Bild der Woche 2011

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potw1150-de — Bild der Woche
ALMAs Welt bei Nacht
12. Dezember 2011: Diese Panoramaaufnahme des Chajnantor-Plateaus spannt sich über ein Gesichtsfeld von etwa 180° von Norden (linker Bildrand) bis nach Süden (rechter Bildrand) und zeigt die Antennenschüsseln des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) verteilt entlang einer unwirklichen Landschaft. Einige bekannte Himmelsobjekte sind hinter ihnen am Himmel zu sehen. Der hier gezeigte kristallklare Nachthimmel macht deutlich, warum Chile nicht nur die Heimat von ALMA, sondern auch vieler weiterer astronomischer Einrichtungen ist. Das Bild ist nur ein Teil eines nochmal größeren Panoramas von Chajnantor. Im Vordergrund des Bildes sieht man die 12 Meter durchmessenden ALMA-Antennen, die wie ein einziges großes Teleskop zusammenarbeiten, während der ersten Phase wissenschaftlicher Beobachtungen in Aktion. Ganz links wird die Gruppe der kleineren 7-Meter-Antennen angeleuchtet. Obwohl sie im Bild nicht sichtbar ist, lässt die Mondsichel alle Antennen Schatten werfen. Der hellste "Stern" am Himmel über den Antennen ist in Wirklichkeit gar keiner - sondern der Planet Jupiter. Der große Gasriese ...
potw1148-de — Bild der Woche
Eine Galaxie voller Überraschungen – NGC 3621 hat keine Ausbuchtung, dafür aber drei zentrale Schwarze Löcher
28. November 2011: Dieses Bild vom Very Large Telescope (VLT) der ESO, zeigt eine wirklich bemerkenswerte Galaxie, die als NGC 3621 bekannt ist. Zunächst einmal ist sie eine reine Scheibengalaxie. Wie andere Spiralgalaxien besteht sie aus einer flachen Scheibe, die von Linien dunklen Materials durchzogen wird und hat ausgeprägte Spiralarme, in denen sich junge Sterne in Haufen bilden (die blauen Flecken, die man im Bild sehen kann). Aber während die meisten Spiralgalaxien eine zentrale Ausbuchtung haben (den sogenannten Bulge), eine große Ansammlung alter Sterne, die in eine kompakte, sphärische Region gepackt sind, hat NGC 3621 keine. Auf diesem Bild wird klar, dass es einfach einen Helligkeitsanstieg zum Zentrum hin gibt, aber keinen wirklichen Bulge wie zum Beispiel den in NGC 6744 (eso1118). NGC 3621 ist auch interessant, weil man davon ausgeht, dass sich in ihrem Zentrum ein aktives supermassereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum befindet, das Materie verschluckt und Strahlung produziert. Dies ist ...
potw1141-de — Bild der Woche
Flug über das ALMA-Gelände: Die Operations Support Facility
10. Oktober 2011: Diese beeindruckende Luftaufnahme zeigt die ALMA Operations Support Facility (OSF), die 2900 Meter über dem Meeresspiegel in den Ausläufern der chilenischen Anden nahe San Pedro de Atacama liegt. ALMA, das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, befindet sich auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau und ist derzeit noch im Bau. Um die Strahlung des Universums im Millimeter- und Submillimeter-Bereich beobachten zu können, ist eine solch hohe Lage für das ALMA-Antennen-Anlage notwendig, jedoch bereitet der Sauerstoffmangel den am Array Operations Site (AOS) arbeitenden Menschen Probleme. Aus diesem Grund wird möglichst viel wissenschaftliche und technische Arbeit an der 2100 Meter niedriger gelegenen OSF verrichtet, von wo aus die Antennen sogar ferngesteuert werden. Im obigen Bild sind im Vordergrund von links nach rechts die nordamerikanischen, die japanischen und die europäischen Montageanlagen für die Antennen deutlich zu unterscheiden. Dort werden die Antennen von den Partnern und Auftragnehmern montiert und getestet, bevor sie an das Joint ALMA ...
