Pressemitteilungen

Abonnieren Sie die esonews-Mailingliste.
eso1432de — Pressemitteilung Wissenschaft
Zwei Kometenfamilien um einen nahegelegenen Stern identifiziert
22. Oktober 2014: Ein französisches Astronomenteam hat mit dem HARPS-Instrument am La Silla-Observatorium der ESO in Chile die bislang umfangreichste Zählung von Kometen um einen Stern durchgeführt und dabei fast 500 einzelne Kometen untersucht, die den Stern Beta Pictoris umkreisen. Es stellte sich heraus, dass sie zwei unterschiedlichen Familien von Exokometen angehören: alten Exokometen, die den Stern viele Male nahe passiert haben, und jüngere Exokometen, die vermutlich vom kürzlichen Zerfall eines oder mehrere größerer Objekte stammen. Die neuen Forschungsergebnisse werden am 23. Oktober 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
eso1431de — Pressemitteilung Wissenschaft
Die geheimnisvollen Baupläne einer galaktischen Metropole
15. Oktober 2014: Ein Astronomenteam mit deutscher und österreichischer Beteiligung hat mit dem APEX-Teleskop einen riesigen Galaxienhaufen untersucht, der im frühen Universum entstanden ist, und dabei herausgefunden, dass Sternentstehung nicht nur größtenteils durch Staub verborgen wird, sondern auch an unerwarteten Orten stattfindet. Es ist das erste Mal, dass eine vollständige Erhebung der Sternentstehung in solch einem Objekt möglich war.
eso1430de — Bildveröffentlichung
Wilde Enten oder offener Sternhaufen?
1. Oktober 2014: Mit dem Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile wurde dieses atemberaubende Bild aufgenommen, das mit blauen Sternen gesprenkelt ist. Es handelt sich um einen der sternreichsten derzeit bekannten offenen Sternhaufen – Messier 11, der auch als NGC 6705 oder Wildentenhaufen bekannt ist.
eso1429de — Pressemitteilung Wissenschaft
Die gewaltsame Entstehung von Scheibengalaxien
17. September 2014: Jahrzehntelang glaubten Wissenschaftler, dass die Verschmelzung von Galaxien normalerweise zur Entstehung von elliptischen Galaxien führt. Nun haben Forscher zum ersten Mal mit Hilfe von ALMA und einer Reihe weiterer Radioteleskope einen direkten Beweis dafür gefunden, dass kollidierende Galaxien stattdessen Scheibengalaxien hervorbringen können, und dass dieser Ausgang in der Tat recht häufig ist. Dieses überraschenden Ergebnis könnte erklären, warum es im Universum so viele Spiralgalaxien wie die Milchstraße gibt.
eso1428de — Bildveröffentlichung
Dieser Sternhaufen ist nicht das, was er zu sein scheint
10. September 2014: Diese neue Aufnahme des VLT Survey Telescope am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles zeigt eine riesige Ansammlung von Sternen, den Kugelsternhaufen Messier 54. Dieser Sternhaufen ähnelt optisch den meisten anderen, hat jedoch ein Geheimnis: Messier 54 gehört nicht zur Milchstraße, sondern zu einer kleinen Begleitgalaxie, der Sagittarius-Zwerggalaxie. Diese ungewöhnliche Abstammung hat Astronomen nun gestattet, mit dem Very Large Telescope (VLT) zu untersuchen, ob auch in Sternen außerhalb der Milchstraße eine unerwartet geringe Menge des Elements Lithium zu finden ist.
eso1427de — Bildveröffentlichung
Kosmische Wettervorhersage: Dunkle Wolken werden Sonnenschein weichen
3. September 2014: Lupus 4, ein spinnenförmiger Fleck aus Gas uns Staub, verdeckt in dieser neuen Aufnahme die Hintergrundsterne wie eine dunkle Wolke in einer mondlosen Nacht. Obwohl sie fürs Erste düster aussehen, sind dichte Materieansammlungen in solchen Wolken wie Lupus 4 die Orte, an denen Sterne entstehen, die später hell leuchtend zum Leben erwachen werden. Der Wide Field Imager am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La-Silla-Observatorium der ESO in Chile hat dieses neue Bild eingefangen.
eso1426de — Pressemitteilung Wissenschaft
Der bislang beste Blick auf verschmelzende Galaxien im frühen Universum
26. August 2014: Ein internationales Astronomenteam hat mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) und vielen weiteren bodengbundenen und satellitenbasierten Teleskopen die bislang besten Aufnahmen einer Kollision zweier Galaxien gewinnen können, die zu einem Zeitpunkt stattfand, als das Universum nur halb so alt war wie heute. Als Hilfsmittel nutzten sie dabei eine galaxiengroße Lupe - nur so konnten ansonsten nicht mehr erkennbare Details sichtbar gemacht werden. Die so angestellten Untersuchungen der Galaxie H-ATLAS J142935.3-002836 haben gezeigt, dass dieses komplexe, weit entfernte Objekt einer wohlbekannten Galaxienkollision ähnelt, die gerade in unserer kosmischen Nachbarschaft abläuft: die der Antennengalaxien.
