Pressemitteilungen

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eso1038de-at — Bildveröffentlichung
Elegante Galaxie in ungewöhnlichem Licht
22. September 2010: Eine neue Aufnahme mit der leistungsstarken Kamera HAWK-I des Very Large Telescope der ESO am Paranal-Observatorium in Chile zeigt die wunderschöne Balkenspiralgalaxie NGC 1365 im Infrarotlicht. NGC 1365 ist Mitglied des Fornax-Galaxienhaufens und rund 60 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.
eso1037de-at — Bildveröffentlichung
NGC 300: Portrait einer beispielhaften Spiralgalaxie
8. September 2010: Die Europäische Südsternwarte ESO veröffentlicht heute eine spektakuläre neue Aufnahme der Spiralgalaxie NGC 300, die der Milchstraße sehr ähnlich ist. Die Galaxie befindet sich in der nahegelegenen Sculptor-Galaxiengruppe in einer Entfernung von etwa sechs Millionen Lichtjahren. Sie hat am Himmel eine scheinbare Größe von zwei Dritteln des Vollmondes. Um die Struktur der Galaxie bis ins kleinste Detail abzubilden, wurden am Wide Field Imager (WFI) am La Silla Observatorium der ESO in Chile Aufnahmen mit insgesamt 50 Stunden Belichtungszeit erstellt.
eso1036de-at — Bildveröffentlichung
Die Superwindgalaxie NGC 4666
1. September 2010: Die Europäische Südsternwarte ESO veröffentlicht heute eine Aufnahme, auf der die Galaxie NGC 4666 den Ehrenplatz in der Bildmitte einnimmt. NGC 4666 ist eine bemerkenswerte Galaxie, in der ungewöhnlich viele neue Sterne entstehen und von der ein ungewöhnlicher “Superwind” aus wegströmendem Gas ausgeht, den man mit dem Röntgensatelliten XMM-Newton der ESA beobachtet hat. Die neue Aufnahme wurde im sichtbaren Licht mit dem Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2m-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile aufgenommen, um die nähere Untersuchung von weiteren Objekten zu ermöglichen, die man in dem Röntgenbild entdeckt hat.
eso1035de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Größte Planetenfamilie entdeckt
24. August 2010: Mit dem bei der Suche nach extrasolaren Planeten weltweit führenden HARPS-Instrument der ESO haben Astronomen um den sonnenähnlichen Stern HD 10180 ein Planetensystem entdeckt, das mindestens fünf Planeten enthält. Die Wissenschaftler haben zusätzlich sehr gute Anhaltspunkte dafür gefunden, dass noch zwei weitere Planeten vorhanden sind. Einer davon wäre der leichteste Planet, den man bislang entdeckt hätte. Betrachtet man die Anzahl der Planeten, wäre das Planetensystem um HD 10180 mit seinen sieben Planeten unserem Sonnensystem mit seinen acht Planeten sehr ähnlich. Hinzu kommt, dass das Wissenschaftlerteam außerdem Hinweise darauf gefunden hat, dass die Entfernungen der Planeten von ihrem Stern einem regelmäßigen Schema folgen, ähnlich wie es in unserem Sonnensystem der Fall ist.
eso1034de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Wie viel Masse braucht man für ein Schwarzes Loch?
18. August 2010: Mithilfe des Very Large Telescope der ESO haben europäische Astronomen erstmals nachgewiesen, dass sich ein Magnetar – eine seltene Art von Neutronenstern – aus einem Stern mit mindestens der vierzigfachen Masse der Sonne entstanden ist. Das Resultat steht im Widerspruch zu den etablierten Theorien der Sternentwicklung: Derart massereiche Sterne sollten nicht zu einem Magnetar werden, sondern zu einem Schwarzen Loch. Das wirft die fundamentale Frage auf, wie massereich ein Stern tatsächlich sein muss, um sich am Ende seines Lebens in ein Schwarzes Loch zu verwandeln.
