Pressemitteilungen

Subscribe to receive news from ESO in your language!
eso1512de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Bislang bester Blick auf Staubwolke, die am Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße vorbeizog
26. März 2015: Im Mai 2014 kam sich die staubhaltige Gaswolke G2 dem supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße so nah wie nie zuvor – und überstand dies offenbar unbeschadet. Die besten Messungen von diesem Objekt überhaupt, durchgeführt mit dem Very Large Telescope der ESO von einem Wissenschaftlerteam der Universität zu Köln, zeigen, dass G2 bei der Passage nicht wesentlich gestreckt wurde und nach wie vor sehr kompakt ist. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um einen jungen Stern mit einem massereichen Kern, der noch immer Materie ansammelt. Das Schwarze Loch selbst hat bisher noch keinen Anstieg seiner Aktivität gezeigt.
eso1511de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Rätselhafte Explosion aus dem 17. Jahrhundert durch Sternkarambolage erklärt
23. März 2015: Im Jahr 1670 sahen europäische Astronomen am Himmel einen „neuen“ Stern aufleuchten. Bisher nahm man an, es handelte sich dabei um eine gewöhnliche Nova. Mit dem APEX-Teleskop, dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg und weiteren Observatorien fanden Wissenschaftler unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn jetzt heraus, dass der Grund ein viel selteneres Phänomen in Form einer heftigen Karambolage zwischen zwei Sternen war. Der ursprüngliche Ausbruch im Jahr 1670 war so heftig, dass man ihn leicht mit bloßem Auge am Himmel erkennen konnte. Die heute noch vorhandenen Spuren sind hingegen so schwach, dass es einer sorgfältigen Analyse von Beobachtungen mit Submillimeterteleskopen bedurfte, bevor das Rätsel nach über 340 Jahren gelöst werden konnte. Die Ergebnisse werden am 23. März 2015 in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlicht.
eso1510de-at — Bildveröffentlichung
Eine großartige Komposition von neuen Sternen
11. März 2015: Diese dramatische Landschaft im südlichen Sternbild Ara (der Altar) ist ein Schatzkästchen von himmlischen Objekten: Sternhaufen, Emissionsnebel und aktive sternbildende Regionen sind nur einige der Reichtümer, die man in der Region beobachten kann, die ungefähr 4000 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Dieses wunderschöne neue Bild ist die bisher detaillierteste Ansicht dieses Teils des Himmels und wurde vom VLT Survey Telescope am Paranal-Observatorium der ESO in Chile aufgenommen.
eso1509de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Mars: Der Planet, der einen ganzen Ozean voll Wasser verlor
5. März 2015: Eine heute veröffentlichte Studie hat ergeben, dass einst ein großer Ur-Ozean die Marsoberfläche bedeckte. Er beinhaltete mehr Wasser als das Nordpolarmeer und bedeckte einen größeren Anteil der Planetenoberfläche als der Atlantik auf der Erde. Diese Erkenntnis gewann ein internationales Team aus Wissenschaftlern, das mit dem Very Large Telescope zusammen mit Instrumenten am W. M. Keck-Observatorium und der Infrared Telescope Facility der NASA über einen Zeitraum von sechs Jahren die Planetenatmosphäre beobachtete. Daraus erstellten sie eine Karte mit den Eigenschaften des Wassers in unterschiedlichen Teilen der Atmosphäre des Mars. Diese neuen Karten sind die ersten ihrer Art. Die Ergebnisse erscheinen heute online im Wissenschaftsmagazin Science.
eso1508de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Eine scheinbar alte Galaxie in einem jungen Universum
2. März 2015: Astronomen ist es gelungen, in einer der am weitesten entfernten Galaxien, die je untersucht wurden, Staub nachzuweisen. Gleichzeitig handelt es sich um den ersten Nachweis von Staub in einem solch weit entfernten Sternentstehungssystem überhaupt und vor allem aber um den lang erhofften Beweis für die schnelle Entwicklung von Galaxien nach dem Urknall. Um das schwache Glimmen des kalten Staubes in der Galaxie A1689-zD1 einfangen zu können, bedienten sich die Wissenschaftler der Hilfe von ALMA, und nutzten anschließend das Very Large Telescope der ESO, um die Distanz zu messen.