eso1425de — Bildveröffentlichung
Spektakuläre Landschaften der Sternentstehung
20. August 2014: Das vorliegende Bild, welches von der Wide Field Imager-Kamera am La Silla-Observatorium der ESO aufgenommen wurde, zeigt zwei spektakuläre Sternentstehungsregionen in der südlichen Milchstraße. Die erste Region, im Bild auf der linken Seite zu sehen, wird vom offenen Sternhaufen NGC 3603 dominiert. Er befindet sich in einer Entfernung von etwa 20.000 Lichtjahren im Carina-Sagittarius Spiralarm unserer Milchstraße. Die zweite Region, im Bild auf der rechten Seite, ist eine Ansammlung von leutenden Gaswolken, bekannt als NGC 3576. Sie ist etwa 9000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
eso1424de — Bildveröffentlichung
VST-Schnappschuss der Dreiecksgalaxie
6. August 2014: Dem VLT Survey Telescope (VST) am Paranal-Observatorium der ESO in Chile ist es gelungen, ein wunderbar detailliertes Bild der Galaxie Messier 33 zu erstellen. Diese nahgelegene Spiralgalaxie - die zweitnächste Nachbargalaxie unserer Milchstraße - ist mit hellen Sternhaufen und Gas- und Staubwolken durchsetzt. Das neue Bild ist eine der detailliertesten Weitfeldaufnahmen dieses Objekts, die jemals gemacht wurden, und zeigt die zahlreichen leuchtenden roten Gaswolken in den Spiralarmen besonders deutlich.
eso1423de — Pressemitteilung Wissenschaft
ALMA stößt auf Doppelsternsystem mit seltsam aussehenden protoplanetaren Scheiben
30. Juli 2014: Mit Hilfe des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) haben Astronomen protoplanetare Scheiben um zwei junge Sterne im Doppelsternsystem HK Tauri gefunden, deren eine ganz anders orientiert ist als die andere. Die neuen ALMA-Beobachtungen liefern das bisher beste Bild protoplanetarer Scheiben in einem Doppelsternsystem. Sie können erklären helfen, warum soviele Exoplaneten sonderbare Umlaufbahnen mit hohen Exzentrizitäten oder ungewöhnlichem Neigungswinkel haben - ganz anders als bei den Planeten unseres eigenen Sonnensystems.
eso1422de — Bildveröffentlichung
Leben und Sterben von Sterngeschwistern
23. Juli 2014: In dieser eindrucksvollen neuen Aufnahme vom La Silla-Observatorium der ESO in Chile drängen sich junge Sterne vor einem Hintergrund aus Wolken leuchtenden Gases und Schneisen von Staub. Dieser Sternhaufen mit der Bezeichnung NGC 3293 wäre vor ungefähr 10 Millionen Jahren selbst nur eine Wolke aus Gas und Staub gewesen, aber als die Sternentstehung einsetzte, wurde daraus die helle Gruppe von Sternen, die man hier sieht. Sternhaufen wie dieser sind kosmische Laboratorien, die es Astronomen ermöglichen mehr darüber zu lernen wie sich Sterne entwickeln.
eso1421de — Pressemitteilung Wissenschaft
VLT deckt staubiges Geheimnis auf
9. Juli 2014: Eine Gruppe von Astronomen konnte die Bildung von Sternenstaub in den Nachwirkungen einer Supernova in Echtzeit verfolgen. Sie konnten erstmals zeigen, dass sich die Staubkörner in diesen kosmischen Staubfabriken in einem zweistufigen Prozess bilden, der kurz nach der Explosion beginnt, aber noch Jahre lang andauert. Die Gruppe nutzte das Very Large Telescope (VLT) der ESO im Norden Chiles, um das langsam schwindende Licht der Supernova SN2010jl zu analysieren. Die neuen Ergebnisse erscheinen am 9. Juli 2014 in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
eso1420de — Bildveröffentlichung
Stellarer Mutterleib von undankbarem Nachwuchs verformt und zerstört
2. Juli 2014: Die wenig bekannte Wolke kosmischen Gases und Staubs mit dem Namen Gum 15 ist Geburtsort und Heimat heißer junger Sterne. Ebenso schön wie zerstörerisch formen diese Sterne das Erscheinungsbild ihres Mutternebels und werden während sie wachsen mit der Zeit auch sein Untergang sein.
eso1419de — Organisatorische Pressemitteilung
Erster Spatenstich für das E-ELT
19. Juni 2014: Heute fand der feierliche erste Spatenstich statt, der den nächsten Meilenstein auf dem Weg zum European Extremely Large Telescope (E-ELT) der ESO legt. Zur Vorbereitung des Baus des größten Teleskops der Welt für das sichtbare Licht und das nahe Infrarot wurde ein Teil des 3000 Meter hohen Berggipfels des Cerro Armazones gesprengt, um ihn einzuebnen.