potw1136-de — Bild der Woche
Laser trifft Blitz
5. September 2011: Am Donnerstag, dem 18. August 2011, bot der Himmel über der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren einen spektakulären Anblick: zwei gleichermaßen beeindruckende und doch sehr verschiedene Phänomene erhellten die Nacht. Eines davon war ein Beispiel für modernste Technologie, das andere für die ehrfurchtgebietende Kraft der Natur. Während die ESO dort das neue Wendelstein-Laserleitsternsystem getestet hat, näherte sich eines der für diese Region typischen heftigen Sommergewitter der Sternwarte und demonstrierte eindrucksvoll, warum die Teleskope der ESO eigentlich in Chile und nicht in Deutschland stehen. Aus den dicken grauen Wolken zucken Blitze, während Martin Kornmesser – bei der ESO-Öffentlichkeitsarbeit zuständig für künstlerische Darstellungen – Zeitrafferaufnahmen des Lasertests für ESOcast 34 anfertigte. Das hier gezeigte Foto wurde zufällig genau in dem Moment aufgenommen, als ein Blitz die Szenerie erhellte. Obwohl das Gewitter noch weit entfernt war, scheint der Blitz fast wie in einem Science Fiction-Film mit dem Laserstrahl zu kollidieren. Laserleitsterne sind künstliche Sterne, die ...
potw1132-de — Bild der Woche
Dunkler Himmel und weiße Wüste — Schnee als seltener Gast am Paranal-Observatorium der ESO
8. August 2011: Der Nachthimmel über dem Cerro Paranal, der Heimat des Very Large Telescope (VLT) der ESO, ist dunkel und gesprenkelt mit den hellen Sternen der Milchstraße und auch weiter entfernten Galaxien. Dennoch sieht man den Erdboden selten in so starkem Kontrast zum Nachthimmel wie in dieser Aufnahme, die eine dünne, weiße Schneedecke zusammen mit dunkleren Flecken in der Wüstenlandschaft zeigt. Dieses Bild entstand in der letzten Woche kurz vor Sonnenaufgang und wurde von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen, der als Astronom am La Silla-Paranal-Observatorium arbeitet. Er fing damit nicht nur die ungewöhnlich verschneite Landschaft der Atacama und die Kuppeln auf dem Gipfel des Berges ein, sondern auch einen atemberaubend schönen Nachthimmel. Links vom VLT erkennt man eine Satellitenspur, auf der rechten Seite eine helle Sternschnuppe. Der Cerro Paranal ist ein 2600 Meter hoher Berg in der chilenischen Atacamawüste. Dort ist es außergewöhnlich trocken, die Luftfeuchtigkeit liegt häufig unterhalb von 10%. Im Allgemeinen ...
potw1119-de — Bild der Woche
Verfinsterter Mond, herrlicher Sternhimmel
9. Mai 2011: Eine totale Mondfinsternis ist für sich alleine bereits ein eindrucksvolles Himmelsereignis. Sie ermöglicht zusätzlich aber noch den Blick auf den vollkommen dunklen, mit Sternen übersäten Nachthimmel - und das in einer Vollmondnacht. Auf dem Cerro Paranal in der chilenischen Atacamawüste, einem der abgelegendsten Orte dieser Welt, macht die große Entfernung zu den nächsten Ortschaften - allesamt Quellen der Lichtverschmutzung - den Anblick des Himmels während einer totalen Mondfinsternis noch eindrucksvoller. Dieses Panorama, das von ESO-Fotobotschafter Yuri Beletsky aufgenommen wurde, zeigt das Sternenmeer über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal während der totalen Mondfinsternis vom 21. Dezember 2010. Den rötlich verfinsterten Mond sieht man rechts im Bild, während sich das Band der Milchstraße in voller Pracht über den gesamten Himmel zieht. Unten links steht zudem die Venus in hellem Glanz inmitten eines schwachen Leuchtens, das man als Zodiakallicht bezeichnet. Es entsteht durch Sonnenlicht, das an Staubteilchen ...
potw1115-de — Bild der Woche
Der ESO-Hauptsitz bei Sonnenuntergang
11. April 2011: Diese Panoramaaufnahme zeigt den Hauptsitz der Europäischen Südsternwarte in Garching bei München. Das Bild zeigt den Blick vom Dach des Hauptgebäudes kurz nach Sonnenuntergang. Der Hauptsitz ist das wissenschaftliche, technische und administrative Zentrum für die Arbeitsabläufe der ESO und die Basis für viele Astronomen, die hier ihre Forschungsarbeiten durchführen. Die Wissenschaftler, Techniker und das Mitglieder des Verwaltungspersonals, die hier arbeiten, haben sehr unterschiedliche Hintergründe, aber alle verbindet eine Gemeinsamkeit: ihre Passion für die Astronomie. Die ESO ist die führende zwischenstaatliche astronomische Organisation in Europa und das weltweit produktivste astronomische Observatorium. Die ESO betreibt drei Observatoriumsanlagen in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Zusätzlich wurde der Cerro Armazones in der Nähe des Paranal von der ESO als Standort für das European Extremly Large Telescope (E-ELT) ausgewählt. Die ESO betreibt hochmoderne Wissenschaftsanlagen für Astronomen und wird von Österreich, Belgien, Brasilien, der Tschechischen Republik , Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Portugal, ...