eso1507de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Ein tiefer dreidimensionaler Blick in das Universum
26. Februar 2015: Einem Astronomenteam mit Beteiligung aus Potsdam und Göttingen ist es mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO gelungen, den bisher besten dreidimensionalen Blick in das tiefe Universum zu erhaschen. Nach einer gerade einmal 27-stündigen Beobachtung der Hubble Deep Field South-Region konnten sie Aussagen über Entfernungen, Bewegungen und andere Eigenschaften von weitaus mehr Galaxien als jemals zuvor in diesem kleinen Bereich des Himmels machen. Damit schlugen sie Hubble um Längen und machten bisher unsichtbare Objekte sichtbar.
eso1506de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Der seltsame Fall des verschollenen Zwerges
18. Februar 2015: Bislang gingen Astronomen davon aus, dass ein Brauner Zwerg den ungewöhnlichen Doppelstern V471 Tauri begleitet. Das neue Instrument SPHERE am Very Large Telescope der ESO hat ihnen den nun bisher besten Blick auf die Umgebung dieses faszinierenden Objekts geliefert und sie fanden — nichts. Das überraschende Fehlen dieses mit großer Sicherheit vorhergesagten Braunen Zwerges bedeutet, dass die herkömmliche Erklärung für das merkwürdige Verhalten von V471 Tauri falsch sein muss. Das unerwartete Ergebnis wird in der ersten Veröffentlichung überhaupt beschrieben, die auf Beobachtungen von SPHERE beruht.
eso1505de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Katastrophales Ende einer Sternpartnerschaft
9. Februar 2015: Astronomen haben mit Teleskopen der ESO und auf den kanarischen Inseln zwei überraschend massereiche Sterne im Zentrum des Planetarischen Nebels Henize 2-428 entdeckt, die sich gegenseitig umkreisen. Dabei werden sie sich langsam einander annähern und in etwa 700 Millionen Jahren miteinander verschmelzen. Dabei kommt soviel Materie zusammen, dass sie eine gewaltige Supernovaexplosion auslösen werden. Die neue Studie, die das Sternpaar vorstellt, erscheint am 9. Februar 2015 in der Zeitschrift Nature.
eso1504de-at — Bildveröffentlichung
VISTA blickt geradewegs durch die Milchstraße
4. Februar 2015: Ein neues Bild, das mit dem VISTA-Durchmusterungsteleskop der ESO aufgenommen wurde, zeigt den berühmten Trifidnebel in einem neuen, gespenstischen Licht. Durch Beobachtungen im Infrarot können Astronomen geradewegs durch die staubgefüllten zentralen Teile der Milchstraße sehen und viele zuvor versteckte Objekte ausfindig machen. In einem winzigen Ausschnitt der VISTA-Durchmusterungen haben Astronomen zwei bislang unbekannte und sehr weit entfernte Cepheiden-Veränderliche entdeckt, die fast direkt hinter dem Trifidnebel liegen. Sie sind die ersten solchen Sterne, die in der zentralen Milchstraßenebene jenseits der zentralen Verdickung unserer Heimatgalaxie aufgefunden wurden.
eso1503de-at — Bildveröffentlichung
Das Maul der Bestie
28. Januar 2015: Ähnlich dem gähnenden Schlund einer riesigen himmlischen Kreatur leuchtet die kometenartige Globule CG4 bedrohlich in diesem neuen Bild des Very Large Telescopes der ESO. Obwohl es auf der Aufnahme so scheint, als sei sie groß und hell, handelt es sich bei CG4 tatsächlich nur um einen lichtschwachen Nebel, weshalb es sich für Astronomen als schwierig gestaltet, ihn ausfindig zu machen. Die genaue Beschaffenheit von CG4 bleibt auch weiterhin ein Rätsel.