eso1033de-at — Bildveröffentlichung
Ehrgeizige Studie untersucht Sternkinderstuben
11. August 2010: Zum Auftakt des VISTA Magellanic Cloud Survey der ESO, einer anspruchsvollen Durchmusterung der Magellanschen Wolken (den beiden nächsten Nachbargalaxien unserer Milchstraße) und ihrer Umgebung, ist Astronomen eine eindrucksvolle Aufnahme des Tarantelnebels in der Großen Magellanschen Wolke gelungen. Die großformatige Ansicht dieser Sternentstehungsregion, aufgenommen im nahen Infrarot mit dem VISTA-Teleskop, zeigt ein detailreiches Bild des Nebels seiner sternreichen Umgebung am Himmel.
eso1032de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Die Explosion eines Sterns in 3D
4. August 2010: Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO erstmals eine dreidimensionale Ansicht der Verteilung der Materie im innersten Bereich der Supernova 1987A, eines kürzlich explodierten Sterns, rekonstruiert. Dabei ergibt sich das Bild einer gewaltigen, Explosion, bei der in bestimmte Richtungen besonders viel Material ausgeworfen wurde. Die Asymmetrie ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Supernova sehr turbulent abgelaufen sein muss; eine Erkenntnis, die sich mit den Ergebnissen der neuesten Computersimulationen solcher Ereignisse deckt.
eso1031de-at — Bildveröffentlichung
Ein heller Stern und seine farbenfrohe Nachbarschaft
28. Juli 2010: Eine spektakuläre neue Aufnahme des Wide Field Imager der ESO am La Silla Observatorium in Chile zeigt den ungewöhnlichen Stern WR 22 und seine farbenfrohe Umgebung. WR 22 ist ein sehr heißer, heller Stern, der seine Atmosphäre in den Weltraum hinausbläst – Millionen mal stärker als unsere Sonne es tut. Der Stern befindet sich im Außenbereich des malerischen Carinanebels, aus dessen Gasmassen er sich gebildet hat.
eso1030de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Rekordstern weit größer als gedacht: Stern mit 300 Sonnenmassen entdeckt
21. Juli 2010: Mithilfe von Beobachtungen mit mehreren Instrumenten am Very Large Telescope der ESO haben Astronomen die bislang massereichsten Sterne entdeckt. Einer dieser Sterne muß bei seiner Entstehung mehr als die 300-fache Masse der Sonne gehabt haben. Das entspricht dem Doppelten des bisher angenommenen Maximalwerts von 150 Sonnenmassen, oberhalb dessen Sterne eigentlich instabil sein sollten. Derart massereiche Sternenmonster sind millionenfach heller als die Sonne und verlieren einen Großteil ihrer Masse, indem sie intensive Teilchenwinde in den Kosmos blasen. Ihre Existenz birgt möglicherweise eine Antwort auf die Frage, wie massereich Sterne überhaupt werden können.
eso1029de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Dem Geheimnis der der Sternentstehung auf der Spur
14. Juli 2010: Ein Team von Astronomen hat mit Hilfe verschiedener ESO-Teleskopen das erste Bild einer Staubscheibe aufgenommen, die einen massereichen jungen Stern umgibt. Die Existenz dieser Scheibe ist ein direkter Hinweis darauf, dass massereiche Sterne auf die gleiche Weise entstehen wie ihre kleineren Geschwister. Ein Artikel über diese Entdeckung erscheint in dieser Woche in der Fachzeitschrift Nature.
eso1028de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Schwarzes Loch macht große, heiße Blase
7. Juli 2010: Durch die Kombination von Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der ESO und mit solchen des Röntgensatelliten Chandra der NASA haben Astronomen die stärksten bisher beobachteten gebündelten Materieausflüsse (“Jets”) bei einem stellaren Schwarzen Loch sichtbar machen können. Ein solches Objekt bezeichnet man auch als Mikroquasar. Der neu entdeckte Mikroquasar in der Galaxie NGC 7793 erzeugt eine gewaltige Blase aus heißem Gas, die mit 1000 Lichtjahren Durchmesser mehr als doppelt so groß und die zehn mal so stark ist als bei allen anderen bislang bekannten Mikroquasaren. Zu dieser Entdeckung erscheint in dieser Woche ein Fachartikel in der Zeitschrift Nature.