potw1108-de — Bild der Woche
ALMA-Antennen unter der Milchstraße
21. Februar 2011: Vier Antennen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) blicken zum mit Sternen übersäten Nachthimmel auf, gerade so als wären sie voller Vorfreude auf die bald beginnenden Beobachtungen dieser Nacht. Der Mond rechts im Bild erhellt die Szenerie, ohne dass die sich nach links oben erstreckende Milchstraße verblassen würde. ALMA wird zurzeit in einer Höhe von 5000 Metern auf der Chajnantor-Hochebene in der chilenischen Atacama-Wüste errichtet. Diese Gegend ist eine der trockensten der gesamten Erde, und genau diese Trockenheit sorgt zusammen mit der in so großer Höhe nur noch dünnen Luft für hervorragende Bedingungen für astronomische Beobachtungen im Millimeter- und Submillimeter-Bereich. Bei diesen Wellenlängen untersuchen die Astronomen zum Beispiel Molekülwolken, in denen durch den Kollaps dichter Regionen aus Gas und Staub neue Sterne geboren werden. Da das Universum bei diesen Wellenlängen noch weitgehend unerforscht ist, erhoffen sich die Wissenschaftler von ALMA viele neue Erkenntnisse zur Entstehung von Sternen, aber auch Planetensystemen ...
potw1105-de — Bild der Woche
Von einer fremden Welt zur anderen
31. Januar 2011: Was wie eine unfruchtbare und unbewohnbare Marslandschaft aussieht, ist ein 360°-Panorama des Standorts für das European Extremely Large Telescope der ESO, kurz E-ELT. Wenn der Bau beginnt, wird die unbewohnte Bergspitze links der Mitte zu einem Ort reger Betriebsamkeit, an dem Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler daran arbeiten werden, das größte Auge der Welt in Richtung Himmel zu errichten. In vielerlei Hinsicht wirkt der Cerro Armazones in Chile wie eine fremde Welt. Die Umgebung ist rau, Feuchtigkeit und Luftdruck sind gering, und das bei tagsüber grellem Sonnenschein. Nachts offenbart sich dagegen ein atemberaubender Himmel. Der Cerro Armazones befindet sich in der Atacamawüste – einem der trockensten Orte auf der Erde. Diese Bedingungen, in Kombination mit der Abgeschiedenheit, machen die Region zu einem besonders geeigneten Standort für Teleskope. Der Armazones ist ein einzelstehender Gipfel, 3060 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist etwa 20 km entfernt vom Cerro Paranal, der Heimat des berühmten ...
potw1101-de — Bild der Woche
Ein weiterer perfekter Tag am Paranal
3. Januar 2011: Wogende rote Hügel breiten sich unter dem außergewöhnlich klaren blauen Himmel aus, der typisch für das Paranal-Observatorium der ESO ist. Obwohl sich die Teleskopkuppeln in der Morgendämmerung schließen und sich nichts in dieser dürren Wüste bewegt, macht das Very Large Telescope (VLT) der ESO niemals Pause. Seit dem Morgen arbeiten Ingenieure und Techniker an der Vorbereitung des Teleskops und der Instrumente für eine weitere perfekte Nacht. Der 2600 Meter hohe Cerro Paranal liegt in der Bildmitte dieses Panoramas mit Blick nach Süden. Der eingeebnete Gipfel ist die Heimat des VLT, der weltweit fortschrittlichsten bodengebundenen Observatoriumsanlage für Beobachtungem im sichtbaren- und Nahinfrarotbereich. Das VLT hat vier 8,2-Meter Hauptteleskope und zusätzlich vier 1,8-Meter Hilfsteleskope. Auf diesem Bild sind nur zwei Kuppeln der Hauptteleskope sichtbar, zusammen mit dem kleineren 2,6-Meter Survey Telescope (VST). Rechts vom Cerro Paranal bedeckt im Hintergrund ein Wolkenmeer die Küste des Pazifiks – nur 12 km entfernt. Die kalte ...
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