eso1502de-at — Organisatorische Pressemitteilung
Neue Teleskope zur Jagd nach Exoplaneten auf dem Paranal
14. Januar 2015: Die Teleskope des Next-Generation Transit Survey (kurz NGTS, auf Deutsch etwa "Transitsuchprogramm der nächsten Generation") am Paranal-Observatorium der ESO im Norden Chiles haben ihr erstes Licht gesehen. Im Rahmen dieses Projektes wird nach Exoplanetentransits gesucht - also Planeten, die von der Erde aus gesehen direkt vor ihrem Mutterstern vorbeilaufen und dabei einen kleinen Teil des Sternlichts abschatten. Dieser Effekt lässt sich mit empfindlichen Kameras messen. Die Teleskope des NGTS sollen insbesondere Planeten von der Größe Neptuns oder kleiner entdecken, also mit einem Durchmesser zwischen dem doppelten und dem achtfachen Erddurchmesser. Von deutscher Seite ist das Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an diesem Projekt beteiligt.
eso1501de-at — Bildveröffentlichung
Wo sind all die Sterne hin?
7. Januar 2015: Es scheint, als fehlten einige Sterne auf diesem faszinierenden neuen ESO-Bild. Allerdings klafft in dem hier abgebildeten glitzernden Sternenmeer nicht wirklich eine schwarze Lücke, vielmehr handelt es sich um eine Dunkelwolke – eine Ansammlung von Gas und Staub – mit dem Namen LDN 483. Solche Wolken sind die Geburtsstätten künftiger Sterne. Entstanden ist diese Aufnahme von LDN 483 und seinem Umfeld mit dem Wide Field Imager, einer Kamera, die sich am MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile befindet.
eso1441de-at — Bildveröffentlichung
Die heißen blauen Sterne von Messier 47
17. Dezember 2014: Diese eindrucksvolle Aufnahme des Sternhaufens Messier 47 ist mit dem Wide Field Imager entstanden, einer Kamera, die am Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie konzipiert wurde und die sich zur Zeit am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile befindet. Der hier gezeigte junge offene Sternhaufen wird von einem Meer aus hell leuchtenden, blauen Sternen dominiert, enthält aber auch einige wenige rote Riesensterne.
eso1440de-at — Organisatorische Pressemitteilung
Grünes Licht für den Bau des E-ELT
4. Dezember 2014: Der ESO-Council, das Führungsgremium der ESO, hat auf seiner letzten Sitzung [1] grünes Licht für den Bau des European Extremely Large Telescope (E-ELT) in zwei Phasen erteilt. Für die erste Phase wurden Ausgaben von rund einer Milliarde Euro bewilligt, wodurch die Baukosten eines voll funktionsfähigen Teleskops und einer Reihe leistungsstarker Instrumente eingeschlossen abgedeckt werden. Die Inbetriebnahme des Teleskops soll in 10 Jahren erfolgen. Es wird entscheidende wissenschaftliche Entdeckungen auf dem Gebiet der Exoplaneten, der stellaren Zusammensetzung von nahen Galaxien und im fernen Universum ermöglichen. Der bisher größte Industrieauftrag in der Geschichte der ESO für den Bau der Teleskopkuppel und der Teleskopstruktur wird im nächsten Jahr geschlossen.
eso1439de-at — Bildveröffentlichung
Eine farbenfrohe Versammlung von Sternen mittleren Alters
26. November 2014: Das MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile hat ein farbenreiches Bild des hellen Sternhaufens NGC 3532 in Szene gesetzt. Einige heiße Sterne leuchten immer noch in bläulichem Licht, während die massereicheren Sterne schon zu Roten Riesen geworden sind und in einen satten Orangeton übergegangen sind.
