirgt: Die Lichtwellen, eingefangen von jeweils einem der vier 8-Meter-Teleskope, werden mithilfe eines Netzwerkes von Kanälen und Spiegeln kombiniert. Auf diese Weise kann die räumliche Auflösung der Teleskope deutlich verbessert werden. Bei einer ausreichend langen Belichtungsdauer können die Kameras und Instrumente denselben Detailreichtum erreichen wie ein Teleskop, das einen Spiegel von 130 Metern im Durchmesser haben müsste. Das ist weitaus mehr als alle existierenden Teleskope derzeit aufweisen.

Dieses Bild wurde von dem preisgekrönten professionellen Fotografen Max Alexander aufgenommen. Er war auch maßgeblich an der Erstellung des Videos Hommage an die unbekannten Helden der ESO beteiligt, das anlässlich des 50. Geburtstags der ESO im Jahr 2012 entstanden ist. Das Video zeigt größtenteils Bilder von Alexander, der die ESO für ein Projekt in Zusammenhang mit ihrem Jubiläum besucht hatte.


20. Januar 2014

Rosettas Komet

Heute am 20. Januar wird die ESA-Raumsonde Rosetta wieder aktiviert. Nach einer Ruhephase von 31 Monaten in den Tiefen unseres Sonnensystems soll Rosetta sich nun endlich dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko nähern.

Dieses Bild zeigt die letzte Beobachtung des Kometen mit einem Durchmesser von 4 Kilometern, und wurde am 5. Oktober 2013 mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt, kurz bevor er hinter der Sonne verschwand und somit von der Erde aus nicht zu beobachten war, war der Komet etwa 500 Millionen Kilometer von uns entfernt.

Eine lange Beobachtungsserie war notwendig, um sowohl den Kometen ohne Hintergrundsterne (links) als auch das Sternfeld mit der markierten Kometenspur (rechts) zu erhalten. Bei einer Beobachtung in Richtung des Zentrums der Milchstraße und gegen ein gut gefülltes Sternfeld ist der Komet nur als schwacher Fleck zu erkennen, da er immer noch so weit von der Sonne entfernt war, dass aus dem eisigen Kern kein Gas oder Staub freigesetzt wurde. Bei der Annäherung an die Sonne wird sich die Oberfläche aufheizen und das Eis wird sublimieren, so dass er einen Staubschweif hinter sich herziehen wird.

Die Beobachtung markiert den Start einer engen Zusammenarbeit der ESO mit der ESA, die das Ziel hat, den Kometen vom Erdboden aus zu überwachen, während Rosetta Churyumov-Gerasimenko zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr begegnen wird. Rosetta wurde 2004 gestartet und dient der Erforschung der Oberfläche des Kometen, wobei ein Teil der Sonde auf dem Kometen landen soll, um zu erfahren wie die Oberfläche beschaffen ist [1].

Der Komet hat eine 6,5-jährige Umlaufbahn um die Sonne und befindet sich aktuell auf der Höhe der Umlaufbahn von Jupiter. Er wird im August 2015 der Sonne am nächsten sein – etwa zwischen den Umlaufbahnen von Erde und Mars. Dieses Bild suggeriert, dass der Komet zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht aktiv war. Die Wissenschaftler warten gespannt darauf, dies erneut überprüfen zu können, wenn er im Februar das nächste Mal mit dem VLT beobachtbar sein wird und der Sonne viel näher gekommen ist.

In der Zwischenzeit wurden die Beobachtungen aus dem Oktober verwendet, um die Umlaufbahn zu bestätigen, die für das Zusammentreffen mit Rosetta im Mai geplant ist, so dass die Sonde im August in eine Umlaufbahn um den Kometen einschwenken kann. Weitere Berechnungen werden durchgeführt, sobald Rosetta den Kometen mit dem eigenen Abbildungssystem entdecken kann.

Weitere Informationen

[1] Seit dem Start hat Rosetta die Sonne fünf mal umrundet, um Geschwindigkeit zu gewinnen und sich selbst auf das Zielobjekt auszurichten. Für die kühlste Etappe der Mission, als Rosetta sich aus der Jupiter-Umlaufbahn hinausgewagt hat, wurde das Raumfahrzeug in eine Art Ruhezustand versetzt. Der Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko befindet sich auf einer verhältnismäßig stabilen und gut bekannten Bahn, weshalb die Berechnungen für die Flugbahn von Rosetta bereits weit vor dem Start der Raumsonde durchgeführt werden konnten. Außerdem ist der Abstand zur Sonne ausreichend groß, was den Kometen zu einem sicheren Zielobjekt macht.

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13. Januar 2014

ALMA und Chajnantor in der Dämmerung

Dank der ESO-Fotobotschafter können wir sensationelle Bilder der ESO-Anlagen auf abgeschiedenen Berggipfeln in Chile genießen. Babak Tafreshi hat diese wunderschöne Panoramaansicht der Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Arrays (ALMA) im Licht der Dämmerung aufgenommen. Ähnlich einer Momentaufnahme aus einem Science-Fiction-Film kontrastiert die Technologie von ALMA mit der rauen Kraft der Naturlandschaft auf dem Chajnantor-Plateau auf 5000 Metern über dem Meeresspiegel in Bildern wie diesem.

ALMA ist eine internationale astronomische Anlage und eine Partnerschaft von Europa, Nordamerika und Ostasien in Kooperation mit der chilenischen Republik. Bau und der Betrieb werden für Europa durch die ESO, für Nordamerika durch das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) und für Ostasien durch das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) geleitet. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die gemeinsame Leitung und das Management für die Konstruktion, die Inbetriebnahme und dem Betrieb von ALMA.


6. Januar 2014

Nächte auf dem Paranal

Wenn man vom Paranal-Observatorium der ESO in Chile aus an den Nachthimmel blickt, wird man wie hier zu sehen mit einer atemberaubenden Ansicht begrüßt. Sprenkel von Blau, Orange, Rot – jeder entweder ein Stern, eine Galaxie, ein Nebel oder etwas anderes, was zusammen den funkelnden Nachthimmel bildet. Astronomen blicken forschend auf dieses wundervolle Firmament, um die Mysterien des Universums zu entschlüsseln.

Dafür nutzen sie Teleskope wie die VLT-Hilfsteleskope, die hier zu sehen sind. Dieses Bild zeigt drei der vier beweglichen Einheiten, die zusätzliches Licht in das Very Large Telescope Interferometer einspeisen, dem weltweit fortschrittlichsten optischen Instrument. Zusammen entsprechen sie einem Teleskop, das größer ist als die Summe seiner Teile: Sie enthüllen Details, die nur mit einem Teleskop erkennbar wären, das so groß ist wie der Abstand zwischen den Einzelteleskopen wäre.


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