eso1418de — Pressemitteilung Wissenschaft
Gewaltige Explosionen unter Staub begraben
11. Juni 2014: Anhand von Beobachtungen mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) haben Astronomen zum ersten Mal direkt den molekularen Staub und das Gas in Galaxien vermessen, die Gammastrahlenausbrüche (engl. Gamma Ray Bursts, kurz GRBs) beherbergen – die größten Explosionen im Universum. Völlig überraschend hat man dabei weniger Gas und entsprechend sehr viel mehr Staub beobachtet als erwartet, weshalb einige GRBs als „dunkle GRBs“ erscheinen. Diese Arbeit wird am 12. Juni 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht und enthält die bislang ersten veröffentlichten wissenschaftlichen Ergebnisse zu GRBs, die von ALMA geliefert wurden. Sie zeigen, welches Potenzial in ALMA steckt, dabei zu helfen diese Objekte besser zu verstehen.
eso1417de — Organisatorische Pressemitteilung
Erstes Licht für die Exoplanetenkamera SPHERE
4. Juni 2014: Das Instrument SPHERE (kurz für Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch, wörtlich etwa "spektropolarimetrische Erforschung von Exoplaneten im Hochkontrastbereich") wurde am Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile angebracht und hat seine ersten Beobachtungen durchgeführt. Das leistungsstarke neue Instrument zur Suche nach und der Erforschung von Exoplaneten nutzt eine Kombination aus mehreren fortschrittlichen Techniken. Es bietet eine vielfach bessere Leistung als bereits existierende Instrumente und hat bereits während der allerersten Beobachtungstage eindruckvolle Aufnahmen von Staubscheiben um nahe Sterne und anderer Zielobjekte geliefert. SPHERE wurde von einem Konsortium aus europäischen Instituten unter der Leitung des Institut de Planétologie et d'Astrophysique de Grenoble in Frankreich in Zusammenarbeit mit der ESO entwickelt und gebaut, darunter auch das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Von dem neuen Instrument erwartet man, dass es die Erforschung von Exoplaneten und zirkumstellaren Scheiben revolutioniert.
eso1416de — Bildveröffentlichung
Ein Sternhaufen im Kielwasser von Carina
21. Mai 2014: Diese farbenfrohe neue Aufnahme des MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskops am La Silla-Observatorium der ESO in Chile zeigt den Sternhaufen NGC 3590. Diese Sterne leuchten hell vor einem beeindruckenden Hintergrund aus dunklen Flecken von Staub und intensiv gefärbten Wolken aus leuchtendem Gas. Diese kleine Ansammlung von Sternen gibt Astronomen sowohl Hinweise darauf, wie diese Sterne entstanden sind und sich entwickeln, als auch darauf, wie die Struktur der Arme unserer Spiralgalaxie beschaffen ist.
eso1415de — Pressemitteilung Wissenschaft
Rätsel um die Entstehung von Magnetaren gelöst?
14. Mai 2014: Magnetare sind bizarre, unglaublich dichte Überreste einer Supernovaexplosion. Sie sind die stärksten bekannten magnetischen Objekte des Universums - millionenmal stärker als die kraftvollsten Magneten auf der Erde. Ein Team europäischer Astronomen glaubt nun mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO zum ersten Mal den Begleitstern eines Magnetars gefunden zu haben. Diese Entdeckung hilft bei der Erklärung wie sich Magnetare bilden - ein Rätsel, das seit 35 Jahren ungelöst ist - und warum dieser spezielle Stern nicht zu einem Schwarzen Loch kollabiert ist, wie es Astronomen erwarten würden.
eso1414de — Pressemitteilung Wissenschaft
Erste Messung der Tageslänge eines Exoplaneten
30. April 2014: Astronomen konnten anhand von Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO erstmals die Rotationsdauer eines Exoplaneten bestimmen. Wie sich herausgestellt hat, dauert ein Tag auf Beta Pictoris b nur acht Stunden. Er dreht sich viel schneller als jeder Planet im Sonnensystem – mit einer Geschwindigkeit von fast 100.000 Kilometern pro Stunde am Äquator. Dieses neue Ergebnis erweitert die Relation zwischen Masse und Rotation, die in unserem Sonnensystem beobachtet wird, auf Exoplaneten. Ähnliche Methoden werden es Astronomen in der Zukunft erlauben, Exoplaneten mit dem European Extremely Large Telescope (E-ELT) detailliert zu kartieren.
eso1413de — Bildveröffentlichung
Eine Studie in Scharlachrot
16. April 2014: Diese neue Aufnahme vom La Silla-Observatorium in Chile gibt den Blick auf eine Wasserstoffwolke namens Gum 41 frei. In der Mitte des wenig bekannten Nebels geben leuchtkräftige heiße junge Sterne energiereiche Strahlung ab, die den Wasserstoff in der Umgebung dazu bringt in einem charakteristischen roten Farbton zu leuchten.
Angezeigt werden 1 bis 20 von 273