eso1438de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Gespenstische Ausrichtung von Quasaren über Milliarden Lichtjahre hinweg
19. November 2014: Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile haben Systematiken bei der Ausrichtung von Quasaren und den größten Strukturen hervortreten lassen, die jemals im Universum entdeckt wurden: Ein europäisches Wissenschaftlerteam hat festgestellt, dass die Rotationsachsen der zentralen supermassereichen Schwarzen Löcher in einer Stichprobe von Quasaren über Milliarden von Lichtjahren parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Astronomen stellten ebenfalls fest, dass die Rotationsachsen dieser Quasare dazu neigen, sich nach den riesigen Strukturen im kosmischen Netz auszurichten, in dem sie sich befinden.
eso1437de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
MUSE enthüllt die wahre Geschichte hinter galaktischem Zusammenstoß
10. November 2014: Das neue Instrument MUSE am Very Large Telescope (VLT) der ESO hat Forschern die bislang beste Aufnahme eines spektakulären kosmischen Zusammenstoßes geliefert. Die neuen Beobachtungen zeigen zum ersten Mal die Bewegung des Gases, während es aus der Galaxie ESO 137-001 herausgerissen wird und mit Höchstgeschwindigkeit in einen riesigen Galaxienhaufen stürzt. Die Ergebnisse sind der Schlüssel zur Lösung eines alten Rätsels – der Frage warum die Sternentstehung in Galaxienhaufen abgeschaltet wird.
eso1436de-at — Bildveröffentlichung
Revolutionäre ALMA-Aufnahme enthüllt die Entstehung von Planeten
6. November 2014: Diese neue Aufnahme von ALMA, dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array, zeigt außerordentlich feine Details, die nie zuvor in der protoplanetare Scheibe um einen jungen Stern beobachtet wurden. Dies sind die ersten Beobachtungen, bei denen die beinahe-Endkonfiguration von ALMA zum Einsatz kam; es sind die schärfsten Aufnahmen, die jemals im Submillimeterbereich gemacht wurden. Die neuen Ergebnisse sind ein großer Schritt nach vorne in der Beobachtung der Entwicklung protoplanetarer Scheiben und der Entstehung von Planeten.
eso1435de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
VLTI spürt exozodiakales Licht auf
3. November 2014: Ein internationales Astronomenteam hat das Very Large Telescope Interferometer (VLTI) bis an seine Grenzen ausgereizt und exozodiakales Licht nahe an der habitablen Zone um neun nahegelegene Sterne entdeckt. Exozodiakales Licht ist Sternlicht, das von Staub reflektiert wird, der aus Kollisionen zwischen Asteroiden und der Verdampfung von Kometen resultiert. Die Anwesenheit so großer Mengen an Staub in den inneren Regionen um einige Sterne könnte in der Zukunft ein Hindernis bei der direkten Abbildung von erdähnlichen Planeten darstellen.
eso1434de-at — Pressemitteilung Wissenschaft
Versorgungsroute für die Entstehung von Planeten in einem Doppelsternsystem entdeckt
29. Oktober 2014: Wissenschaftler haben mit ALMA zum ersten Mal einen Gastrom beobachtet, der von einer massereichen äußeren Scheibe hin zu den inneren Bereichen eines Doppelsternsystems fließt. Dieser noch nie zuvor dokumentierte Vorgang könnte dafür sorgen, dass eine zweite kleinere planetenbildende Scheibe, die ansonsten vor langer Zeit verschwunden wäre, aufrecht erhalten wird. Die Hälfte aller sonnenähnlichen Sterne werden in Doppelsternsystemen geboren, was zur Folge hat, dass diese neuen Befunde massive Auswirkungen auf die Exoplanetensuche haben werden. Die Forschungsergebnisse werden am 30. Oktober 2014 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
Angezeigt werden 1 bis 20 von 1063