eso1027de-at — Bildveröffentlichung
R Coronae Australis malt ein kosmisches Gemälde
30. Juni 2010: Die Europäische Südsternwarte veröffentlicht heute ein prachtvolles Bild der Umgebung des Sterns R Coronae Australis, das auf Aufnahmen des Wide Field Imager (WFI) am La Silla-Observatorium der ESO in Chile basiert. R Coronae Australis befindet sich im Herzen eines nahegelegenen Sternentstehungsgebietes und ist eingehüllt in einem filigranen bläulichen Reflektionsnebel, der wiederum in eine große dunkle Staubwolke eingebettet ist. Die Aufnahme zeigt überraschende neue Einzelheiten in einer hochinteressanten Himmelsregion.
eso1026de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Steife Brise auf einem Exoplaneten
23. Juni 2010: Astronomen haben erstmals starke Winde auf einem extrasolaren Planeten nachgewiesen. Hochpräzisionsmessungen an dem Exoplaneten HD209458b ergaben, dass das Kohlenmonoxidgas in der Atmosphäre dieses aus anderen Untersuchungen bekannten “heißen Jupiters” mit enormen Geschwindigkeiten von der extrem heißen Tagseite zur kühleren Nachtseite strömt. Ein weiteres Novum: Die Beobachtungen ermöglichen die erste direkte Messung der Geschwindigkeit des Planeten auf der Umlaufbahn um seinen Stern. Daraus wiederum lässt sich die Masse des Planeten bestimmen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen erscheinen diese Woche in der Fachzeitschrift Nature.
eso1025de-at — Bildveröffentlichung
VISTAs Blick auf die Sculptor-Galaxie
16. Juni 2010: Im Rahmen eines seiner ersten großen Beobachtungsprogramme hat das VISTA-Durchmusterungsteleskop der ESO am Paranal-Observatorium in Chile ein spektakuläres Bild der Sculptor-Galaxie (NGC 253) aufgenommen. Anders als im sichtbaren Licht wird das Infrarotlicht, das VISTA auffängt, durch Staubwolken kaum abgeschirmt. Mit VISTA werden daher zusätzlich zu den heißen Sternen, die auch im sichtbaren Licht hell leuchten, unzählige kühlere Sterne und auch ein ausgeprägter Balken im Zentralbereich der Galaxie sichtbar. Die Aufnahme verspricht neue Erkenntnisse über die Vergangenheit und die Entwicklungsgeschichte der Sculptor-Galaxie.
eso1024de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Ein Exoplanet wechselt die Seite
10. Juni 2010: München (Europäische Südsternwarte): Erstmals ist es Astronomen geglückt, direkt zu verfolgen, wie ein Exoplanet auf seiner Umlaufbahn von einer Seite seines Muttersterns auf die andere wechselt. Der Exoplanet, Beta Pictoris b, hat von allen Exoplaneten, die man bislang direkt abbilden konnte, die Umlaufbahn mit dem geringsten Durchmesser. Sein Abstand von seinem Mutterstern entspricht in etwa dem Abstand des Planeten Saturn von der Sonne. Die Astronomen glauben, dass Beta Pictoris b auf ähnliche Art und Weise entstanden sein könnte wie die großen Gasplaneten in unserem Sonnensystem. Die Entdeckung von Beta Pictoris b beweist außerdem, dass solche Gasriesen sich innerhalb von nur wenigen Millionen Jahren in den Gas- und Staubscheiben um junge Sterne wie Beta Pictoris bilden können – für astronomische Verhältnisse ein äußerst kurzer Zeitraum.
eso1023de-at — Organisatorische Pressemitteilung
TRAPPIST
8. Juni 2010: München (Europäische Südsternwarte): Am La Silla-Observatorium der ESO in Chile hat ein neues robotisch betriebenes Teleskop den Beobachtungsbetrieb aufgenommen. Das “TRAnsiting Planets and PlanetesImals Small Telescope”, kurz TRAPPIST, soll sich der Erforschung von Planetensystemen widmen: Zum einen wird es Kometen auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne untersuchen, zum anderen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems (“Exoplaneten”) nachweisen und ihre Eigenschaften bestimmen. Das Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 60 cm und wird von einem Kontrollraum im 12.000 km entfernten Lüttich in Belgien ferngesteuert.
eso1022de-at — Organisatorische Pressemitteilung
ESO-Teleskopentwickler Raymond Wilson erhält Kavli-Preis für Astrophysik
4. Juni 2010: München (ESO): Für die bahnbrechende Entwicklung der Technologie der “Aktiven Optik”, eine Schlüsseltechnologie für den Bau moderner Großteleskope, ist Raymond Wilson der diesjährige Kavli-Preis für Astrophysik verliehen worden. Wilson ist der Gründer und ehemalige Leiter der Arbeitsgruppe “Optik und Teleskope” bei der ESO. Er teilt sich den mit einer Million US-Dollar dotierten Preis mit den beiden amerikanischen Wissenschaftlern Jerry Nelson and Roger Angel.
eso1021de-at — Bildveröffentlichung
Ein kosmischer Zoo in der großen Magellanschen Wolke
1. Juni 2010: München (Europäische Südsternwarte): Die Große Magellansche Wolke, einer der nächsten Nachbarn unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, ist ein überaus beliebtes astronomisches Beobachtungsziel. Was in ihr vorgeht, hilft den Astronomen, die verschiedensten Phänomene im Universum zu verstehen. Ein neues spektakuläres Bild, aufgenommen mit dem Wide Field Imager (WFI) der ESO am La Silla-Observatorium in Chile, zeigt eine wahre kosmische Menagerie unterschiedlicher Himmelsobjekte: In dem abgebildeten Teil der großen Magellanschen Wolke findet sich von riesengroßen Kugelsternhaufen bis hin zu den Überresten heller Supernovaexplosionen eine große Vielfalt kosmischer Objekte. Die faszinierende Aufnahme bietet genügend Beobachtungsdaten für eine breite Palette von Forschungsprojekten zum Leben und Sterben von Sternen und zur Entwicklung von Galaxien.
eso1020de-at — Bildveröffentlichung
Neue Ansichten einer altbekannten Spiralgalaxie
19. Mai 2010: München (Europäische Südsternwarte): Die ESO veröffentlicht heute ein wunderschönes Bild der nahegelegenen Galaxie Messier 83, das mit der Kamera HAWK-I am Very Large Telescope (VLT) auf dem Paranal Observatorium der ESO in Chile aufgenommen wurde. Die eindrucksvolle Darstellung der Galaxie im Infrarotlicht demonstriert das Leistungsvermögen der Kamera: Es handelt sich um eine der schärfsten und detailreichsten Aufnahmen von Messier 83, die jemals vom Erdboden aus aufgenommen wurden.
eso1019de-at — Bildveröffentlichung
Ein Galaxienhaufen im Galaxienmeer
5. Mai 2010: München (ESO): Heute veröffentlicht die ESO eine Großfeldaufnahme, die viele Tausend Galaxien auf einmal zeigt, darunter auch eine große Galaxiengruppe, die zu einem massereichen Galaxienhaufen namens Abell 315 gehört. Die dicht gedrängte Ansammlung von Galaxien ist dabei nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs: Wie die meisten Galaxienhaufen besteht Abell 315 zum größten Teil aus unsichtbarer Dunkler Materie. Die enorme Masse des Haufens lenkt das Licht noch weiter entfernter Galaxien ab, so dass diese Hintergrundgalaxien in ihrer Form leicht verzerrt erscheinen.
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